Die Saudis zahlen die Zeche für die Zerstörung Rakkas -$100 Mio für Restaurationen bewilligt

Das die Amerikaner keinen Finger rühren um von Bombenhagel geebnete Areale wie die Stadt Rakka wieder aufzubauen, geht aus aktuellen Berichten deutlich hervor. Außer Kosmetik nichts gewesen.

Zur Täuschung werden Videos und Berichte veröffentlicht, die den Anschein erwecken sollen, das unter der Besatzung der Amerikaner und den kurdischen Syrisch Demokratischen Kräften (SDF) alles in bester Ordnung sei.

Der Sonderbeauftragte der US-geführten Koalition in Syrien, Brett McGurk, veröffentlichte kürzlich auf seinem Twitter-Account angeblich in Rakka entstandene Fotos und diesbezügliche Beschreibungen, die aufzeigen sollen das die dortigen US-Kräfte für das Gemeinwohl der Bevölkerung unabdinglich sind.

Entminungen und Wiedereröffnungen von Schulen wurden von McGurk stolz angeführt. Errungenschaften die wenn sie der Wahrheit entsprächen, ziemlich verspätet kommen.

Ein Jahr nach der Annihilation der gesamten Infrastruktur Rakkas preist man sich für die Entminung gewisser Ortschaften! Nur mal nebenbei zur Info an Brett. Russische und syrische Pioniere gehen dieser Arbeit unmittelbar nach Übernahme der Kontrolle von Städten und Dörfern nach, um den rückkehrenden Zivilisten Sicherheit zu bieten.

In McGurks Welt geht es nicht um Zivilisten sondern um geopolitisches Chaos. Das ist das Geschäft Washingtons.

Wie erklärt sich der Sonderbeauftragte des US-Präsidenten das tausende von Leichen, immer noch unter dem von US-Bombardements verursachten Schutt vor sich hinfaulen.

Gerade vor einem Monat sind erneut drei Massengräber ausgehoben worden, in denen mindestens 1200 Leichname verscharrt wurden. Übrigens in einem der Stadien das in einem oben aufgeführten Tweet von McGurk erwähnt wurde, ist auch ein Massengrab ausgehoben worden.

Der Spitzenbeamte versäumte dies wahrscheinlich in seinen Lageberichten aus Rakka zu erwähnen. Der Russische Nachrichtensender RT berichtete über den Fund der oben erwähnten Massengräber, und die prekäre humanitäre Lage in Rakka.

Von der Verantwortlichkeit für die Tausenden von getöteten Zivilisten wollen die Amerikaner natürlich nichts wissen. Für den sich schleppend voran tragenden Wiederaufbau Rakkas, wenn man das derweil überhaupt so nennen kann, tragen US-Vasalen die Kosten.

Nachdem vergangenen Monat die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bereits $50 Millionen für die “Stabilisierung” Rakkas zusagten, hieß es in Medienberichten das das wahabitische Königreich Saudi-Arabien $100 Millionen beisteuere.

Die besagten Golfmonarchien hegen ein großes Interesse an einer dauerhaften US-Präsenz in Syrien, um ein Bollwerk gegen den Iran in Syrien zu konsolidieren.

Der Business-Tycoon, Donald Trump, der schon zu Wahlkampfzeiten beteuerte sich große geopolitische Projekte wie den Bau einer Grenzmauer bezahlen zu lassen, verkündete im Frühjahr die in Syrien stationierten US-Truppen alsbald abziehen zu wollen.

Da sich damals unmittelbar die Saudis einschalteten, und den US-Präsidenten anhielten seine Meinung bezüglich des Abzugs zu überdenken und es hieß es sei keine gute Idee das Feld zu räumen und den Iranern in Syrien alles zu überlassen, ließ sich Trump zwar bekehren jedoch lediglich unter der Prämisse wenn Saudi-Arabien & Co. für eine langwierige Stationierung bezahlen würden.

Nun scheint Trump seinen Willen durchgesetzt zu haben. Was keine guten Neuigkeiten für Syrien sind. Trotz leerer Wahlkampfversprechen und Behauptungen Trumps kein “Nation-Building” mehr betreiben zu wollen, macht die gegenwärtige republikanische US-Administration genau da weiter wo die demokratische Vorgängerregierung Barrack Obamas aufgehört hat.

Derselbe Teufelskreis! Länder zerbomben, terroristische Unterwanderungen  demographische Wandel, Besatzung…und….Nation Building. Die USA haben ihre Regime-Change Agenda vorerst auf Eis gelegt, und fokussieren sich von nun an auf die Besatzung der ölreichen Region östlich des Euphrats.

Mindestens 10 US-Basen sind seit der Vernichtung Rakkas in dem Gebiet errichtet worden, und man hat sich weitere NATO-Kräfte an Bord geholt. Die alten Kolonialherren haben ihren Weg Zurück nach Syrien gefunden. Die Franzosen sind back!

Wie zuvor erwähnt wollen die Saudis die Iraner in Syrien in Schach halten, und bezahlen die Vereinigten Staaten nun ausgiebig dafür, diesen Job zu übernehmen., wissend das Washington auf Teheran ohnehin schlecht zu sprechen ist.

Eins ist gewiss die USA waren von Beginn an und werden voraussichtlich noch lange Zeit die größte Hürde für den Frieden in Syrien sein.

Verf.R.R.

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