IRGC-General Qassem Soleimanis Botschaft an Trump und die USA, die angeblich erwägen den Iran zu bombardieren

Die von Washington initiierten Provokationen vis a vis Teheran, überschlagen sich mittlerweile wöchentlich. Ob infantile Drohungen via sozialer Medien, oder die Gründung von Propagandasendern zur Dämonisierung des Irans. Die USA aktivieren alle Mechanismen um eine erhoffte Wirkung zu forcieren, die letztlich einen Regime-Wechsel beinhaltet.

Zu den Werkzeugen der angepeilten Vernichtung des Irans, zählt auch die stetig propagierte Aussicht auf einen Krieg, sollten wahnhafte US-Forderungen an den Iran nicht erfüllt werden. Der US-Außenminister, Mike Pompeo, stellte im vergangenen Mai zwölf Forderungen an den Iran, die dermaßen abwegig ausfielen das jedem mit der Thematik vertrauten Beobachter nach Bekanntwerden dieser stutzig wurde. Weit hergeholt wie eh und je forderte Pompeo z.B. von Teheran, die Unterbringung von hochrangigen Al-Qaida-Funktionären einzustellen! Ja sie haben richtig gehört! Ferner solle sich der Iran komplett aus Syrien zurückziehen.

Ob Pompeo auch von Israel und Saudi-Arabien gefordert habe, ihre gestützte ISIS und Al-Qaida aus Syrien abzuziehen? Man wagt es zu bezweifeln! Die Bevorzugung von US-Alliierten im Nahen-Osten, und das daraus resultierende Ungleichgewicht beschäftigte auch den US-Senatoren Rand Paul, der Mike Pompeo vor dem US-Senats diesbezüglich löcherte und die Forderungen an den Iran hinterfragte.

Paul argumentierte das es höchst unwahrscheinlich sei das der Iran die Forderungen erfüllen werde, solange mit zweierlei Maß gemessen werde und Saudi-Arabien und Israel nicht denselben Kriterien unterstünden. Sprich die gleichen Abstriche machen müssen, und z.B sämtliche Militär bezogenen klassifizierten Dokumente zur Verfügung stellen! Welcher Staat auf dieser Welt würde solche Verpflichtungen eingehen, wohl keiner.

Den USA ist gewiss das der Iran sich nicht scheuchen lässt, und die derweil aufgefahrenen Sanktionen das “Regime” nicht stürzen werden. Daher hat man auch die Variable Erdöl ins Spiel gebracht, die eher weniger darauf abzielt den Iran Geldquellen zu nehmen, sondern viel mehr eine militärische Eskalation beabsichtigt. In dieser Woche trug sich ein Vorfall zu, der als zukünftige Begründung für eine US-Militärintervention im Iran angeführt werden könnte.

Die im Jemen ansässigen Houthi-Rebellen haben am 25.Juli zwei saudische Öltanker im Roten Meer unter Beschuss genommen, was dazu führte das Saudi-Arabien den Export durch die Bab-el-Mandeb Strasse vorerst einstellte. Dieser Vorfall ist von US-Medien und der Regierung zum Anlass genommen worden, um Parallelen zur Lage im persischen Golf zu ziehen.

Der US-Nachrichtensender CNN hob in aller Deutlichkeit hervor, das die Houthi-Rebellen vom Iran unterstützt würden, was implizieren sollte das eigentlich Teheran die Verantwortung für den Vorfall im Roten Meer trage, und nicht die seit drei Jahren andauernde saudische Aggression gegen den Jemen. Um eine Öffnung der Seewege beizubehalten, erwäge das US-Militär militärisch zu intervenieren. Wie sich dies gestalten solle, sei bisher unbekannt, so CNN.

Es wird ebenfalls bereits heiß diskutiert, wie auf eine mögliche Sperrung der Strasse von Hormus im persischen Golf reagiert werden soll. Iran kündigte jüngst an das Nadelöhr zu sperren, sollte er Probleme dabei haben sein Erdöl an den Markt zu bringen. Was natürlich explosives Potenzial in sich birgt, da die USA bereits erwiderten dies unterbinden zu wollen. Schon jetzt zeichnet sich ab wo diese Reise hingehen wird.

Inmitten des Säbelrasselns zwischen Washington und Teheran, teilte der australische TV-Sender ABC unter Berufung auf hochrangige australische Amtsträger mit, das die USA möglicherweise dazu bereit seien iranische “Nukleareinrichtungen” zu bombardieren. Dies ist zwar entschieden vom australischen Premierminister, Malcolm Turnbull, und US-Beamten zurückgewiesen worden, nichtsdestotrotz ist diese Nachricht ernstzunehmen.  RT berichtete diesbezüglich das diverse Amtsträger aus australischen Regierungskreisen davon ausgehen würden, das ein US-Angriff auf Iran imminent sei.

