Benjamin Netanyahus Videobotschaft an den Iran- Ein Exempel für Heuchelei und Doppelmoral

Der in Syrien geschlagene israelische Premierminister, Benjamin Netanyahu, hat abermals zugeschlagen. In einer seiner heuchlerischen Video-Botschaften gab “Bibi” eine seiner “Schaudergeschichten” über den Iran preis. Diesmal führte Netanyahu eine fiktive Person namens Fetemeh an, die in seiner Fabel die Rolle eines Teenager-Mädchens spielt, das aufgrund der angeblichen Aktivitäten ihrer Regierung dermaßen in Mitleidenschaft gezogen würde, das sie doch endlich die Befreiung von dem “Regime” verdiene. Netanyahu untermalte seine “Botschaft” mit unverifizierten Video-Clips um die  “Repressalien” unter denen Fatemeh leiden müsse zu belegen. Da wären verunreinigtes Wasser, die “Religionspolizei”, einen Park voller Drogensüchtiger, der Smog, geschlossene Schulen.

Fatemeh stehe am morgen auf und wolle sich vor der Schulzeit frisches Wasser vom Hahn schöpfen, der angeblich jedoch nur verunreinigtes O² ausspuckt. Fatemeh fange an zu rennen um den Wind in ihren Haaren zu verspüren. Als sie ihre Kopfbedeckung versuche abzunehmen, werde sie von der “Religionspolizei” bedroht. Fatemeh begibt sich zu ihrer Schule wo ihr der Lehrer nahe legen würde das der Unterricht ausfällt. Fatemeh habe ferner unter der Luftverschmutzung zu leiden. Dem Smog über Teheran würden tausende Iraner zum Opfer fallen. Fatemeh spaziere durch den Harandi-Park um einen klaren Kopf zu bekommen, doch die Grünanlage sei von Drogendealern besetzt. Sie mache halt an ihrer Lieblingsbäckerei um Yazidi-Kuchen zu sich zu nehmen, doch es fände ein landesweiter Streik statt. Fatemeh sei so aufgebracht. Sie frage sich weshalb bricht in meinem Land alles zusammen? Sie wolle ihren Unmut über die sozialen Medien kundtun. Doch das “Regime” verbiete Facebook und Twitter . “Sie” würden fürchten das Fatemeh an Informationen gelange die “sie” nicht kontrollieren würden. Fatemeh müsse sich ausruhen und würde den Fernseher einschalten, doch der Strom fällt urplötzlich aus. Fatemeh frage sich verzweifelt, was die Führungspersönlichkeiten ihres Landes mit all dem Geld anstellen würden. Sie werfe einen Blick in die Vatane Rooz Tageszeitung und sie würde herausfinden das Milliarden  für die Entsendung der iranischen Armee nach Syrien verschwendet worden seien. Milliarden für die Erlangung nuklearer Waffen. Milliarden seien für den Krieg im Jemen verschwendet worden.

So im Kontext die “emotionale” Story Netanyahus

Vom hohen Ross herab und auf dem Thron seines im Vergleich zum Iran winzigen Staats, meint der israelische Premier sich anmaßen zu müssen angebliche ökonomische und ökologische Missstände Teherans hervorzuheben.

Das vorgegaukelte Mitgefühl für Millionen von Iraner die dasselbe Schicksal wie Fatemeh erleiden würden, müssen jedem Iraner mit einem Funken stolz in den Venen mit Ekel erfüllen. Anhand nicht zu belegender Behauptungen die in ein Märchen eingebaut wurden, ruft Bibi erneut zum Regime-Wechsel auf. Die Themenpunkte die in den Mainstream-Medien rekapituliert werden durften natürlich nicht fehlen.

Milliarden seien für die Entsendung der iranischen Armee nach Syrien, verschwendet worden. Ist das wirklich so? Netanyahu wollte mit dieser Behauptung implizieren, das die iranischen Streitkräfte an den Fronten Syriens kämpfen würden. Ja es befinden sich iranische hochrangige Kommandeure in Syrien um die syrische Armee im Kampf gegen Israel/NATO-Terroristen zu beraten und zu unterstützen, jedoch keine Tausenden von Soldaten, wie es Bibi gerne hätte. Iranisch gestützte Milizen wie die libanesische Hisbollah werden nicht seit gestern vom Iran unterstützt. Und ihre Präsenz in Syrien liegt im eigenen Interesse, da sie sich existenziell von den Aktivitäten Israels bedroht fühlt, das beim Nachbarn sieben Jahre lang salafistisch-wahabitische Terroristen einfielen ließ um den schiitischen Halbmond zu vernichten.

Ferner seien Milliarden vom iranischen Nuklearprogramm verschlungen wurden, von dem Netanyahu behauptet es würde insgeheim den Bau einer Atombombe anstreben. Das der Iran eigentlich friedliche Nukleartechnologie zur Anhebung des allgemeinen Wohlstands der iranischen Bevölkerung beabsichtigt, findet natürlich keine Erwähnung in Netanyahus Tiraden. Eine autarke Stromversorgung und medizinische Fortschritte, die mittels einer etablierten Nuklearforschung und in Betrieb genommenen Atomkraftwerken den Iran in vielen Bereichen voranbringen würden, wären ein Allgemeingut von dem die ganze iranische Bevölkerung profitieren würde.

