Der US-Präsident und sein Gefolge sorgen sich um die Al-Qaida in Idlib

Hochrangige US-Amtsträger darunter der US-Präsident Donald Trump, umsorgt derweil das die syrische Regierung und ihre Alliierten einen Ableger des mutmaßlichen Strippenzieher des elften Septembers, die Al-Qaida in Syrien vernichten will.

Unter dem Deckmantel  humanitärer Belange versucht die Trump-Administration Russland, Iran und die Assad-Regierung unter Druck zu setzen.

Der US -Außenminister, Mike Pompeo, ließ am 31.August via Twitter verlauten das drei Millionen Syrer die ohnehin schon aus ihren Häusern verdrängt worden seien und sich jetzt in Idlib befänden, unter dieser Aggression leiden würden. Dies sei nicht gut und die Welt würde Acht geben.

 

Pompeo ließ somit den Anschein erwecken, als sei die imminente Militäroperation der syrischen Armee gegen Zivilisten gerichtet. Die Hayat Tahrir al-Sham (Al-Nusra, HTS, Al-Qaida) die von den USA als Terror-Organisation eingestuft wird, scheint für die Amerikaner in Idlib nicht mehr zu existieren.

Wie sonst lässt sich diese offensichtliche Verwischung von Tatsachen erklären. Washington rechtfertigt seine eigene illegitime gegen internationales Recht verstoßende Präsenz mit dem Krieg gegen den Terror, und verlangt von der Regierung Syriens gegen Terroristen klein beizugeben.

Nach Einschätzungen befinden sich 50 000 ausländische Jihadisten in Idlib, die in Gruppierungen untergekommen sind die der HTS loyal verbunden sind. Das Washington es bevorzugt diesen Status Quo an der Grenze des türkischen NATO-Partners beizubehalten und Ankara nichts dagegen hat, legt nahe das es hier nicht um die syrische Bevölkerung geht.

US-Präsident Trump schlug ein paar Tage später ähnliche Töne an und tat seine Besorgnis auf Twitter kund.

“Syriens Präsident Baschar al-Assad sollte die Provinz Idlib nicht rücksichtslos Angreifen. Die Russen und die Iraner würden einen gravierenden Fehler begehen, sollten sie sich an dieser humanitären Tragödie beteiligen. Hunderttausende von Menschen könnten getötet werden. Lassen sie dies nicht geschehen!”

Diese Bedenken hat der Commander in Chief in Bezug auf die Zerlegung der gesamten Stadt Raqqa nicht kondoliert. Im vergangenen Jahr prahlte die US-geführte Koalition das US-Marines mehr Artillerieraketen und Granaten auf das damalige Kalifat des Islamischen Staats niederregnen lassen haben, als jedes Bataillon seit dem Vietnam-Krieg.

In Bezug auf die Militäroperationen der Koalition in Mosul und Rakka entgegnete der US-Verteidigungsminister, James Mattis, kritischen Stimmen und betonte im Militärjargon das “in dieser Art von Lage menschliche Verluste ein Fakt des Lebens sind.”

In Rakka werden regelmäßig bis dato menschliche Überreste von Zivilisten, unter dem seit einem Jahr vor sich hinfaulenden Schutt geborgen. Mosul im Irak wird im Volksmund die Stadt der Leichen genannt. Dem brauch man nichts hinzufügen.

Also woher rührt die urplötzliche Sorge des US-Präsidenten um die Zivilisten in Idlib? Schließlich spielten Kollateralschäden im Kampf gegen den IS in Rakka eine untergeordnete Rolle bzw keine! Was unterscheidet die Al-Qaida in Idlib von der ISIS in Rakka, das Trump und sein Gefolge derartige Diskrepanz walten lassen?

Wer natürlich seinen Senf dazu geben musste und kriecherisch ihrem Arbeitgeber beipflichtete, war die US-Botschafterin der Vereinten Nationen. Haley ist bekanntermaßen kein Freund von intellektuellen Aussagen, und hält sich stets kurz in ihren infantilen und doch gefährlichen Sätzen.

Am 4 September schrieb sie wie folgt auf Twitter: “Alle Augen auf die Handlungen von Assad, Russland und Iran in Idlib #keinechemischenWaffen.”

Der hashtag #NoChemicalWeapons am Ende der mal wieder zum gähnenden Äußerung Haleys, ist der gefährliche Teil. Bezüglich der imminenten SAA-Großoffensive brachten jüngst diverse westliche Amtsträger aus heiterem Himmel C-Waffen ins Spiel.