Die USA machen keinen Hehl mehr aus ihren Intentionen den Iran zu stürzen. Was Teheran natürlich nicht unbeantwortet lässt, und kürzlich den General der Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) General Qassem Soleimani dazu bewegte, eine öffentliche Botschaft an Donald Trump zu richten. Soleimani erwiderte die Twitter-Androhungen des US-Präsidenten wie folgt. PressTV berichtete:

“Sie drohten uns mit mit einer Handlung die “beispiellos” in der Welt sei. Dies ist kabarettmässige Rhetorik. Nur der Besitzer eines Kabaretts spricht auf diese Weise zur Welt…Es ist unter der Würde unseres Präsidenten ihnen zu antworten. Ich als ein Soldat antworte ihnen,” so Soleimani.

Ferner erinnerte der IRGC-General die USA an ihr Versagen in Afghanistan und Irak.

“Was war es das sie seit 20 Jahren erledigen konnten und es nicht taten? Sie kamen nach Afghanistan mit unzähligen Panzern, Schützenpanzerwagen und Hunderten von hochentwickelten Helikoptern, und begingen dort Verbrechen. Was zur Hölle haben sie zwischen 2001 und 2018 mit 110 000 Soldaten geschafft? Heute betteln sie die Taliban um Gespräche an.” Soleimani fügte dem hinzu:” Afghanistan war ein armes Land, was zur Hölle bewerkstelligten sie in diesem Land, das sie gegenwärtig uns bedrohen?”

“Sie haben arroganterweise den Irak mit 160 000 Soldaten und mit viel mehr Militärausrüstung im Vergleich zu Afghanistan angegriffen, doch was ist passiert? Fragen sie ihren Kommandeur wer die Person war die er zu mir schickte und die fragte: “Besteht die Möglichkeit für sie uns Zeit zu geben und ihren Einfluss zu nutzen, damit unsere Soldaten in diesen paar Monaten nicht von irakischen Kämpfern angegriffen werden bis wir das Land verlassen?” Haben sie vergessen das sie Erwachsenenwindeln für ihre Soldaten in Panzern lieferten? Unabhängig davon das sie derweil das große Land Iran bedrohen. Auf welcher Grundlage bedrohen sie uns?

“Wir sind so nah an ihnen dran, das können sie sich kaum vorstellen. Wir sind die Nation des Märtyrertum, wir sind die Nation von Imam Hossein, sie sollten sich besser erkundigen. Kommen sie, wir sind bereit. Wir sind die Männer dieser Arena. Sie wissen das dieser Krieg die Annihilation all ihrer Werte bedeuten würde. Sie mögen den Krieg  zwar beginnen. aber wir sind es die ihn beenden werden,” so der IRGC-General

Auf die US-Rolle im Jemen ging Soleimani während seiner Ansprache ebenfalls ein und hob das militärische Ungleichgewicht zwischen den Houthis und den Agressoren hervor

“Eine schiere Organisation im Jemen bäumt sich gegen sie auf, und ist angesichts ihrer höchstentwickelten Militärausrüstung siegreich hervorgetreten. Was haben sie über die vergangenen vier Jahre erreicht? Sie haben dem Roten Meer- welches ein sicheres Gewässer war- seine Sicherheit entzogen. Sie ließen Saudi-Arabien und seine Hauptstadt Riad unter Beschuss geraten – was in 100 Jahren nicht eine einzige Rakete auf sich abfeuern sah.”

“Trump! Es ist ihnen nicht gestattet unserer Nation und unserem Präsidenten zu drohen…Sie sollten wissen worüber sie sprechen. Fragen sie ihre Vorgänger und lernen sie aus deren Erfahrungen.”

Der unbewanderte Donald Trump der kaum mit der Geschichte des Irans vertraut sein dürfte, hat mit seiner losgetretenen Anti-Iran Lawine, die Büchse der Pandora geöffnet. Die Verlautbarungen des IRGC-Generals dürften klar gestellt haben, das der Iran bis zum letzten Bluttropfen kämpfen wird, sollte es zu einer immer wahrscheinlicheren US-Intervention kommen. Sollten die USA einen Stellvertreter akkreditieren um die Dreckarbeit zu erledigen, sollte bedacht werden das ein militärisch viel schwächerer Iran einen 8 jährigen Krieg gegen seinen von den USA aufgehetzten Nachbarn Irak überstanden hat, und seit dem Ende dieser Konfrontation ab 1989 massiv aufrüstete. Also fast dreißig Jahre lang.

Teheran hat sich jahrelang militärisch vorbereitet, um jedweder US-Aggression entgegenzuwirken. Ein kurzes rein raus wird es im Iran nicht geben. Falls es zu einer militärischen Konfrontation zwischen Washington und Teheran kommen sollte, dann wird das ein langwieriger Aufenthalt. Aber darin sind die Amerikaner ja bestens geschult. Endlose Kriege für den militärischen industriellen Komplex.

Verf.R.R.

 

 

 

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