Entwicklungen an der diplomatischen Front rundum Idlib…2000 gepanzerte Fahrzeuge und zehntausende Soldaten warten auf grünes Licht

Die syrische Armee hat mit 2000 gepanzerten Fahrzeugen und zehntausenden von Soldaten, den letzten Terror-Herd in Syrien umstellt. Das im Nordwesten liegende Gouvernement Idlib, ist an diesen Tagen in aller Munde.

Während von Panik ergriffen die Al-Qaida ( Hayat Tahrir al-Sham, HTS, Al-Nusra ) und ihre Ableger  alles in ihrer Macht stehende in Bewegung setzen, um es den zeitnah vorrückenden Truppen so schwer wie möglich zu machen, finden allerhand Konsultationen zwischen den im Konflikt involvierten Parteien statt.

Die in Idlib und der Peripherie ansässigen Jihadisten-Gruppierungen HTS, und die türkisch gestützte Nationale Befreiungsfront (NLF) errichten derweil Befestigungen in den provinziellen Gebieten und heben Schützengräben aus.

Die NLF- die laut Ankara eigentlich die HTS bekämpfen sollte- ging sogar soweit und sprengte im ländlichen Hama einige Brücken die von Terroristen kontrollierte Gebiete mit von der Regierung gehaltene Regionen verbunden.

Diese Maßnahmen sollen den Vormarsch der SAA möglichst hinauszögern. Überdies sollen britische geheimdienstliche Elemente und das private Sicherheitsunternehmen Olive-Group, gemeinsam mit Terroristen der Hayat Tahrir al-Sham und Mitgliedern der dubiosen Weiß-Helme eine False-Flag Attacke in Idlib vorbereiten, wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte.

Unter Verwendung von C-Waffen soll ein Szenario inszeniert werden, für das die syrische Regierung abermals falsch bezichtigt werden soll. Die Vortäuschung soll für eine westliche militärische Invasion Syriens herhalten.

Für das nachrichtendienstliche Projekt ist bereits für vermeintliche Krisenschauspieler und Todesopfer gesorgt worden. Medienberichten zufolge hätten die im Westen glorifizierten Weiß-Helme mindestens 44 Minderjährige entführt, um diese für das C-Waffen Schauspiel einzusetzen.

Der genaue Ort für den fingierten Anschlag sei noch unbekannt, da die Terroristen noch unentschlossen seien und die Weiß-Helme die von ihnen nach Idlib transportierten chemischen Substanzen, derweil von einer in die andere Ortschaft verlegen würden.

Das zuvor für den inszenierten Giftgasanschlag auserkorene Jishr al-Shugour sei nach permanenten Enthüllungen durch alternative Medien, als Austragungsort für die Attacke nicht mehr von Interesse für die HTS und die Weiß-Helme. Es hieß das die Stadt Maraat al Nouman und das Zentrum von Idlib ins Auge gefasst worden seien.

An der diplomatischen Front rundum Idlib ging es in den vergangenen Tagen hoch her. Der russische Außenminister, Sergei Lawrow, hob während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem saudischen Pendant, Adel al-Jubeir, hervor das der “Abszess” in Idlib alsbald entfernt werden müsse, bevor die HTS den Zivilisten weiteres Leid antut.

Lawrow sagte das Idlib die letzte Hochburg von Terroristen sei die den Status der Deeskalationszone aufs Spiel setzen würden, und Zivilisten als menschliche Schutzschilde nutzen.

Ähnliche Töne schlug der russische Außenminister am Donnerstag an, als sein syrischer Amtskollege, Walid al-Muallem, zu Gast in Moskau war. Der Letztere merkte während eines gemeinsamen Presse-Briefings mit Lawrow an, das die syrischen Regierungskräfte bis zum Äußersten in Idlib gehen würden, und das die HTS das Hauptziel sei.

Am Freitag unterstrich Sergei Lawrow das die syrische Armee jedes Recht der Welt habe, die Terroristen in Idlib zu liquidieren. Dieser Auffassung ist auch der Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen, Stefan de Mistura, der jüngst einschätzte das sich in Idlib circa 10 000 Hayat Tahir al-Sham Kämpfer befinden, die besiegt werden müssen.

Mistura fügte hinzu das die syrische Regierung das “Recht dazu hat von der UNO identifizierte Terroristen” zu besiegen und seine territoriale Integrität wiederherzustellen. Der Sonderbeauftragte räumte ein das die Militanten in Idlib chemische Substanzen einsetzen könnten, und Millionen von Menschenleben in Gefahr bringen.

Der iranische Nachrichtensender PressTV teilte mit, das die Unterstützung der Türkei für die Hayat Tahrir al-Sham die Situation in Idlib verkomplizieren würde. Ankara versuche derweil mit sogenannten “oppositionellen” Kräften Terroristen zu bekämpfen um Militäraktionen der syrischen Armee zu verhindern, so PressTV.

Desweiteren berichtete die von westlichen Medien regelmäßig zitierte Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (SOHR) das der türkische Nachrichtendienst gegenwärtig  versuche die HTS davon zu überzeugen sich aufzulösen ehe syrische Regierungskräfte ihre Militäroperation starten. Ferner gab das SOHR unter Berufung auf ortsansässige Quellen bekannt, das die HTS jegliche Form von Kapitulation, Verhandlung und Beilegung verweigern würde und bis zum bitteren Ende kämpfen wolle.

Der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdogan, schaltete sich ebenfalls bezüglich Idlib ein, und äußerte das die Türkei mit Iran und Russland kooperieren würde um eine Katastrophe in Idlib abzuwenden.

Am 7.September treffen die Türkei, Russland und der Iran in Teheran zusammen um die Lage in Idlib zu besprechen.

Der Albtraum der Türkei ist zur Realität geworden. Die unterlegenen Jihadisten werden aller Voraussicht nach ihr Kalifat in Idlib einbüßen müssen. Die syrische Armee wird mit ihren russischen Verbündeten bis zur Grenze der Türkei vorrücken, und türkische Truppen werden sich allmählich aus Idlib zurückziehen. Die geplante Einverleibung Idlibs wäre somit gescheitert.

Verf.R.R.

 

 

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