Von Obama bis Bolton, der C-Waffen-Mythos in Syrien nimmt kein Ende- Die Al-Qaida nimmt dankend an

John Bolton der nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten Donald Trump zog vor einigen Tagen erneut rote Linien bezüglich “möglicher” C-Waffeneinsätze durch die syrische Regierung, und drohte Konsequenzen an sollten die Warnungen missachtet werden.

Der Grund für Boltons plötzlichen Vorstoß, ist die Aussicht darauf das unzählige von den USA unterstützte Jihadisten in Idlib ihrem zeitnahen Ende entgegensehen. Die stetig anwachsende Präsenz der syrischen Armee lässt schwarze Gewitterwolken über dem Jihadisten-Paradies im Norden des Landes aufziehen.

Westliche Amtsträger und deren mediale Sprachrohre betreiben die herkömmliche Schwarzmalerei, und versuchen derweil die Öffentlichkeit mit Propagandakampagnen zu manipulieren.

“Die syrische Regierung koche einen Genozid aus den es aufzuhalten gilt und gezielte “Abschlachtungen” von Zivilisten seien vorprogrammiert. Fassbomben würden minutenweise vom Himmel regnen und die hohe Wahrscheinlichkeit bestünde das die syrische Regierung erneut zu C-Waffen greifen würde.

Solche sich nicht mit der Realität deckenden Behauptungen emittieren gegenwärtig Mainstream-Medien und westliche Politiker zugleich. John Boltons Tatendrang in Bezug auf C-Waffen ist offenbar von Jihadisten-Fraktionen als Aufforderung aufgefasst worden zu agieren. Sprich ein dementsprechendes Szenario zu fingieren.

Der ehemalige US-Präsident Barrack Obama war der erste seiner Zunft der vor fünf Jahren chemische Waffen ins Spiel brachte. Ende 2012 trat Obama medial in Erscheinung, um der syrischen Regierung klar zu machen das die USA sich gezwungen sähen militärisch zu intervenieren, sollten chemische Kampfstoffe zum Einsatz kommen.

Unmittelbar nach Obamas “Warnung” ergriffen Jihadisten im damals besetzten Ost-Ghouta im darauffolgenden Jahr die Initiative, und inszenierten einen chemischen Vorfall der aufgrund des Einwirkens von Moskau letztlich keine US-Militärintervention nach sich zog.

Washingtons Gelüste Syrien in Schutt und Asche zu legen, konnten damals nur befriedigt werden da sich Damaskus dazu bereit erklärte sein gesamtes C-Waffen-Arsenal zu vernichten.

Was letztlich von der Organisation für das Verbot von chemischen Waffen (OPCW) übernommen worden ist. Seit 2013 besitzt Syrien laut der OPCW keine C-Waffen mehr.

Der Vorfall in Ost-Ghouta ist von keiner unabhängigen Partei untersucht worden. Man stützte sich damals lediglich auf die Angaben von der bewaffneten Opposition, und auf unverifizierte visuelle Darbietungen die in den sozialen Medien von terroristischen Elementen verbreitet wurden.

Darauf basierte auch die damals entbrannte Hysterie in den Medien. Von Jihadisten gefilmte Videos die belegen sollten das die syrische Armee willkürlich Giftgas gegen Zivilisten einsetzte, überfluteten sämtliche gleichgeschalteten Medien.

Bilder von toten Minderjährigen und nach Luft ringenden Menschen, schmückten die Titelblätter und Nachrichtensendungen. Die durch den schrecklichen Anblick emotional traumatisierte Audienz, schrie nach blutiger Vergeltung.

Assad müsse dafür bezahlen, schoss es aus den Mündern von pazifistischen und liberalen Journalisten. US-Amtsträger polierten ihre Geschütze und ließen das Militär in Stellung gehen. Alles und jeder im Mainstream war auf Krieg getrimmt, ohne an die Konsequenzen zu denken.

Und die Objektivität wurde gleich mit begraben. Einen Schritt zurück machen war nicht mehr. Kollisionskurs volle Granate!

Anstatt die gegebenen Informationen bezüglich des angeblichen C-Waffen Angriffs ordentlich zu investigieren, zog der Westen voreilige Schlüsse und amplifizierte unverifizierte Angaben.

