“Gipfelstürmer”-Trump trifft auf Putin in Helsinki- Mainstream Medien in Panik-Modus

Es ist vollbracht! Donald Trump und Vladimir Putin haben sich planmäßig am Montag in Helsinki getroffen. Bereits im Vorfeld des Gipfels gerieten westliche Mainstream-Medien und Politiker in Panik, und skizzierten erwartungsgemäß die “wahrscheinlich” negativen Auswirkungen der russisch-amerikanischen Annäherung.

Die Krim, “russische Kollusion”, Syrien der Iran. Die Schwerpunkte die letztlich den Diskurs zwischen den beiden Staatspräsidenten bestimmten sollten, wurden vom Westen fadenscheinig propagiert um die russische Dämonisierung ja nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Die US-Medien versuchten ihren Commander in Chief  Trump wochenlang einzureden, welche Haltung er doch einzunehmen habe wenn er auf sein russisches Gegenüber treffe. Vor allen sollte er Putin ja bloß bezüglich der angeblichen Einmischung in die US-Präsidentschaftswahlen zur Rechenschaft ziehen, und ja nicht die Einverleibung der Krim akzeptieren.

Sämtliche Vorstellungen wie sich Trump zu betagen habe wurden dem US-Präsidenten von den Kritikern des Gipfels nahegelegt. Da Donald Trump aber bekanntermaßen hin und wieder nicht so spurt wie es der Mainstream von ihm erwartet, ahnte man bereits das sich das Treffen nicht so erwartungsvoll gestalten würde. Und so kam es dann auch.

Nachdem sich die jeweiligen Präsidenten samt ihren Delegationen in Helsinki für mindestens 4 Stunden hinter verschlossene Türen begaben, traten beide anschließend auf einer gemeinsamen Pressekonferenz auf.

Trump und Putin erörterten ohne Bekanntmachung jedweder Festlegungen oder Vereinbarungen ihre Standpunkte zu den Themen die derweil die Welt bewegen, und die Interessen der beiden Staaten aufeinanderprallen lassen.

Hier und da ließen die beiden Spitzendiplomaten durchscheinen, das es womöglich zu gewissen Einigungen gekommen sei. In Bezug auf Syrien ließ der russische Präsident verlauten, das die gegenwärtige Großoffensive im Süden des Landes dazu führen sollte, das zwischen Israel und Syrien das 1974 gemeinsam beschlossene Friedensabkommen wieder zum tragen kommt, das nach der völkerrechtswidrigen Annektierung der Golan-Höhen in Kraft trat.

Ferner äußerte Putin das trotz verschiedener Ansichten, es im Interesse beider Staaten liege, das die desaströse humanitäre Lage in Syrien bewältigt werde. Im Hinblick auf die Torpedierung des JCPOA-Atomabkommens mit dem Iran untermauerte Putin die ursprüngliche Position Russlands, das wie gehabt hinter dem Nuklear-Deal stehe und den Iran als einen Alliierten sehe.

Im Allgemeinen stehe nach der Auffassung Putins trotz der offensichtlichen Differenzen beider Länder, einer gemeinsamen Kooperation nichts im Wege. Diese sollte sich vorwiegend auf die gravierenden globalen Probleme beschränken, wie die Terrorismusbekämpfung und Nichtverbreitung von Atomwaffen.

Vladimir Putin hob ferner hervor, das nach den brachialen Einbruch der amerikanisch-russischen Beziehungen die ersten Schritte aufeinander zu, positiv zu beurteilen seien.

Dem fiel der US-Präsident während seiner kurzer ausfallenden Stellungnahme bei. Trump betonte das es an der Zeit sei wieder Diplomatie walten zu lassen, da die beiden größten Nuklearmächte der Welt Gespräche miteinander führen sollten. Zudem äußerte Donald Trump das er schwerwiegende außenpolitische Entscheidungen nicht treffen werde, um die Medien oder gegnerische politische Lager zu besänftigen.

Konstruktiver Dialog zwischen Russland und den USA ebne den Weg zum “Weltfrieden”, so Trump. Zuvor merkte der US-Präsident an das die Beziehungen zwischen den beiden Nuklearmächten ihren Tiefpunkt erreicht hätten, dies jedoch von nun an der Vergangenheit angehöre. Ferner dementierte Trump abermals das es eine “russische Kollusion” gegeben habe, hob hervor das er die US-Präsidentschaftswahl rechtmäßig gewonnen habe und das dies kein Ergebnis jedweder Beeinflussungen des Wahlkampfs gewesen sei.

