Steckt die CIA hinter dem Attentatsversuch auf Nicolas Maduro- (Videos)

Laut der venezuelanischen Regierung ist am Samstag ein auf den Staatspräsidenten Nicolas Maduro verübtes Attentat gescheitert. Bei dem Angriff sollen mit Sprengstoff beladene Drohnen zum Einsatz gekommen sein. Spiegel online dazu:

Der mutmaßliche Anschlagsversuch ereignete sich um 17.41 Uhr Ortszeit bei einer Ehrung der Nationalgarde GNB. Nach Angaben der venezolanischen Regierung steuerten mehrere Drohnen mit Sprengsätzen auf Präsident Nicolás Maduro zu.

Das Staatsfernsehen war bei dem Ereignis zunächst live dabei, unterbrach dann aber die Sendung. Die letzten Bilder, die die Zuschauer sahen, zeigten Maduro bei einer kurzen Ansprache, dann blickten er und Umstehende erschrocken auf. Zu sehen waren außerdem noch Soldaten, die panisch umherliefen. Danach rissen Bild und Ton ab.

 

Nach dem missglückten Attentat bezichtigte Maduro im venezuelanischen Staatsfernsehen die “ultra-rechte” Venezuelas und Kolumbiens für den Angriff verantwortlich gewesen zu sein, und bezeichnete den kolumbianischen Präsidenten, Juan Manuel Santos, als Drahtzieher

Wer auch immer hinter diesem spektakulären Attentat stecken mag. Eines drängte sich  umgehend nach Bekanntwerden der Nachricht auf. Stecken die USA vielleicht dahinter? Die gegenwärtige Staatsregierung in dem Land mit dem größten Erdölvorkommen der Erde, ist bekanntermaßen ein Kandidat für die USA der eines Regime-Wechsels würdig ist.

Washington versucht seit der Übernahme der Staatsgeschäfte durch Maduros Vorgänger, Hugo Chavez, dessen Partei die Bolivarische Bewegung in die Knie zu zwingen, um eine Marionettenregierung an die Macht zu bringen.

Sanktionen, mediale Kampagnen, von NGOs initiierte gewalttätige Massenaufstände, Putschversuche. In den vergangenen 20 Jahren seit der Wahl von Hugo Chavez zum Staatspräsidenten 1998 hat sich Washington mächtig ins Zeug gelegt, um die Grundlage für den totalen Kollaps der Staatsregierung zu legen. Im Jahr 2002 misslang bereits ein Putschversuch in Venezuela. In einem aufschlussreichen ARTE-Dokumentarfilm werden die damaligen Ereignisse reflektiert.

Die Bezichtigung Maduros und die inzwischen offen diskutierte mögliche Beteiligung des US-Auslandsgeheimdienstes CIA ist nicht weit hergeholt, wenn man bedenkt das der damalige Direktor der CIA und heutige US-Außenminister, Mike Pompeo, im Sommer vergangenen Jahres offenkundig äußerte, das die CIA daran arbeite die Regierung Venezuelas zu stürzen, und diesbezüglich regionale Alliierte akkreditiert habe um Beihilfe zu leisten.

Während einer Kundgebung der Gedankenfabrik- Aspen Institute erläuterte Pompeo, das er sich nach Kolumbien und Mexiko begeben habe, um dortig gemeinsam auszuloten was die jeweiligen Staaten beisteuern könnten um “einen besseren Ausgang für ihren Teil der Welt zu ermöglichen.” Ergo was dafür getan werden kann, um einen Wandel in Venezuela durchzusetzen.

Der Meinung das die CIA ihre Finger im Spiel habe ist auch der ehemalige US-Offizier für psychologische Kriegsführung und jetzige Anti-Terrorismus-Experte Scott Bennet der gegenüber dem iranischen Nachrichtensender PressTV erörterte, das der Angriff auf Maduro ein weiterer Schritt der CIA gewesen sei um der Agentur ihre Agenda der politischen Kriege in der Region fortzusetzen.

“Ich denke je mehr wir dies betrachten wird sich herausstellen das dies tatsächlich ein  gescheiterter terroristischer Anschlag von gewissen Akteuren der CIA innerhalb Kolumbiens und der extremen Rechten war, die es auf Maduro abgesehen haben,” so Bennet.

“Wenn sich dies bestätigt, dann wird dies eine weitere Bestätigung dafür sein, das die CIA ein skrupelloses Element, eine skrupellose nachrichtendienstliche Operation ist, die sich darum bemüht die USA in rücksichtslose politische Kriege zu stürzen.”