Man hatte das Gefühl die nach Rache lechzenden Medien und Politiker, wollten die Wahrheit nicht erkennen. Das die in Ost-Ghouta ansässigen Terroristen Obamas Warnung zum Anlass genommen haben könnten eine False-Flag Attacke unter Einsatz von C-Waffen zu inszenieren, wurde entweder ausgeblendet oder als Verschwörungstheorie abgetan!

Weshalb sollten Terroristen die an einer Eskalation des Konfliktes interessiert sind und lautstark eine Flugverbotszone über Syrien forderten, versuchen der syrischen Regierung einen C-Waffen Angriff unterzuschieben?

Weil Obama allen aktiven Terroristen-Fraktionen in Syrien mit seiner Warnung an Assad, die Tür für fingierte chemische Vorfälle sperrangelweit öffnete.

Der offensichtlichste Fakt dafür das der Vorfall in Ost-Ghouta orchestriert wurde, ist damals weitestgehend in den MSM unter den Teppich gekehrt worden.

Nachdem sich die Fälle anhäuften bei denen während Gefechten von Jihadisten chemische Substanzen genutzt worden, schaltete Syrien 2013 die Vereinten Nationen ein um diesbezüglich eine Untersuchung einzuleiten.

Damaskus lud zu diesem Anlass UN-Inspektoren nach Syrien ein, um der Sache auf den Grund zu gehen. Diese trafen zu demselben Zeitpunkt in dem vom Kriege gebeutelten Land ein, als sich der chemische Vorfall angeblich in Ost-Ghouta zutrug.

Es entbehrt jeder Logik davon auszugehen, das sich eine Regierung dermaßen blindlings in die Bredouille bringt. Nach dem Motto bevor ich die Bank überfalle, ruf ich die Polizei zum Tatort? Wenn man glaubt das der syrische Präsident UN-Inspektoren in seinem Land empfängt, und zeitgleich eine Giftgasattacke befehlt, dann scheint die obere Schaltzentrale lange nicht mehr geschmiert worden zu sein.

Obamas Startschuss für die C-Waffen-Saison, entfaltete sich zu einer False-Flag Arie in Syrien. Allerhand eingeschmuggelte chemische Substanzen gerieten in die Hände von Militanten, die alles daran setzten Szenarien zu inszenieren die dem Westen dienen um militärisch zu intervenieren.

Wovon der damalige US-Präsident noch 2013 absah, also nicht direkt Syrien zu bombardieren, erfüllte sein Nachfolger Donald Trump ein paar Monate nach seinem Amtsantritt.

Im April 2017 behaupteten terroristische Elemente in Syrien abermals, das Damaskus mit dem Nervengift “Sarin” bestückte Raketen auf Zivilisten in der Stadt Chan Schaichun niederregnen ließ.

Zuvor hatte der französische Präsident Emmanuel Macron seine “rote Linie” diesbezüglich in den Sand gezogen.

Wieder bezogen die westlichen Leitmedien und Politiker ihre Informationen ausschließlich von höchst fragwürdigen Quellen, die mit der Al-Nusra (Al-Qaida in Syrien) in Verbindung standen.

Trump der für seine Sprunghaftigkeit bekannt ist, ließ sich damals von viral gegangenen unverifizierten Videos und darauf basierenden Medienberichten konditionieren, und von seiner Beraterin Tochter Ivanka Trump dazu verleiten einen Militärschlag durchzuführen.

Die Bilder von vergasten Kindern hätten einen emotionalen Blackout hervorgerufen, woraufhin Ivanka ihren Vater dazu anhielt Tomahawks auf Syrien regnen zu lassen.

Erneut war keine unabhängige Untersuchung durchgeführt worden, und man verließ sich auf das Wort von Terroristen. Die zuständige OPCW vermied es Proben vor Ort zu sammeln, und übernahmen welche von den “vertrauenswürdigen” Al-Nusra-Terroristen.

Die Ikone des Enthüllungsjournalismus, Seymour Hersh, bestätigte zwei Monate nach der Inszenierung in Chan Schaichun, das der Vorfall reine anti-syrische und anti-russische Propaganda gewesen sei, und das die syrische Regierung keinen Chemiewaffenangriff durchgeführt habe. RT dazu:

Führende US-Raketen- und Chemiewaffen-Experten sowie ein Top-Mitarbeiter in Trumps Weißem Haus haben in Interviews mit dem weltbekannten investigativen Journalisten Seymor Hersh bestätigt, dass die syrische Regierung keinen Chemiewaffenangriff durchgeführt hat. Weder richtete sich im April 2017 ein solcher Angriff gegen die Zivilbevölkerung noch gegen Dschihadisten in dem von Islamistischen Gewaltextremisten kontrollierten syrischen Städtchen Chan Scheichun. Das ist eine der wichtigen Ergebnisse der Recherche, die der legendäre US-Enthüllungsjournalist Hersh am vergangenen Montag in der deutschen Tageszeitung „Die Welt“ veröffentlicht hat. 

