Syrien- Nach Abschuss russischer Militärmaschine durch Israel, ist es an der Zeit das Damaskus das S-300 System erhält

Das israelische Regime verkündete jüngst das es seit 2017 mindestens 200 Luftschläge in Syrien durchgeführt habe. Der Vorwand für die völkerrechtswidrigen militärischen Interferenzen im Nachbarland ist bis dato der Iran. Israel sei besorgt über den expandierenden iranischen Einfluss, und werde sich nicht nehmen lassen „iranische Ziele“ in Syrien zu bombardieren um dem entgegenzuwirken. So in etwa die offizielle Version des israelischen Regimes.

Unter diesem Deckmantel griffen die Israelischen Verteidigungskräfte immer dann ein, wenn in einem Landesabschnitt, besonders im Süden-Syriens, die israelisch gestützten Al-Qaida und ISIS-Terroristen gegen die Syrisch Arabische Armee ins Hintertreffen gerieten, oder syrische Regierungskräfte militärische Erfolge anderweitig verbuchten.

Die besagten „iranischen Ziele“ sind ausschließlich militärische Einrichtungen der syrischen Armee gewesen, und wurden von Israel allesamt als „iranische-Basen“ deklariert.

Am 17.September war es nun wieder soweit. Israel bombardierte abermals Ziele in Syrien, um das kurz zuvor ausgehandelte von Russland und der Türkei initiierte Idlib-Abkommen zu überschatten.

Es wäre für das israelische Regime wie anders verlaufen, hätte man das Gesetz der unbeabsichtigten Konsequenzen mit einberechnet und die Vermutung angestellt, das es bei dem überfüllten syrischen Luftraum eines Tages zu einem tragischen Vorfall kommen wird der Israel die Flügel stutzen wird.

Nun als vor einigen Tagen israelische Raketen in Regierungseinrichtungen in Homs und Tartus einschlugen und im Industriegebiet von Lattakia niederprasselten, und die syrische Luftabwehr naturgemäß auf die Angriffe reagierte, wurde unglücklicherweise ein russisches Militärflugzeug vom Typ IL-20 abgefangen was zum Tode der 15-köpfigen Crew führte.

Zunächst ging man davon aus das das Flugzeug von israelischen oder französischen Raketen- Frankreich wird eine Beteiligung an dem Angriff nachgesagt- abgeschossen worden sei. Im Nachhinein stellte sich heraus das das Militärflugzeug von S-200 Luftabwehrraketen unbeabsichtigt abgefangen wurde.

Das russische Verteidigungsministerium machte das israelische Regime für den Vorfall verantwortlich. Israelische Kampfjets hätten die IL-20 als Deckung für ihre Luftschläge genutzt. Da das russische Militärflugzeug mehr Angriffsfläche geboten habe als F-16 Jets, reagierte das von der syrischen Luftabwehr genutzte S-200 System auf die IL-20 Maschine.

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Das besagte System weist nicht die Fähigkeit auf zwischen Freund und Feind in der Luft zu unterscheiden. Dies muss den israelischen Verteidigungskräften (IDF) gewahr gewesen sein. Ferner wies der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkov, darauf hin das man eine Minute vor dem besagten Angriff über eine Hotline darüber informiert worden sei, was keine Zeit mehr gelassen habe um die IL-20 aus der Schusslinie zu manövrieren.

Man betrachte die provokativen Handlungen Israels als feindlich, so Konaschenkov. Der Verteidigungsminister Russlands, Sergei Shogu, schlug ähnliche Töne an, und äußerte das Israel die Hauptverantwortung für den Abschuss trage:

„Die Verantwortung für den Abschuss des russischen Flugzeugs, liegt einzig und alleine bei Israel. Das russische Verteidigungsministerium hat mehrmals diverse Kommunikationskanäle genutzt, um Israel zu drängen davon abzusehen Luftschläge in Syrien durchzuführen, die die Sicherheit von russischen Militärpersonal bedrohen,“ so Shoigu.

Zudem hob der russische Verteidigungsminister gegenüber seinem israelischen Amtskollegen, Avigdor Lieberman hervor, das man sich das Recht vorbehalten werde vergeltende Schritte zu vollziehen.

Der russische Präsident, Vladimir Putin, versuchte inmitten der Anbahnung der Krise die Wogen zu glätten und bezeichnete den Vorfall als „Verkettung tragischer Umstände„. Moskau werde die Sicherheit von russischen Truppen in Syrien erhöhen. Diese „Schritte wird jeder wahrnehmen“ so Putin.

