Syrien- In Raqqa werden erneut 1236 Leichname entdeckt- SDF und USA waschen ihre Hände in Unschuld

Im Oktober jährt sich die “Befreiung” des einstigen ISIS-Kalifats Raqqa im Osten Syriens. Die vier Monate lange von der US-geführten Koalition koordinierte Großoffensive gegen den IS hat die gesamte Stadt dem Erdboden gleichgemacht. Laut Angaben des US-Militärs habe die Koalition tausende Luftschläge geflogen und 30 000 Artilleriegeschosse auf die Stadt niederregnen lassen. Trotz der übermäßigen Anzahl der Militärschläge behauptete die US-geführte Koalition das lediglich 23! Kollateralschäden zu vermelden gewesen seien. Amnesty-International stellte die Anzahl der Opfer in Frage und bezeichnete diese als “weder akkurat noch glaubwürdig oder ernsthaft”. Der ruinöse Zustand Raqqas decke sich nicht mit den Verlautbarungen der Koalition, so Amnesty.

Die Vereinigten Staaten haben alles dafür getan um Raqqa von der Landkarte zu tilgen, doch bisher keinen Finger gerührt um das von ihnen angerichtete Desaster zu beheben. Kurdische US-gestützte Milizen die sich zu einem obskuren Bund namens Syrisch Demokratische Kräfte (SDF) zusammenschlossen, fungierten als Infanterie bei der “Erstürmung” Raqqas und ließen sich seither als Besatzer in der Stadt nieder. Die SDF haben es aufgrund ihrer separatistischen und föderalistischen Ambitionen offenbar in Kauf genommen eine Ruine zu verwalten, und scheinen nicht in der Lage zu sein einen Hauch von reanimierenden Maßnahmen zum Wiederaufbau zu bewerkstelligen.

Auf den Ruinen Raqqas tanzten die SDF-Terroristen und feierten damals ihren Phyrussieg vor der Weltöffentlichkeit. Nur darauf erpicht einen demographischen Wandel in der Stadt beizubehalten, scheint sich der US-Lakaie inmitten tausenden von verschütteten Leichnamen und der Postapokalypse wohl zu fühlen.

Genauso wie die USA scheren sich die SDF einen Dreck um den Zustand der Stadt, da der Status Quo die geflohenen indigenen Einwohner davon abhält zurückzukehren. Die iranische Nachrichtenagentur FARS-News berichtete jüngst unter Berufung auf arabische Medien und Quellen in Raqqa das 1236 Leichname in drei Massengräbern vorgefunden worden seien. Laut dem arabischen Al-Watan online-Nachrichtenportal sollen die 1236 Zivilisten die angeblich durch Militärschläge der Koalition und von US- gestützten Terroristen getötet wurden, aus Massengräbern im Panorama und al-Rashid Sportstadium und dem Zoo in Raqqa City ausgehoben worden sein. Die kürzlich entdeckten sterblichen Überreste seien von US-Luftschlägen und Angriffen der SDF getötet wurden, so das Portal.

Das russische Verteidigungsministerium hob die Parallelen der Zerstörung Raqqas zur Ebnung der deutschen Stadt Dresden hervor, die im 2.Weltkrieg als Nazi-Hochburg galt und unter dem Bombardement der Alliierten fast vollständig vernichtet wurde. Ferner sollte nicht vergessen werden das nachdem die Stadt von den SDF-Kräften umzingelt wurde, das Gros der in Raqqa ansässigen ISIS-Kämpfer sich gestellt hatte, und tausende Militante die Genehmigung erteilt bekamen samt ihren Familien abzuziehen. Diese US-gestützte Horde von IS-Mitgliedern tauchte dann auf wundersame Weise an der Front der syrischen Armee in der Stadt Deir-Ezzor auf, und ließ sich dort nieder bis sie endgültig von Regierungskräften und syrischen Soldaten eliminiert oder gefangen genommen wurden.

Die SDF und ihr amerikanischer Rücken haben stets nur vorgegeben den Islamischen Staat zu bekämpfen, um ihre illegitime Präsenz in Syrien halbwegs zu rechtfertigen. Momentan gehen die SDF-Kräfte angeblich gegen die ISIS in einem Gebiet östlich des Euphrats vor das an der syrisch/irakischen Grenze liegt. Mit der Unterstützung von US-Kampfflugzeugen sollte man meinen das die SDF in der Lage sein müssten die Jihadisten in der Unterzahl auf schnellstem Wege auszumerzen. Dem ist nicht so und die Alibi-Offensive gegen den IS gerät mysteriöserweise stetig ins Stocken. Wirkliche Offensiven gegen Terror-Fraktionen sind derweil im Süden Syriens zu beobachten, wo die SAA innerhalb von einem Monat fast die gesamte Region von Terroristen gesäubert hat.

Was die SDF und die USA in Monaten nicht auf die Reihe bekommen erledigen die syrischen Regierungskräfte und ihre Alliierten in Tagen und Stunden. Was deutlich aufzeigt wer mit entsprechender und angemessener Härte gegen Jihadisten in Syrien vorgeht. Nachdem der IS “verdeckt” aus der Gefahrenzone in Raqqa eskortiert wurde und sich nur noch ein geringer Teil der Islamisten in der belagerten Stadt befand, bombardierte die US-geführte Koalition die Stadt weiter als gäbe es kein morgen mehr.

Die Einwohner Raqqas sind der Präsenz der US und SDF überdrüssig geworden und tun ihren Unmut auf Protestenkund, die jedoch zumeist umgehend nach Entfaltung von den SDF-Sicherheitskräften aufgelöst werden. Die Syrisch Demokratischen Kräfte (SDF) signalisierten kürzlich in Aussicht zu stellen Raqqa an die syrische Regierung zu übergeben, und der politische Arm der kurdischen Miliz erklärte sich sogar dazu bereit in Städten die unter der Kontrolle von Damaskus stehen Diensstellen zu eröffnen. Diese Entwicklungen hängen mit der Verbannung der kurdischen YPG aus Manbij zusammen, die sich vergangenen Monat zutrug und dazu führte das die USA ihren NATO-Alliierten die Türkei zur Besatzung der Stadt mit ins Boot holten.

Wie weit sich die US-gestützte Miliz aus dem Fenster lehnen, und sich gegen die Direktive ihres Gönners sträuben wird, wird sich zeigen. Unabhängig davon sollten die Aufschreie der Bevölkerung nicht unterdrückt werden und die syrischen Kurden dazu bewegen die besetzten Gebiete an den rechtmäßigen Verwalter zu übergeben. Schließlich ist Syrien auch ihre Heimat! Und sollten sie nicht als Hochverräter in die Analen eingehen wollen, sollten sie sich dem Willen des syrischen Volkes beugen, die Kooperation mit den USA und der ISIS einstellen und nur darauf hoffen je wieder in der Mitte der Gesellschaft akzeptiert zu werden. Denn wer sich in seinem eigenen Land so aufführt und mit Feinden paktiert, der darf sich nicht wundern lange gemieden zu werden.

In einem Bericht von dem russischen Nachrichtensender RT wurde die desaströse humanitäre Lage in Raqqa thematisiert.

Verf.R.R.

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