Was RT-Deutsch seinerzeit bereits berichtete, bestätigen jetzt auch die von Hersh interviewten Persönlichkeiten, dass es nämlich keinerlei materielle Beweise für die gegen Syrien und später auch gegen Russland erhobenen Beschuldigungen gibt, sondern nur haltlose Verdächtigungen. Dabei hätten auch die etablierten Journalisten allein mit logischem Denken unter Berücksichtigung der politischen und militärischen Lage zum Zeitpunkt des angeblichen Chemiewaffeneinsatzes in Chan Scheichun zum selben Ergebnis kommen müssen.

Dazu berichtet Hersh in seinem Artikel, wie ein Sicherheitsberater des Weißen Hauses auf seine Frage nach dem Chemiewaffenangriff reagierte:

„Das gab keinen Angriff mit chemischen Waffen. Das ist ein Märchen.“

Weiter führte der US-Regierungsberater aus:

„Wenn es einen syrischen Giftgas-Angriff gegeben hätte, der von Baschar – dem syrischen Präsidenten – angeordnet gewesen wäre, dann wären die Russen noch zehnmal mehr verärgert gewesen als irgendwer im Westen. Russlands Strategie gegen den IS, die auf die amerikanische Kooperation angewiesen ist, wäre zerstört worden. Baschar hätte mit einer solchen Aktion die Russen stinksauer gemacht, mit unabsehbaren Folgen für den Diktator. Hätte Baschar sowas getan, wenn er kurz davor ist, den Krieg zu gewinnen? Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?“

Weiter zitiert Hersh den US-Regierungsberater:

„Haben die Syrer einen Angriff auf Chan Scheichun geplant? Unbedingt. Haben wir Mitschnitte, um das zu beweisen? Unbedingt. Planten sie den Einsatz von Sarin? Nein.“

Der amerikanische Präsident sei diesbezüglich gewarnt worden, dass es keinerlei Indizien oder gar Beweise dafür gebe. Aber er sei von den Bildern der toten Kinder dermaßen emotional aufgeladen gewesen, dass es abgelehnt habe, eine Untersuchung abzuwarten. Vielmehr habe der Präsident bereits eine vorgefasste Meinung gehabt und dem amerikanischen Volk und der Welt beweisen wollen, „was für ein knallharter Typ“ er sei.

Tatsächlich, so fasst Hersh seine Erkenntnisse im Bericht zusammen, sei der jüngste, angebliche  Chemiewaffenangriff der syrischen Regierung auf die Stadt Chan Scheichun eine weitere, von den Dschihadisten inszenierte  „Falsche Flagge“ gewesen. Mit den schrecklichen Videobildern von den angeblich an Giftgas elendig gestorbenen Kindern sollte der impulsive neue Präsidenten Trump dazu verleitet werden, offen gegen die syrische Regierung in den Krieg zu ziehen.

Donald Trump, der sich zum Ärger seiner Berater angeblich stets nur über Fernsehberichte informiere, sei prompt auf die Masche der Kopf-Ab-Islamisten hereingefallen und habe umgehend den Befehl zur Zerstörung des syrischen Militärflughafens Al-Schairat mithilfe von 59 Cruise Missiles gegeben.

Trotz der Hinweise aus eigenen Kreisen das Damaskus nichts mit einem chemischen Angriff zu tun hatte, spielte Trump den starken Mann und setzte im darauffolgenden Jahr noch einen drauf.

Wissend das die Jihadisten nun einen Mann im Weißen-Haus hatten der zuerst schießt und danach nicht mal Fragen stellt, legten die Terroristen in Syrien nach und behaupteten im April wieder das die syrische Regierung mit C-Waffen vorgegangen sei.

Ost-Ghouta sollte ein zweites mal zum Schauplatz für einen nicht existenten Giftgasanschlag werden.

In der Stadt Douma filmten Mitglieder der Weiß-Helme in einem Krankenhaus Patienten die zu diesem Zeitpunkt eingeliefert wurden, und setzten das Gerücht in die Welt die unter Atemnot leidenden Menschen seien einem Chemiewaffenangriff zum Opfer gefallen.