Der Analyst fügte hinzu das das der Angriff auf einen politischen US-Gesandten in Bangladesch am selben Tag möglicherweise eine “False-Flag” der CIA gewesen sei um von dem Attentatsversuch auf Maduro abzulenken.

US-Beamte gaben Sonntag Nacht bekannt, das bewaffnete Angreifer einen Konvoi überfallen hätten, mit dem die US-Botschafterin in Bangladesh, Marcia Bernicat, und ihr Sicherheitsteam unterwegs gewesen sein soll. Bernicat sei ungeschoren davon gekommen hieß es.

“Sobald Maduro beginnt die Spieler, ihren Ursprung und die Methodologie zu entlarven, desto mehr wird er auf direkte Verbindungen zu dieser geheimdienstlichen CIA-Gemeinde und die skrupellosen Elemente stoßen, die die USA versuchten gegen Venezuela einzusetzen.” so Bennet.

Ferner sagte der Anti-Terrorismus Experte das anhand von Charakteristiken der Drohnen und ihrer Flugroute so wie von Bankkonten Beteiligter und deren finanziellen Kanälen, ermittelt werden könne wer dahinter stecke.

Die Hauptkomponente weshalb Washington Caracas brennen sehen will, ist das im Jahre 2007 von Hugo Chavez verstaatlichte Erdölgeschäft. Die Zeit damals dazu:

Venezuelas Staatspräsident Hugo Chávez hat ein Dekret unterzeichnet, nach dem die Ölindustrie des Landes verstaatlicht wird. Er will auf diese Weise die Öffnung der Ölindustrie für ausländisches Kapital aus den neunziger Jahren zurücknehmen – und setzt neben amerikanischen auch europäische Unternehmen unter Druck, die in den Hoheitsgebieten des fünftgrößten Rohölproduzenten der Welt das schwarze Gold fördern. 

Die Ölindustrie für ausländische Investoren zu öffnen, sei unheilvoll gewesen, sagte der Linksnationalist bei der Unterzeichnungszeremonie. Mit dem Dekret setzt Chávez seinen Plan in die Tat um, die Ölförderung wieder vollständig zu verstaatlichen. Er trifft mit diesem letzten Schritt die Fördergebiete im Orinoko-Streifen, wo extraschweres Öl lagert. Hier werden die größten Reserven der Welt vermutet. 

Chávez will die Ölfelder militärisch besetzen lassen. Geplant ist die Übernahme für den 1. Mai. Gemäß des Dekrets müssen ausländische Unternehmen, die im Orinoko-Streifen aktiv sind, akzeptieren, dass ihr Engagement in Joint-Ventures umgewandelt wird, an denen der venezolanische Staat die Kapitalmehrheit halten wird. Der Schritt trifft die amerikanischen Gesellschaften Exxon Mobil, Chevron und Conoco-Phillips sowie die französische Total, British Petroleum und Statoil aus Norwegen. 

Ausschüsse, die diese Umwandlungsprozesse vorbereiten, sollen schon in dieser Woche gebildet werden, kündigte Chávez an. “Die Privatisierung ist zu Ende. Das ist die wahre Nationalisierung des Erdöls, das Erdöl gehört allen Venezolanern”, sagte der Präsident.

Seither haben sich die Fronten kontinuierlich verhärtet. Washington und sein neuer “Leitwolf” haben es bekanntermaßen auf alle erdölexportierenden Staaten abgesehen die nicht unter US-Hegemonie stehen. Nicht das dies eine Neuigkeit wäre. Doch seit dem Amtsantritt Donald Trumps hat man das Gefühl das der Washingtoner “Sumpf” seine Chaos verbreitende Agenda beschleunigt hat. Neben verbalen Entgleisungen scheint Konfrontationskurs die einzige Devise der Trump-Administration zu sein. Der US-Oberbefehlshaber drohte neben Nord-Korea und dem Iran auch Venezuela an militärisch zu intervenieren.

Daher ist es keine Überraschung das nach dem Drohnen-Angriff auf Maduro die ersten Fingerzeige dem großen Nachbarn im Norden galten. Angesichts der aggressiven US-Attitüde vis a vis Venezuela, ist es kaum verwunderlich das nachrichtendienstlich bezogene “Hypothesen” die Runde machen. Die Grundlage dafür schaffen die Vereinigten Staaten selbst.

Verf.R.R.

 

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