Details eines syrisch-amerikanischen Geheimtreffens in Damaskus

Wafik Kanso, erschienen auf der Al-Akhbar website 
28 August 2018

In einer Nacht der letzten Wochen des vergangenen Junis erhöhten die syrischen Sicherheitskräfte strikte Maßnahmen innerhalb und außerhalb des Internationalen Flughafens von Damaskus. Kurz vor Mitternacht landete eine private Maschine aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) auf einer der Landebahnen.

Etwa 40 Minuten vergingen bevor ein großer Umzug von vierrädrigen schwarzen Fahrzeugen die Passagiere zu dem Gebiet Mezzeh im Zentrum von Damaskus transportierte, wo sich das neue Büro von Major General Ali Mamlouk befindet, dem Direktor von Syriens Nationalen Sicherheitsbüro. Vor Ort führte ein hochrangiger US-Beamter eine Delegation an, die Offiziere diverser Nachrichtendienst und Sicherheitsagenturen inkludierte. Ali Mamlouk hieß die besuchende Delegation willkommen, neben dem Leiter des Haupt-Geheimdienst Direktorats, Major General Deeb Zeitoun, und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Generalsstabs, Major General Mowafaq Asaad.

Das Treffen zwischen den beiden Seiten dauerte vier Stunden. Was ist passiert? Laut Informationen die die libanesische Tageszeitung “Al-Akhbar” erhielt, hätten die beiden Parteien die diversen Aspekte der syrischen Krise ihren Entwicklungsstand, und Auswirkungen auf die Region begutachtet, bevor sie sich bezüglich des wichtigsten Thema auseinandersetzten.

Die amerikanische Seite habe ein klares und spezifisches Angebot unterbreitet: Die Vereinigten Staaten seien dazu bereit ihre Truppen vollständig vom syrischen Territorium abzuziehen, inklusive Al-Tanf und östlich des Euphrats in Übereinstimmung mit Sicherheitsvorkehrungen die von den russischen und syrischen Armeen überwacht werden sollen. Im Gegenzug dafür sollen die USA drei Forderungen gestellt haben

Erstens: Irans vollständiger Rückzug aus dem Süden Syriens.

Zweitens: Schriftliche Garantien die US-Unternehmen einen Anteil an dem Öl-Sektor in den östlichen Regionen Syriens zusichern.

Drittens: Die syrische Seite solle den Amerikanern sämtliche Daten von Terroristen-Gruppierungen und deren Mitglieder zur Verfügung stellen, inklusive der Anzahl von getöteten ausländischen Kämpfer, die der Überlebenden, und die die möglicherweise in westliche Länder zurückkehren werden, in Anbetracht dessen das die “terroristische Bedrohung interkontinental ist. Und was wir erhalten können um der internationalen Sicherheit zu dienen.”

Die syrische Antwort:

Mit einem kühlen Gemüt ging die syrische Seite mit den Amerikanern und ihrem “verlockenden” Angebot um. Die Antworten auf die drei Punkte waren ebenso deutlich:

Erstens: Sie sind eine okkupierende Macht in Syrien, sie drangen ohne Genehmigung gewaltsam in unser Territorium ein und sie können sich auf dem gleichen Weg verziehen. Bis sich dies zuträgt werden wir sie als okkupierende Macht behandeln.

Zweitens: Syrien steht nicht alleine in der Region da; es ist teil einer umfassenden Achse. Unsere Haltung hinsichtlich der Beziehung mit dem Iran ist eindeutig, und Präsident Assad hat zu mehreren Anlässen und in Reden wiederholt das unsere Allianz mit Teheran, der Hisbollah, und alliierten Kräften die an der Seite der syrischen Armee Terroristen bekämpften eine starke Beziehung ist, und dieses Angebot wird nichts an unseren festen Allianzen ändern.

Drittens: Unsere Priorität nach dem Krieg ist es mit alliierten und freundlichen Ländern zu kooperieren, die sich nicht gegen das syrische Volk verschworen haben, und wir werden keine Einrichtungen an Unternehmen übergeben deren Länder uns bekämpft haben und noch bekämpfen.” Hingegen fügte Mamlouk dem hinzu:

“Dies kann zu einem späteren Zeitpunkt diskutiert werden, wenn die syrische Regierung die Richtlinie zum Wiederaufbau festlegt. Und dann können US-Firmen mittels westlicher oder russischer Unternehmen in den syrischen Energiesektor eintreten. Wir betrachten dies als Geste des guten Willens in Erwiderung auf ihren Besuch.

Viertens. In Hinblick auf die Daten von Terroristen-Gruppierungen teilte Mamlouk seinen Besuchern mit: “Vor einem Jahr besuchte mich der Chef des australischen Geheimdiensts hier in Damaskus. Er bestätigte das seine Visite mit ihrem Wissen durchgeführt wurde, das er gewissermaßen sie repräsentiere und bat um Informationen über australische Islamisten arabischer Herkunft die in den Rängen von Terroristen-Gruppierungen kämpften. Und ich wiederhole gegenüber ihnen jetzt was ich ihm an dem Tag antwortete:

Heute haben wir eine gewaltige Informations-Infrastruktur für Terroristen-Gruppierungen, und diese hat sich während der Jahre der Krise dramatisch entwickelt. Wir sind uns vollends über die Gefahren bewusst die diese Personen für uns und für sie darstellen. Uns ist gewahr wie dringend sie die Informationen benötigen, und wir wissen das es für Sicherheitsdienste auch in Krisen wesentlich ist den Kontakt zu halten. Wir haben bereits den Jordaniern und vielen anderen Ländern, darunter die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Informationen zukommen lassen. Jedoch unsere heutige Haltung diesbezüglich, hängt von der Entwicklung ihrer politischen Haltung zu Syrien und seiner Regierung und Armee ab. Daher wird Syrien in dieser Hinsicht keine Kooperation und Sicherheitskoordinationen mit ihnen eingehen, bevor stabile politische Beziehungen zwischen den beiden Ländern erreicht wurde.

Quelle: Syriana Analysis

 

 

 

 

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