Diplomatie war gestern! Es wird Zeit, das Moskau gegen Washington schwere Geschütze auffährt

Die Regierung der Vereinigten Staaten hat in dieser Woche erneut untermauert, das sie eine getriebene Geisel ihrer imperialistischen Ideologie ist. Die Ankündigung Washingtons neue Sanktionen über Russland zu verhängen und einen unaufgeklärten und fraglichen Kriminalfall als Begründung anzuführen, sollten zu denken geben.

Die Skripals haben anscheinend noch nicht als Propagandawerkzeuge ausgedient. Und die sich um die beiden angeblich in Salisbury mit einem Nervenkampfstoff “vergifteten” russischen Staatsbürger drehende Novichok-Saga, richtet weiteren gezielten Schaden an.

Washington verlangt von Moskau sich zu einem nicht begangenen Verbrechen schuldig zu bekennen, und zudem seine Pforten zu militärischen Forschungseinrichtungen für Inspektionen zu öffnen.

Ferner solle Russland belegen das es keine C-Waffen mehr einsetze und einsetzen werde. Diesbezüglich erwarte man zudem das vertrauenswürdige Zusicherungen gegeben werden. Dafür ist Moskau ein 90 tägiges Ultimatum gestellt worden, das nach Ablauf und nicht erfüllten Forderungen weitere Sanktionen nach sich ziehen werde.

Wer der Meinung war das der kaum mehr abwendbare US-Kollisionskurs nach dem Trump-Putin Gipfel in Helsinki sein Tempo verringern würde, der wurde umgehend nach dem Treffen Lügen gestraft. Als “Verräter” verschrieben und auf der medialen Streckbank zurechtgebogen rückte der US-Präsident von seinen eigenen Aussagen die er zuvor beim Gipfel traf ab, und belegte damit seine Ohnmacht.

Russland würde aufgrund seiner “malignen Aktivitäten” keine Diplomatie und Kompromisse zustehen, hieß es in dem eigenen und “gegnerischen” politischen  Lager daheim.

Wenn sich Demokraten und Republikaner über eines einig sind, dann ist es der Hass auf Russland. Senatoren aus den beiden einzigen relevanten US-Parteien legen zu jedem Anlass eine russophobe Rhetorik an den Tag, die an die Stigmatisierung der Juden im Dritten Reich erinnert. Russen hier Russen dort. The Russians are everywhere!

Der von US-Amtsträgern verbreiteten Hysterie die kritiklos von den korporativen Medien wiedergegeben wird, mangelt es kaum an fantasiereichen Facettenreichtum jedoch an Kredibilität.

Inbesondere haben es den Amerikanern angebliche russische Interferenzen in die vergangene US-Präsidentschaftswahl angetan. Die führende Weltmacht mit den mächtigsten Streitkräften und den größten und einflussreichsten nachrichtendienstlichen Behörden, behauptet das anhand von “russischen” Werbeanzeigen in sozialen Medien und Internet-Memes die US-Wahl zu Gunsten Donald Trumps beeinflusst worden sei.

Die diesbezüglichen Anhörungen der Twitter, Facebook und Co. Autoritäten vor dem US-Kongress war ziemlich ernüchternd. Hunderte Verdächtige Accounts die angeblich eine “pro-russische” Einstellung aufwiesen  hatten kaum Resonanzen, geschweige denn eine Reichweite um einen Wahlprozess zu beeinträchtigen.

Dennoch beharren die US-Leitmedien und Politiker auf nicht existente Beweise, die eine “Unterwanderung demokratischer Prozesse” belegen wollen.

Auf russische Medien wie den Nachrichtensender RT hat es der Sumpf von Washington besonders abgesehen. Von diesen behauptete man sie hätten im Auftrag des Kremls eine Medienkampagne orchestriert, die den “präferierten Kandidaten” ins Weiße-Haus befördern sollte.

Laut einem von der nachrichtendienstlichen Gemeinde verfassten Bericht bezüglich “russischer Aktivitäten und Intentionen in der 2016 US-Wahl, ergaben die Einschätzungen der US-Geheimdienste lediglich das russische Medien ihrer normalen Arbeit nachgingen, obwohl die Verfasser des Berichts anhand von Beispielen der Berichterstattung vermitteln wollten das ein konspiratives Gebaren vorliegen würde.

