Video: Syrien- Die Millionäre der Jaish al-Islam und die hungernde Bevölkerung Ost-Ghoutas

Im April diesen Jahres hat die syrische Armee (SAA) die Hauptstadt Damaskus vollständig von Terroristen befreit.

Die alles entscheidende Schlacht um die Rückeroberung trug sich in dem Vorort Ost-Ghouta zu, wo damals Fraktionen wie die Al-Nusra und die Freie Syrische Armee (FSA) die Bevölkerung terrorisierten und unter den untermenschlichsten Bedingungen dahinvegitieren ließen.

Das damalig dominierende Kollektiv in Ost-Ghouta die Jaish al-Islam (Armee des Islams), besetzte die größte Stadt namens Douma. Die im Westen als “moderat” verschriene saudisch-gestützte Jihadisten-Fraktion etablierte sich 2013, und verwandelte die Stadt in eine von Tunnel-Netzwerken durchsetzte Terroristen-Basis.

An untermenschlichen Erfindungsreichtum mangelte es der saudisch-gestützten Fraktion nicht. Um Bombardierungen der alliierten Kräfte zu entgehen und eine Militäroperation der syrischen Armee zu verhindern, entführte die Jaish-al-islam unmittelbar nach der Übernahme Doumas Tausende von Zivilisten aus der Stadt Arda in Ost-Ghouta.

Diese von westlichen Regierungen und korporativen Medien ignorierten Menschen alawitischen Glaubens, setzte die Jaish-al-Islam während Feuerpausen in Verhandlungen mit Damaskus stetig als Faustpfand ein.

Die meisten von ihnen landeten im berüchtigten “Gefängnis der Reue“, gruben bis zum Tode erschöpft die Tunnelsysteme für Terroristen aus, und wurden in Käfige gesperrt auf Dächern und Stellungen positioniert um Luftschläge zu vereiteln.

An Flucht aus Douma war vor der Befreiung durch die SAA kaum zu denken. Alle Zufahrtswege und Pfade aus Ost-Ghouta und Douma wurden von Checkpoints besetzt, die einen Exodus der Bevölkerung unmöglich machten.

Während im Westen die vernebelte Ansicht verbreitet wurde das die Belagerung des Vorortes durch die SAA die humanitäre Lage vor Ort verschlimmerte, horteten die Militanten der Jaish al-Islam sämtliche Hilfsgüter die nach Douma gelangten.

Russland und die Vereinten Nationen organisierten mehrere Hilfskonvois um den von Terroristen versklavten Zivilisten grundlegende Medizin und Hilfsgüter zukommen zu lassen.

Die Terroristen rissen sich ausnahmslos jede Lieferung unter den Nagel, und verkauften sie für horrende Preise an die Zivilbevölkerung. Ferner bedienten sich die Jihadisten ihrer Tunnelsysteme um an alles für ihr Bestehen Notwendige zu gelangen.

Welches Ausmaß an Korruption und Habgier während ihrer Herrschaft in Douma in den oberen Rängen der Jaish al-Islam grassierten, recherchierte der Journalist Hosein Mortada von Al-ManarTV, und trug seine Informationen während eines Gesprächs mit dem syrischen Nachrichtensender Alikhbaria TV vor.

Laut Mortada hätten diverse Leitfiguren der Jaish al-Islam für Zivilisten “bestimmte” Spendengelder entwendet, um im Ausland Immobilien zu erwerben und Restaurants zu eröffnen.

Überdies sollen Kommandeure der Terroristen-Gruppierungen an dem Schmuggel von syrischen Artefakten und Altertümern Millionen verdient haben. Der Journalist nannte während seiner Präsentation die Namen der Jaish al-Islam Kommandeure, und welche Besitztümer sie in der Türkei und Saudi-Arabien angeblich ihr Eigen nennen.

Der damalige Anführer der Terroristen-Gruppierung, Mohammed Alloush, besitze in Istanbul in der Nähe der Youssef-Baha Station ein Restaurant namens Ewan, und das Restaurant Rouboua al-Sham in der saudischen Hauptstadt Riad, welches von einer Person namens Abd al-Kareem al-Satleh geleitet werde.

Arafeh-Restaurants in Riad die von einem Abu Khaled al-Hajjeh betrieben werden. Vier Filialen der al-Nadjeh Restaurantkette seien von Mohammed Alloush erworben worden, so Mortada.

Der syrische Korrespondent für das iranische Al-Manar TV betonte ferner, das er jeden der benannten Terroristen-Kommandeure anfechten würde sollten diese dementieren sie seien die Besitzer dieser Restaurants.

Daraufhin kam der Journalist auf in der Türkei stattgefundene geheime Auktionen, von in Ost-Ghouta ausgegrabenen Altertümern und Artefakten zu sprechen.

In Ghouta befindliche 15 historische Klöster und diverse  archäologische Stätte seien von den Terroristen geplündert, und die Artefakte und Altertümer in die Türkei und andere Länder in der Region transferiert worden. Daran hätten die Kommandeure Millionen verdient.

In einem abgefangenen Telefongespräch zwischen Mohammed Alloush und einem seiner Kameraden, soll der Letztere Alloush gefragt haben ob er den Beilegungs-Prozess hinauszögere um weitere Artefakte außer Land zu schaffen.

Ferner besitze Mohammed Alloush in der Türkei in der Stadt Esenyurt eine Autowaschanlage und Werkstatt, so Mortada.

Das Gespräch auf AlikhbariaTV fand zu einem Zeitpunkt statt als die Jaish al-Islam in Douma kurz vor dem Zusammenbruch stand.

Indes hat sich Alloush, wie von Mortada in dem Gespräch prophezeit, mit den angehäuften Millionen aus dem Staub gemacht. Mortadas Appell sollte damals der Bevölkerung Ost-Ghoutas und der Öffentlichkeit die Augen öffnen, und darauf hinweisen das die obere Riege der Jaish al-Islam in Geld schwimmt, während die Menschen in Douma und Umgebung vor die Hunde gehen.

Dieses von Saudi-Arabien gestützte Kollektiv wird in westlichen Leitmedien und Regierungskreisen dem “moderaten Rebellenlager” zugeteilt. Bis dato gestaltet sich das Narrativ in Bezug auf die Konstellationen von Jihadisten in Syrien wie folgt. ISIS “Jihadisten” alle anderen im Land operierenden Gruppierungen “Rebellen”. Unter diesem Deckmantel sind die oben beschriebenen Verbrechen erst möglich gemacht worden.

 

Verf.R.R.

 

 

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