Israels Premierminister, Benjamin Netanyahu, äußerte zwar sein Bedauern über das Ableben der russischen Kräfte, wies jedoch jegliche Verantwortung zurück und bezichtigte den Iran der „die Wurzel aller Probleme“ sei, da er Bemühungen anstrebe das syrische Territorium für Angriffe gegen Israel zu nutzen, und die Feinde des Regimes wie die Hisbollah bewaffne.

Am 20.September begab sich eine vom israelischen Luftwaffenchef, Major General Amikam Norkin, angeführte Militärdelegation nach Moskau um mehrere Meetings mit den russischen Pendants abzuhalten, und ihre widersprüchliche Version der Ereignisse zu erörtern.

Laut dieser behauptet Israel das die syrische Luftabwehr infolge der israelischen Luftschläge in Lattakia, 40 Minuten lang dutzende Boden-Luft Raketen abgefeuert hätte. Die Einheiten der syrischen Luftabwehr hätten ohne zu zielen gefeuert, und sollen sich nicht darum geschert haben sicherzustellen das keine russischen Flugzeuge in der Luft gewesen seien.

Israel ging sogar soweit und beschwerte sich darüber das die Luftabwehr versuche die Luftschläge zu vereiteln und erklärte das am 10.Februar im Vorfeld des Abschusses des israelischen F-16 Kampfjets, weniger Boden-Luft Raketen eingesetzt worden seien.

Kritische Stimmen gaben nach dem Vorfall zu Protokoll das die Reaktion Vladimir Putins zu verhalten gewesen sei. Ferner wollen Hardliner in Putins Regierung alsbald eine angemessene Antwort auf Israels feindliche Gesinnung.

Wenn man eine russische Militärmaschine als Deckung nutzt um in Syrien Luftschläge durchzuführen, und sich in Klarem darüber ist das die syrische Luftabwehr nicht schläft und dementsprechend reagiert, dann muss der mögliche Abschuss der IL-20 mit einberechnet worden sein. Und dann kann man auch nicht von einer „Verkettung tragischer Umstände sprechen“, sondern von pragmatischem Kalkül.

Eine entsprechende Vergeltungsmaßnahme wäre die längst überfällige Lieferung von dem S-300 Luftabwehrsystem an die syrische Regierung. Würde Syrien dieses hochpräzise Flugabwehrraketensystem ( FlaRak-System) bereits erhalten haben, dann hätte Israel von einigen verbrecherischen Militäraktionen abgesehen.

Die Aussicht darauf das Damaskus das S-300 erhalten sollte, umsorgte den israelischen Autokraten Netanyahu dermaßen, das er sich diesbezüglich im Mai nach Moskau aufmachte um den russischen Präsidenten zu beschwichtigen davon abzusehen. Was ihm schließlich gelang.

Putin erörterte das für „jeden bemerkbare“ Schritte vollzogen würden, um die Sicherheit des russischen Militärpersonals in Syrien zu gewährleisten. Sollten diese beinhalten das die syrische Luftabwehr das S-300 erhält, würde es Sinn ergeben. Wenn es sich jedoch nur auf die russischen Basen beschränkt, dann gibt es keine Garantie dafür das sich eine solche „Verkettung tragischer Umstände“ nicht wiederholen wird. Da das israelische Regime sich somit nicht davon abbringen lassen wird, weitere völkerrechtswidrige Bombardierungen durchzuführen.

Demnach wäre die logischste Konsequenz das dafür Sorge getragen wird, das Israel militärisch in seine Schranken gewiesen wird. Was kaum an der diplomatischen Front zu bewältigen ist.

Der primäre Statthalter der USA im Nahen-Osten ließ sich seit seiner Entstehungsgeschichte noch nie etwas sagen, und hat sich vor der ganzen Welt einen offenkundigen Apartheid-Staat aufgebaut.

Ergo sind die jüngsten russisch-israelischen Konsultationen nicht zweckdienlich und werden kaum Früchte tragen. Sprich Israel wird den Kollisionskurs in Syrien beibehalten und weiterhin als Komponente fungieren, die Bemühungen für die Friedensfindung im von Kriege gezeichneten Land untergräbt.

Der syrische Präsident, Baschar al-Assad, drückte mit einem Satz präzise aus, weshalb es zu dem tragischen Vorfall kam. In einem an den russischen Präsidenten gerichteten Brief, der das Bedauern Assads übermitteln sollte, führte der syrische Präsident zudem an das das Unglück ein Resultat israelischer Arroganz gewesen sei.

Verf.R.R.

 

 

 

 

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