Auch hier ist bei genauerer Betrachtungsweise nichts relevantes vorzufinden, was die Vorwürfe und Behauptungen Washingtons untermauern würden. Die korporativen US-Medien sind gegen RT & Co ins Hintertreffen geraten, was damit zusammenhängt das der ausgestrahlte Inhalt weitaus ausgewogener und objektiver gestaltet ist.

Ferner hat sich ein Gegenpol zu den meinungsmachenden Spin-Doktoren etabliert, der das kriegswütige Narrativ der Amerikaner anfechtet. Dies schmeckt den USA nicht! Deshalb sind die russischen Medien unter die Räder geraten und wurden letztlich in ihrem Handeln auf amerikanischem Boden eingeschränkt.

Gewisse russische Medienunternehmen müssen sich fortan als “Ausländische-Agenten” in den USA registrieren lassen, und für Journalisten und Reporter werden die Presseausweise für den Zugang zu US-Behörden unter Vorbehalt zugeteilt.

Das krankhafte propagieren von wahnhaften Behauptungen ohne Realitätsbezug nimmt kein Ende, und zieht sich durch sämtliche Bereiche wo sich die geopolitischen Interessen der beiden Weltmächte überschneiden. Ukraine, Syrien, Energiepolitik, Iran, C-Waffen! In Bezug auf diese gravierenden Faktoren ziehen die USA alle Register um den russischen Bären in die Knie zu zwingen. Und Donald Trump ist eine Geisel dieser Gegebenheiten!

US-Diplomatie wird von medialer Meinungsmache angepeitscht und imaginären Feindbildern bestimmt. Inwiefern weitere Zusammenkünfte zwischen Putin und Trump diese nicht wegzudenkende Mentalität abtragen sollen, will sich nicht erschließen.

Unmittelbar nach dem Helsinki-Gipfel signalisierten US-Senatoren das Russland für das “unterwürfige Auftreten” ihres Oberbefehlshabers die Zeche zahlen müsse, und kündigten neue “allumfassende” parteiübergreifende Sanktionen an.

Der republikanische US-Senator und Kriegstreiber Lindsey Graham argumentierte diesbezüglich, man wolle “Putins-Russland” solange strangulieren, bis es die “Einmischung in den US-Wahlprozess” einstelle, aufhöre “Cyberangriffe auf US-Infrastruktur” durchzuführen, “Russland aus der Ukraine befördere” und “Bemühungen zur Verursachung von Chaos in Syrien” unterlasse.

Der Verursacher und Erfinder dieser Krisen und Probleme verlangt von seinem Rivalen dafür einzustehen. In der Psychologie werden dieses Züge als soziopathisch eingestuft. In der Postfaktischen US-Politik und den angehörigen Echo-Kammern, ist diese Vorgehensweise zur Normalität geworden.

Fakten und Beweise sind von Emotionen und Hysterie abgelöst worden. Russland hat auf sämtliche provokanten US-Vorstöße verhaltener reagiert als sein Erzrivale. In der Hoffnung eines Tages vielleicht doch noch das Ruder herumreißen zu können, um die Amerikaner zu beschwichtigen. Mit zunehmender Zeit und Sanktionen scheint dies in immer weitere Ferne zu rücken.

Die von Trump rekapitulierten angestrebten “besseren Beziehungen” zu Russland, sind ein Luftschloss. Mit dem Establishment und den militärisch industriellen Komplex im Nacken, ist dies ein unmögliches Unterfangen. Auch wenn der US-Präsident dies wirklich wollen würde, sind ihm die Hände gebunden.

Parteiübergreifend durchkreuzen US-Gesetzgeber, sämtliche Versuche einer Besserung der amerikanisch-russischen Beziehungen. Von verbalen Zugeständnissen Trumps kann sich Moskau nichts kaufen.

Da dem Commander in Chief daheim jeder Kompromiss gegenüber Russland als Schwäche ausgelegt wird und harsche Konsequenzen mit sich bringt, ist dieses  mitnichten ergebnisorientierte Gerede Donald Trumps einfach nicht mehr ernst zu nehmen.