Außer schockierte und traumatisierte Menschen die mit kaltem Wasser übergossen wurden (als ob man einen Nervenkampfstoff mit Leitungswasser entkräften könnte), war in den Video was im Netz und in den MSM kursierte nichts zu sehen.

Leichenberge durften natürlich nicht fehlen! In einem weiteren Video ist zu sehen wie in einem Wohnhaus kreuz und quer Leichname gestapelt worden, die allesamt verdächtige Merkmale von Positionierung aufwiesen.

Noch bevor der OPCW überhaupt die Möglichkeit geboten wurde den Fall zu untersuchen, blies der US-Präsident zum Angriff.

Das “Tier” Assad müsse erneut eine Lektion erteilt bekommen, da er sich dazu hingegeben habe sein Volk zu vergasen, ließ Trump während einer Stellungnahme im Vorfeld des anschließenden völkerrechtswidrigen Militärschlags der NATO-Troika (USA, GB, Frankreich) verlauten.

Mindestens 100 Marschflugkörper sind daraufhin auf Ziele in Syrien abgefeuert worden, von denen über 70% von der syrischen Luftabwehr mit russischer Assistenz abgefangen wurden.

Trump hat sich zu diesem Militärschlag hinreißen lassen, ohne der Welt einen handfesten Beweis geliefert zu haben, der die Täterschaft der syrischen Regierung belegt.

Nicht im geringsten von Skepsis geplagt schoss der US-Präsident zum wiederholten male aus allen Rohren.

Der OPCW-Zwischenbericht besagt das in Douma keine relevanten chemischen Substanzen entdeckt worden seien, die einen Angriff untermauern würden.

Ferner begaben sich etliche investigative Journalisten nach Douma, die allesamt das gleiche von Zeitzeugen und Einwohnern zu hören bekamen. Nämlich das Elemente der Weiß-Helme die ganze Sache fabriziert hätten, und es keinen C-Waffenangriff durch die syrische Regierung gegeben habe.

Wozu die syrische Armee in einem urbanen Kampfgebiet zu Giftgas wie Chlor oder Sarin greifen sollte, obwohl sie mit konventionellen Waffen unmittelbar davor stand die Stadt Douma von der Jaish al-Islam zu befreien, wollte keiner so recht erklären. Der Westen wollte das Assad der Täter ist, egal ob anschließende Untersuchungen das Gegenteil festgestellt hätten.

Nun befinden wir uns in der identischen Situation die schon zuvor eine Eskalation in Syrien nach sich zog. In Bedrängnis geratene Jihadisten in Idlib bekommen die US-Anweisung chemische Waffen sprechen zu lassen.

Trumps Sicherheitsberater John Bolton schlägt in die gleiche Kerbe wie Obama und die anschließende vorprogrammierte Abfolge ist bekannt. Das russische Verteidigungsministerium gab am Samstag bekannt, das die Al-Qaida in Idlib eine Provokation plane bei der C-Waffen zum Einsatz kommen sollen. Sputnikdazu:

„Laut einer Information, die von mehreren unabhängigen Quellen bestätigt wurde, bereitet die Terrorgruppierung ,Haiʾat Tahrir asch-Schamʻ (Dschebhat al-Nusra) eine erneute Provokation ,des Einsatzes von Chemiewaffenʻ durch die syrischen Regierungstruppen gegen Zivilisten in der Provinz Idlib vor“, sagte er.

Laut Konaschenkow schickten die Kämpfer dieser Gruppierung acht Gefäße mit Chlor in die Stadt Dschisr asch-Schughur in der Provinz Idlib, die (…) in ein Dorf gebracht wurden, das mehrere Kilometer von Dschisr asch-Schughur entfernt ist.

Darüber hinaus plane eine Sondergruppe der Kämpfer, die von dem britischen privaten Militärunternehmen „Oliwa“ ausgebildet wurde, die Rettung von Betroffenen der in Idlib vorbereiteten Chemieattacke zu imitieren.

Ferner gab das Ministerium preis das bereits der Zerstörer USS- “The Sullivans” im Persischen Golf in Stellung gebracht worden sei. Das Kriegsschiff soll 56 Marschflugkörper an Bord haben, hieß es.

Man muss kein Prophet zu sein um zu erahnen was da in absehbarer Zeit auf die Welt zukommen wird.

Verf.R.R.

 

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