Kashoggi-Mord: USA sind davon überzeugt das Saudi-Arabien hintergangen wurde- Business as usual!

Der saudische Dissident Jamal Kashoggi könnte “bösartigen Killern “zum Opfer gefallen sein, teilte der US-Präsident via Twitter mit, nachdem er angeblich den König und den Kronprinzen des saudischen Regimes per Telefon konsultierte.

 

Womit Donald Trump womöglich andeutete das er davon überzeugt sei, das die saudische Regierung kalt erwischt und hintergangen worden sei. Sprich sie nicht den Befehl zu dem Mord an den Journalisten erteilt habe, und gewisse Elemente im saudischen Staatsapparat auf eigene Faust gehandelt hätten.

Laut Medienberichten soll Riad eine Stellungnahme vorbereitet haben, in der das Königreich angeblich einräumt das Jamal Kashoggi bei einem schiefgegangenen Verhör in dem in Istanbul ansässigen saudischen Generalkonsulat, unglücklicherweise ums Leben gekommen sei.

Der US-Nachrichtensender CNN berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen das in der Stellungnahme der Saudis ferner behauptet würde das die Operation ohne Genehmigung und Transparenz durchgeführt worden sei und das diejenigen die involviert seien zur Rechenschaft gezogen und bestraft würden.

Indes haben türkische Behörden in Begleitung eines vom Kronprinzen gesandten Teams das Generalkonsulat zur Spurensicherung inspiziert. Die Durchsuchung soll auf die Residenz des Generalkonsuls,Mohammed Uteybi, ausgeweitet werden, hieß es. Dieser hat inzwischen mit einem Linienflug die Türkei in Richtung Saudi-Arabien verlassen. Infolge der Inspektion des Generalkonsulats gab CNN Details unter Verweis auf türkische Beamten preis, laut diesen die Ermittler auf Beweise gestoßen seien die die Ermordung Kashoggis belegen würden. Überdies äußerte ein weiterer türkischer Beamter gegenüber dem Nachrichtensender das Kashoggis Leichnam innerhalb des durchsuchten Gebäudes zerstückelt worden sei. Die türkischen Ermittler würden insbesondere nach toxischen Substanzen und überstrichenem Material Ausschau halten, verlautete es aus türkischen Regierungskreisen.

Inmitten der medialen Kashoggi-Hysterie entsandte US-Präsident seinen Außenminister, Mike Pompeo, nach Saudi-Arabien um eine gemeinsame Strategie zur Schadensbegrenzung auszuloten. Nach einem 15 minütigen Gespräch mit König Salman und einer darauffolgenden Unterredung mit MBS und dem saudischen Außenminister , Adel Jubeir, fühlte sich Pompeo dazu veranlasst dem Königreich für seine “Transparenz” bezüglich der Kashoggi-Untersuchung zu danken. Donald Trump wiederholte daraufhin abermals das er dazu tendiert der saudischen Version der Ereignisse Glauben zu schenken.

Allmählich bestätigt sich was vielen Experten und Journalisten von vornherein bewusst gewesen ist. Die USA halten zu ihrem Alliierten, egal was kommen mag. Die Behauptungen das gewisse Elemente hinter dem Rücken der saudischen Führung auf eigene Initiative hin Kashoggis Ermordung anordneten, sind schlichtweg realitätsfern.

CNN berichtete das von türkischen Ermittler an den Sender übergebende Daten ergeben hätten das mindestens zwei der 15 Verdächtigen des vermeintlichen Mordkommandos Verbindungen zur saudischen Regierung haben sollen.

Laut CNN würde aus den Daten der Passkontrolle hervorgehen das Salah Muhammad al-Tubaiqi der Leiter der forensischen Medizin im saudischen Innenministerium ein Mitglied des Killer-Teams gewesen sei. Eine weitere Person von Interesse sei Muhammad Saad al-Zahrani, der an der Seite des Kronprinzen Mohammed Bin Salman im saudischen-Staatsfernsehen erschien.

Demnach ist die scheinheilige vorgespielte Unwissenheit von MBS und seinem Vater, nicht glaubwürdig. Und gewissermaßen zeugt dies gleichzeitig von Unfähigkeit einen Staat zu leiten.

Keinen blassen Schimmer zu haben, das ein 15 köpfiges Mordkommando auf fremdem Boden in einem Generalkonsulat einen Dissidenten bis zum Tode foltert, erscheint etwas abwegig.

MBS bekleidet das Amt des Verteidigungsministers und somit untersteht ihm der saudische Geheimdienst. Von solch einer Operation keinen Wind bekommen zu haben, würde bedeuten das der Mann fehl am Platze ist, da ihm die Dinge offensichtlich entgleiten. Von daher ist davon auszugehen das diese Version der Ereignisse nicht der Wahrheit entspricht.

Mike Pompeo hat sich nach seinem kurzen Aufenthalt, in die Türkei begeben um sich mit dem Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, bezüglich der Kashoggi-Krise zu besprechen. Höchstwahrscheinlich um den regionalen Alliierten darauf hinzuweisen, das die USA zu Saudi-Arabien stehen und das man sich erhoffe das Ankara von nun an nicht all zu viel Aufsehen erregt. Sprich die offensiven Vorstöße in den Medien unterlässt, damit sich die aufgehitzten Gemüter beruhigen können und der Kashoggi-Fall allmählich im Sande verläuft.

Trump beschwerte sich jüngst das die Unschuldsvermutung für Saudi-Arabien aufgrund der öffentlichen Kritik nicht zum tragen kommen würde. Ob diese Maßstäbe auch für den Iran gelten? Eher weniger! Über Teheran wird allerhand publik gemacht ohne es zu belegen. Der US-Präsident ist der Vorreiter mit Propaganda-Slogans wie “der Hauptsponsor des Terrorismus”. Leere Floskeln die nach Evidenz schreien, jedoch zu jeder sich bietenden Gelegenheit rekapituliert werden.

Verf.R.R.

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