Bei Abwägung des seit 2014 beschleunigten Konfrontationskurs gegenüber Russland, sollte man die Erkenntnis erlangt haben das Washington auf einen direkten Konflikt mit Moskau zusteuert. Kaum etwas spricht dagegen.

Vladimir Putin behauptete zwar vor der Presse in Helsinki das aufgrund der Wahlkampfrethorik Donald Trumps, das russische Volk und auch er wollte das der Immobilien-Tycoon die US-Präsidentschaftswahl gewinne. Dennoch sollte er inzwischen realisiert haben, das sein Pendant ein Repräsentant der imperialistischen US-Agenda ist, und das er nicht das letzte Wort hat.

Die jüngste Ankündigung von Sanktionen zeigen auf, das es an der Zeit ist drastischer auf die US-Ambitionen zu reagieren, da es offenbar kein Ende haben wird bis ein wirklicher Bruch entsteht.

Wenn Märchen wie der von Groß-Britannien inszenierte Skripal-Fall ausschlaggebende Gründe für US-Sanktionen darstellen sollen, dann muss man sich die Frage stellen wo das aufhören wird?

Jeder Vorfall der irgendwo auf der Welt von nachrichtendienstlichen Elementen fingiert und Russland zugeschrieben wird, kann weitere Sanktionen bedeuten. Die Möglichkeiten sind somit schier unendlich.

Washington wird stetig neue Kaninchen aus dem Hut zaubern, um Sanktionen und Strafmaßnahmen gegen den Kreml zu rechtfertigen. Daher sollte Moskau sich gut überlegen und zu dem Entschluss kommen der Schmach fern zu bleiben. Also keinen inhaltslosen Gipfeln mit den USA mehr beiwohnen.

Für den sensationssüchtigen Trump wäre das eine gehörige Klatsche, wenn Putin mit der Begründung das es zwecklos sei keinem Treffen mehr zustimmen würde. Das heißt nicht das keine Konsultationen auf tieferen Ebenen der jeweiligen Administrationen und in Militärkreisen stattfinden sollten.

Der russische Premierminister, Dmitri Medwedew, äußerte in Bezug auf die neuen US-Sanktionen das dieser Vorstoß einer “offenen Kriegserklärung” gleiche. Richtig Hr.Medwedew jedoch ist dies nicht die erste. Es wird endlich Zeit den Spieß umzudrehen, und die Verhaltenheit hinter sich zu lassen.

Man muss Washington da angreifen wo es weh tut! Ansonsten verspüren die Amerikaner nicht den angemessenen Druck, der ein Umdenken bewirken könnte. Und Russland hat gewisse Trümpfe in der Hand, die Washington erheblichen Schaden zufügen könnten, wie der Nachrichtensender RT mitteilte.

Da wäre das Titan. Das russische Titan-Monopol  VSMPO-Avisma produziert ein Drittel der Titan-Teile die für die Luftfahrtindustrie weltweit benötigt werden. Der weltgrößte amerikanische Flugzeughersteller Boeing bezieht 40% seiner Titan-Komponenten von Avisma. Airbus sogar 60%.

Ein Exportstopp von Titan an US-Firmen würde Boeing vor erhebliche Probleme stellen, da es kaum bzw keine wirklichen Alternativen zu dem hochqualitativen Titan gäbe, so RT. Die Sperrung des russischen Luftraums für amerikanische Airlines wäre eine weitere Maßnahme wofür die USA tief in die Tasche greifen müssten. Washington kündigte wiederum an möglicherweise die russische Luftlinie Aeroflot vom US-Luftverkehr auszuschließen.

Gegen die USA müssen offensichtlich schwere Geschütze aufgefahren werden. Konstruktive amerikanische Diplomatie war gestern! Symbolträchtige Gipfel und leere Beteuerungen werden den Amerikanern keinen Kurswechsel abverlangen. It´s on wie der Amerikaner so schön sagt!

Verf.R.R.

Please follow and like us:
Werbeanzeigen

Kommentar verfassen