Wie viele Beweise benötigt die Welt noch das die USA die ISIS in Syrien nicht bekämpfen!?

Die US-gestützten Syrisch Demokratischen Kräfte (SDF) haben in den vergangenen zwei Wochen schwere Verluste hinnehmen müssen. Die Bemühungen der SDF östlich des Euphrats die dortig verbliebene ISIS-Hochburg auszumerzen, scheint für die kurdische Miliz ein unmögliches Unterfangen zu sein.

Trotz der nicht weit vom Kampfgeschehen stationierten US-Armee ist der Islamische Staat offensichtlich unentwegt in der Lage großangelegte Angriffe gegen die SDF durchzuführen. Die Überwachungstechnologie der Amerikaner scheint nicht für ISIS-Terroristen ausgelegt zu sein.

Ob sich kilometerlange Konvois der Terror-Organisation durch karges Wüstenland begeben um in Dörfer und Städte einzufallen, oder die Dschihadisten in ihren Bastionen Hauptquartiere, Munitionslager und Waffenarsenale beherbergen, die US-Armee scheint von alledem nichts mitzubekommen.

Das von Washington beabsichtigte Tauziehen zwischen der SDF und der ISIS in der ölreichen Region Syriens, rührt von der notwendigen Aufrechterhaltung des propagierten Feindbilds her.

Sprich ohne den Lieblings-Bösewicht des Westens, würde die Rechtfertigung für den US-Aufenthalt in Syrien wegbrechen. Daher zögert man die eigentlich problemlose Liquidierung des IS unendlich hinaus, und gaukelt der Welt ewig vor das man kurz davor steht die Dinge in den Griff zu bekommen.

Die kurdischen SDF sind in diesem Spiel lediglich Bauernopfer, die von den Amerikanern missbraucht werden um Syrien zu separieren. Zwar rüsten und bilden die USA die Kurden für den Kampf aus, dennoch ist dies offenbar nicht genügend um sich den Vorteil in der Region zu verschaffen.

Die vor geraumer Zeit in die Wege geleitete Offensive gegen den östlich des Euphrats ansässigen ISIS-Herd ist ein reines Desaster. Zunächst hieß es das der Vormarsch der US-gestützten Kraft ein voller militärischer Erfolg sei, und man könne zeitnah mit der Rückeroberung des ISIS-Gebiets rechnen.

Indes überhäufen sich die Rückschläge gegen den Islamischen Staat. Erst kürzlich gerieten dutzende SDF-Kämpfer in der Stadt Hajin in einen Hinterhalt, und mussten schwere Verluste hinnehmen.

Mindestens 28 Milizionäre sind dabei getötet und 8 weitere entführt worden. Ein ISIS-Konvoi war mal wieder vor der Nase des „US-Auges im Himmel“ vorgerückt und die darin beförderten Dschihadisten richteten ein weiteres Massaker an.

Ferner fielen die ausgeschwärmten Militanten  in ein Flüchtlingscamp ein und kidnappten 130 Familien. Laut dem russischen Präsidenten Vladimir Putin handele es sich um 700 Personen, unter denen sich europäische und US-Staatsbürger befinden sollen.

Putin erwähnte die Entführung während des alljährlich in Russland stattfindenden internationalen Waldai-Diskussionsklubs. Ferner deutete der russische Präsident an das die ISIS Ultimaten gestellt, und damit gedroht habe täglich zehn Geiseln zu erschießen.

Dem fügte er hinzu das trotz der Geiselnahme von Europäern und Amerikanern, „jeder schweigt, als ob nichts geschehen wäre„.

Das russische Versöhnungszentrum in Syrien ließ bezüglich der Tragödie passend verlauten.

Die US-geführte Koalition und die vom Pentagon kontrollierten kurdischen Kräfte setzen damit fort den Kampf gegen den Islamischen Staat in der südlichen Provinz von Deir-Ezzor zu imitieren, ohne Schritte zu vollziehen um die Terroristen auszurotten.“ 

Als ob die Untätigkeit der US-Armee nicht genug wäre, haben amerikanische Kampfjets jüngst „versehentlich“eine Einheit der SDF bombardiert, und dabei sechs Kämpfer getötet, und 15 weitere verletzt. Woraufhin die ISIS ein strategisches Gebiet im Euphrat-Tal zurückeroberte. Indes kam es zu vermehrten ISIS-Angriffen die den US-gestützten Kräften schwer zusetzen.

Die Vereinigten Staaten haben die weltweit mächtigsten und am besten ausgerüsteten Streitkräfte, und dennoch wollen sie nicht mit einer vor ihrer Nase liegenden Schar von ISIS-Kämpfern fertig werden?

Während die USA und ihre SDF-Vasalen nur vorgeben Terroristen zu eliminieren, haben die Russen,Iraner und Syrer vorgeführt wie man den Kampf gegen den Terror wahrhaftig handhabt.

Was meint US-Präsident Trump eigentlich damit wenn er davon schwärmt das sein US-Militär die ISIS zur Hölle gejagt hat? Bei genauer Betrachtung will sich einem einfach nicht erschließen, von wem der US-Befehlshaber fortwährend spricht! Existiert neben der famosen ISIS noch eine weitere?

Bezieht er sich auf  Rakka, von wo die ISIS mit freiem Geleit abzog, und die von US-Bombardements völlig zugrunde gerichtete Stadt an die SDF-Kräfte und Amerikaner übergab? Oder auf die regelmäßigen Evakuierungen von ISIS-Kämpfern mittels US-Helikoptern?

Es ist offensichtlich das die USA nicht daran interessiert sind, das die angeblich so maligne Terroristen-Organisation aus Syrien und anderen globalen Kriegsschauplätzen verschwindet.

Es ist einfach nur lächerlich davon auszugehen, das die USA es nicht vermögen den Islamischen Staat im Handumdrehen von der Landkarte zu tilgen. Ein 20 köpfiges Navy-Seal-Team würde mehr Schaden bei der ISIS anrichten, als alle SDF-Einheiten zusammengenommen.

Mal ganz abgesehen von der US-Feuerkraft die in Syrien nur zur Anwendung kommt, um zivile Infrastruktur zu zerstören und Städte dem Erdboden gleichzumachen. Das ausschließlich kosmetische Vorgehen gegen den IS, ist ausführlich von diversen nah-östlichen Medien dokumentiert worden.

Aus Sicht des Pentagons ist der IS ein zweigliedriges Werkzeug. Zunächst als Phalanx gegen die Assad-Regierung eingesetzt, und anschließend als Vorwand hervorgehoben um selber mitzumischen.

Ein weiteres von der ISIS angerichtetes Massaker fand ebenfalls kaum Beachtung von den Mainstream-Medien. Im Juli stießen ISIS-Militante im Süden Syriens aus der von den USA besetzten Al-Tanf Region nach Suweida vor, und ermordeten 270 syrische Zivilisten und entführten 30 weitere.

Und wieder gelang es Hunderten von ISIS-Kämpfern “ stundenlang „unbemerkt“ durch Wüstenei bis zu dem Zielort vorzurücken um ein Blutbad anzurichten. Wahrscheinlich haben die USA darüber hinweg gesehen, da die Bevölkerung von Suweida regierungstreu ist und Assad unterstützt.

Wenn die Trump-Administration die syrische Bevölkerung thematisiert, dann spricht sie nur von den Gebieten die östlich des Euphrats vom US-Militär und den Kurden besetzt werden. Also circa 8 %. Die anderen 90% in von der Regierung gehaltenen Landesteilen, können ruhig vor die Hunde gehen.

Verf.R.R.

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