Die darauf basierenden ausgestoßenen Warnungen an Damaskus, waren simultan ein Aufruf an die Terroristen in Idlib Szenarien dieser Art zu fingieren, worauf das russische Verteidigungsministerium letztlich hinwies.

Die HTS und die fadenscheinige sogenannte humanitäre Organisation namens White Helmets, sollen derweil in Kooperation mit britischen privaten Sicherheitsfirmen und nachrichtendienstlichen Elementen eine False Flag Attacke ausbrüten, um die syrische Regierung für einen nicht existenten chemischen Vorfall zu bezichtigen.

Laut dem Ministerium hätten die Jihadisten und die Weiß-Helme bereits toxische Substanzen erhalten, um die Inszenierung durchzuführen. Ferner seien 44 Minderjährige entführt worden die mit hoher Wahrscheinlichkeit als Leichname in die geplante “Horrorstreifen-Produktion” eingebaut würden, hieß es in Medienberichten.

Die US-Botschafterin leistet mit ihrem C-Waffen Gerede, dem verbrecherischen und konspirativen Treiben der Al-Qaida in Idlib Vorschub. Das letzte Mittel was den in Idlib umzingelten US-gestützten Terroristen geblieben ist, sind Szenarien á la Douma zu inszenieren um ihren Gönnern einen Vorwand zu liefern um militärisch zu intervenieren. Darauf spekulieren die Amerikaner.

In Anbetracht der Situation in Idlib ist es bemerkenswert wie sich die Meinungen der Trump-Administration schlagartig geändert haben. Trumps Sonderbeauftragter für die US-Koalition und die Anti-ISIS Mission in Syrien, Brett McGurk, vertrat im vergangenen Jahr noch die Ansicht das das an die Türkei grenzende Gouvernement Idlib der “sicherste Hafen für die Al-Qaida seit dem elften September ist.”

McGurk gab damals während einer Diskussionsrunde des “Middle East Institutes” seine Einschätzung über Idlib wieder. Laut dem Sonderbeauftragten stelle die Al-Qaida in Idlib ein riesiges Problem dar. Man richte den internationalen Fokus auf die ISIS, nichtsdestotrotz würde man die Aktivitäten der Al-Qaida in Idlib auf dem Schirm haben.

Al-Qaida Anführer die nach Idlib gelangten, hätten den Rückweg nie angetreten. McGurk warf diesbezüglich eine interessante Frage in den Raum. Wie schaffte es der Vize vom Al-Qaida Chef Ayman al-Zawahiri nach Idlib zu gelangen? Schließlich sei er kein Fallschirmjäger, so McGurk.

Trumps Mann fürs Grobe in Syrien räumte ferner ein das der Ansatz einiger Partner das Land mit Waffen und ausländischen Kämpfern zu überfluten. vielleicht nicht der beste gewesen sei.

Idlib sei ein sicherer Hafen für die Al-Qaida direkt an der Grenze zur Türkei. Daher werde man Ankara anweisen die Grenze dicht zu machen, damit niemand sie überqueren kann. Brett McGurk hob während der Diskussion ebenfalls hervor das die USA wollen würden, das alle ausländischen Kämpfer die Länder Syrien und Irak nie wieder verlassen werden.

Womit er entweder andeutete das sie dortig das Zeitliche segnen sollen oder der wahrscheinlichere Grund das sie weiterhin Terror verbreiten sollen.

Trotz der offenkundigen Heuchelei McGurks kaum Einfluss auf die Lage in Idlib zu haben, waren die Erläuterungen seinerseits durchwegs plausibel. Im Gegensatz zu den gegenwärtigen Aufschreien die sich komplett von den Angaben des Sonderbeauftragten des US-Präsidenten unterscheiden.

Interessant war auch die Aussage bezüglich der Absperrung der Grenze zur Türkei damit nichts und niemand aus Idlib dringt.

Ein ganz anderer Ansatz, als die heutige Weißwaschung und Ausblendung. Eins ist gewiss Präsident Trump hat unmittelbar nach seinem Amtsantritt, Terroristen in Syrien und anderswo lieben gelernt. Man hat ihm offenbar schnell beigebracht bzw zu verstehen gegeben das die ISIS und Co. “unsere Jungs” sind. Ergo das geopolitische Werkzeug um nicht genehme Staaten beiseite zu räumen.

Was ist aus diesem Trump geworden?

Verf.R.R.

 

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