USA räumen offiziell ein das sie keine Truppen aus Syrien abziehen werden

Die USA werden aller Voraussicht nach nicht aus Syrien abziehen, wie der US-Sonderbeauftragte für Syrien, James Jeffrey, laut Southfront am 6.September öffentlich bekannt gab.

Jeffrey zufolge würde sich die Trump-Administration von nun an einem expansiveren  Plan in Syrien zuwenden, der nicht nur den Sieg über die ISIS beinhalte sondern auch darauf abziele den iranischen Einfluss zu reduzieren, und Baschar al-Assad davon abzuhalten Macht zu konsolidieren.

Laut dem Sonderbeauftragten, würde US-Präsident Donald Trump die Strategie unterstützen die eine unbestimmte militärische und diplomatische Präsenz in Syrien vergegenwärtigt. Hingegen widerspricht dies den früheren Tendenzen des Präsidenten amerikanische Truppen nach dem Sieg über die ISIS abzuziehen.

“Die neue Direktive besagt das wir nicht mehr zum Ende des Jahres abziehen,” so Jeffrey gegenüber Reportern in Washington. Ursprünglich sollten die 2200 in Ost-Syrien stationierten US-Soldaten zur Unterstützung der multi-nationalen Koalition gegen die ISIS, abgezogen werden.

Stattdessen sollen sie verbleiben um eine kombinierte militärisch-diplomatische Bemühung zu unterstützen, die den iranischen und russischen Einfluss auf den Wiederaufbau nach dem Krieg limitieren soll. “Dies bedeutet das wir es nicht eilig haben,” sagte Jeffrey und fügte hinzu das er zuversichtlich sei das Trump wie er es nannte einen “aktiveren Ansatz in Syrien” unterstützen würde.

Das Nachrichtenportal Southfront verwies auf die amerikanische Tageszeitung Daily Caller die berichtete, das die Strategie schon seit einigen Monaten von der Trump-Administration in Betracht gezogen würde. Hingegen sei diese zumeist nicht umgesetzt worden aufgrund Trumps Abneigung die US-Beteiligung in Syrien weiter zu vertiefen.

Wie die türkische Tageszeitung Hürriyet mitteilte, hätten Jeffreys Bemerkungen eine aktivere US-Diplomatie gegen Baschar al-Assads Herrschaft und seine Hauptunterstützer Russland und Iran angedeutet. Diese neue Politik sei schon in den vergangenen Tagen im UNO-Sicherheitsrat zu beobachten gewesen, wo die USA, Frankreich und Groß-Brittanien einen klaren Standpunkt bezogen bezüglich potenzieller C-Waffen Einsätze durch die syrische Regierung in Idlib und anderswo im Land.

Laut der Hürriyet würde die neue Strategie einige Aspekte aufweisen, die Ankara zufriedenstellen würden. Andere wiederum würden die sich widersprechenden Standpunkte zweier Alliierter vertiefen, hieß es.

Es sei gut für Ankara von den USA zu hören, das Assad keine Zukunft in Syrien habe und das der Abzug aller iranischer Soldaten und stellvertretender Truppen aus Syrien gewährleistet sein muss. Jedoch bedeute die unbegrenzte Präsenz von US-Truppen auch eine intensivere und kontinuierliche Kooperation mit den YPG (Volksverteidigungseinheiten) PYD (Demokratische Unionspartei) unter dem Namen Syrisch Demokratische Kräfte (SDF). Laut Ankara seien diese mit der in der Türkei geächteten PKK (Kurdistan Arbeiterpartei) affiliiert. Die PKK wird in der Türkei als Terroristen-Organisation eingestuft.

Die Ankündigung erfolgte während syrische Sicherheitskräfte unterstützt von russischen Kräften einen Angriff auf Idlib vorbereiten, welches die letzte Terroristen-Bastion in Syrien ist. Die Provinz beherbergt 3 Millionen Einwohner. Nach Schätzungen der UNO befinden sich circa 10 000 Terroristen der Hayat Tahrir al-Sham in Idlib. Der Daily Caller berichtete das sich ferner 70 000 Militante in dem Gouvernement konzentrieren würden.

In den vergangenen Tagen warnten diverse hochrangige US-Amtsträger den syrischen Präsidenten Assad, das fortwährende Angriffe auf Idlib eine militärische Antwort der USA nach sich ziehen könnten.

Assad könne “schwerwiegende Konsequenzen” erwarten sollte er die Warnungen Washingtons missachten, sagte die US-Botschafterin der UNO, Nikki Haley,  am 7.September während einer Sitzung im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen.

Laut dem US-Sonderbeauftragten, James Jeffrey, seien die strengen Warnungen die “neue Sprache” die signalisieren soll das die USA keinen Angriff tolerieren würden.

Jeffrey wiederholte eine Warnung an Russland und sagte das jedwede Offensive auf Idlib “verwerflich” sei und als “rücksichtslose Eskalation” gesehen würde. Zudem äußerte er das eine US-Reaktion auf einen russischen Angriff ” alle unsere Werkzeuge” miteinbeziehen würde, ohne näher darauf einzugehen, so Southfront.

Verf.R.R.

 

 

 

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