Dies wollen Israel und USA dem Iran streitig machen, und heucheln der Welt vor wie schlecht es dem iranischen Volk doch gehe. Der israelische Premier vergaß anzumerken das der Iran unter westlichen Sanktionen zu leiden hat, die mit auf seinem Mist gewachsen sind. Der unilaterale Austritt der USA aus dem JCPOA-Atomvertrag mit Teheran, ist von Israel in den höchsten Tönen gelobt worden. Die dadurch reaktivierten Wirtschaftssanktionen sollen dem iranischen Volk die Luft zum Atmen nehmen. Sämtliche Sektoren sind betroffen. Auf Druck der Amerikaner sterben internationale Projekte mit dem Iran, die der iranischen Bevölkerung zugute kommen würden. Infrastruktur, Reiseverkehr, Geldfluss, Automobilproduktionen etc. Mögliche Arbeitsplätze werden dadurch genommen..

Und auf das iranische Öl haben es die USA nun auch abgesehen. Und jetzt kommt Bibi daher und sorgt sich um die Belange des iranischen Volks, das angeblich unter schlechter Handhabe der Wirtschaft zu Grunde gehe. Die fiktiven Beispiele die Netanyahu hervorhob das Fatemeh den Harandi-Park besuchen würde, und auf nichts außer Drogendealer stoße, sind hochgradig anmassend wenn man bedenkt das der israelische Machthaber einen winzigen Fleck zu verwalten hat, wo gerade einmal 6 Millionen Menschen leben von denen über zwei Millionen wie Tiere gehalten werden.

In den USA dem Ziehvater Israels verschlingt die Kriminalitätsrate der urbanen Gebiete, die innerstädtischen Zentren. Netanyahu sollte sich einmal in Parkanlagen in Compton L.A. oder in New Orleans oder oder oder umschauen, und die Drogendealer dort zählen!

Verunreinigtes Wasser war ja auch ein Thema das die Lebensqualität der Iraner angeblich extremst herabsenke. Man sollte Bibi daran erinnern das sein Apartheidssystem im belagerten Gazastreifen Zustände hervorgebracht hat, die an Untermenschlichkeit kaum zu überbieten sind. Und ja die Wasserzufuhr und Stromversorgung sind auch davon betroffen. Wenn man das überhaupt noch so nennen darf. Und ja das Wasser ist größtenteils stark verunreinigt. Strom fliesst in Gaza drei Stunden täglich. Also wem sein Portfolio mit solch unübersehbaren Flecken behaftet ist, der sollte kleinlaut von dannen ziehen.

Die Großkotzigkeit ist kaum zu überbieten! Im Iran leben derweil circa 82 Millionen Menschen. Das es bei so einer Einwohnerzahl zu Streiks und Demonstrationen kommen kann, liegt auf der Hand. Hier in Europa haben wir in großen Metropolen mit den gleichen Problemen zu kämpfen. Wie oft müssen zum Beispiel Fluggäste oft tagelang auf ihren nächsten Flug warten weil der gesamte Airport streikt. Und in einer Botschaft an den Iran und die blinde Welt auf Streiks im Iran hinzuweisen, die es wahrscheinlich gar nicht in der Form gab, und wenn doch höchstwahrscheinlich von den oben erwähnten aufgebürdeten ökonomischen Sanktionen herrühren, ist einfach nur niederträchtig.

Dazu kommt der Hinweis auf die iranische Religionspolizei die Frauen angeblich mit Schläge bestrafen, sollten diese ihre Haare nicht verbergen. Israel hat an Saudi-Arabien offenbar nichts auszusetzen. In dem wahabitischen Königreich dürfen Frauen gerade einmal seit einem Monat ans Steuer. Während in manchen konservativen Regionen im Iran auf die Verschleierung der Haarpracht bestanden wird, ist es in Saudi-Arabien fast nirgendwo gestattet das weibliche Geschöpfe ihr Gesicht zeigen, und sich nur mit Nikab und in Begleitung von einer männlichen Person außerhalb ihrer goldenen Käfige bewegen dürfen.

In einer sehr aufschlussreichen Dokumentation über den Iran, werden einige propagierte Mythen Israels aus dem Weg geräumt. Vor allen bezüglich der angeblichen Unterdrückung der iranischen Frau sind interessante Dinge thematisiert worden, schauen sie selbst.

Die eklatante Verwischung von Tatsachen und die kohärente Dämonisierung Irans, ist dem israelischen Premierminister seine Spezialität. In regelmäßigen Abständen versucht er die Welt medial daran zu erinnern, welch “teuflisches-Regime” im Iran regieren würde. Ohne dabei zunächst vor der eigenen Türe zu kehren.

Das israelische Regime betreibt das größte Open-Air-Gefängnis der Welt namens Gaza, wo es palästinensische Kinder wöchentlich niederschießt und des öfteren auf den bürgerlichen Widerstand mit Kriegen antwortet, die in drei Wochen 3000 Menschenleben verschlingen. Von 12 Metern hohen Mauern umgeben auf 50 km² müssen 2 Millionen Menschen um ihr Bestehen bangen. Überdies gibt es etliche Probleme in Israel, die es in dieser Form nirgendwo auf der Welt gibt. Radikale Siedler die für Mord nicht ins Gefängnis wandern. Illegaler Siedlungsbau und damit zusammenhängende Zerstörungen ganzer Dörfer. Das jüngst verabschiedete Gesetz des Staates Israel das besagt das Israel ein jüdischer Staat für Juden sei und arabische Sprache von nun an einen “Sonderstatus” erhalte. Hatten wir das nicht schon einmal…Deutschland den Deutschen etc…lassen wir das mal so stehen!

Ein guter Rat an Netanyahu wäre mal hin und wieder die Schnauze zu halten!

Verf.R.R.

 

 

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