Dieses Thema bestimmte auch die anschließende Befragung durch Journalisten. Die westliche korporative mediale Meute konnte es kaum erwarten die angeblich durch alle geheimdienstlichen US-Behörden bestätigte russische “Wahlbeeinflussung” aufzuwerfen.

Diesbezüglich argumentierte der russische Präsident, das es keinen Beweis für diese Behauptungen und Vorwürfe gäbe. Es sei absurd anzunehmen das die beiden Männer vor dem Amtsantritt Donald Trumps je in Kontakt gestanden hätten. Und ja, die russische Bevölkerung tendierte zu den einem Kandidaten, da dieser während seines Wahlkampfes offenkundig die Meinung vertrat, das es von Vorteil wäre eine Besserung der russisch/amerikanischen Beziehungen anzustreben. Dem fügte Putin hinzu das er persönlich wollte das Trump gewinnt.

Der US-Präsident führte an das er dem Dementi Putins nichts mit der vorgeblichen “Wahlbeeinflussung” der US-Präsidentschaftswahlen zu tun gehabt zu haben, glauben schenke.

Putin erläuterte das er dank seiner bekanntlichen Beschäftigung beim Geheimdienst vermöge zu wissen, wie nachrichtendienstliche Dossiers verfasst würden. In demokratischen Staaten entscheide das Gericht über die Schuldigkeit eines mutmaßlichen Täters, und nicht die Nachrichtendienste.

In einer anderen Welt hätte man annehmen können das weit gravierendere Themen Fragen beinhalten, die es wert wären gestellt zu werden. Aber nicht in dieser. “Kollusion” und “Wahlbeeinflussung” bestimmten die Pressekonferenz. Absurdistan!  Die Reaktionen der westlichen Mainstream-Medien auf den Gipfel fielen durchwegs negativ aus. Hierzulande schrieb Spiegel online:

Großes Thema der Pressekonferenz aber waren Russlands Angriffe gegen die Präsidentschaftswahl 2016. Trump weigert sich bis heute, diese Tatsache anzuerkennen – obwohl sein ranghöchster Spion, der Nationale Geheimdienstkoordinator Dan Coats, erst am Freitag genau das noch einmal bestätigt und dringend vor einer weiteren Einmischung Russlands gewarnt hatte. Trump aber bekräftigte, er glaube nicht seinen Nachrichtendiensten, sondern dem Mann, der neben ihm hinter dem Pult stand: “Präsident Putin war stark und überzeugend in seinem Dementi heute.” Damit scheint das Thema für ihn erledigt zu sein.

Für Trump ist die Frage von Russlands Einmischung in den Wahlkampf nichts weiter als eine Abwägung zwischen zwei gleichberechtigten Seiten. Er hat sich für Putin entschieden, und darin liegt der Skandal. Die Frage ist: Wozu konnte ihn Putin hinter verschlossenen Türen noch überzeugen?

Die Zeit im ähnlichen Tonfall:

In Helsinki kamen zwei Präsidenten zusammen, die sich im Grunde einig sind: Russland soll versucht haben, die US-Wahl zu manipulieren? Das nennen Trump wie Putin gern Fake News. Obwohl sie es besser wissen: der eine, weil er dafür bloß die Arbeit der US-Geheimdienste und Ermittler einmal ernst nehmen und den Experten Glauben schenken müsste; der andere, weil nach ebenjenen Erkenntnissen der Ursprung dieses Angriffs im Kreml liegt.

Doch Trump bleibt in der gemeinsamen Pressekonferenz nach dem Gipfel unbeirrt bei seiner Linie. Die Einmischung in die Wahl habe man sehr ausführlich diskutiert, berichtet der US-Präsident da. Nur um trocken wiederzugeben, Putin habe die Angriffe wieder sehr deutlich dementiert. Wem soll man da auch glauben? “Ich habe Vertrauen in beide Seiten”, sagt Trump. Das kann nur heißen, es ist ihm eigentlich egal. Was ihn wirklich interessiert, ist wieder einmal nur das eine: “Wir haben einen brillanten Wahlkampf geführt, und deshalb bin ich Präsident.” Die schwerwiegenden Vorwürfe gegen Russland sind für Trump kein Konflikt, den er mit Putin wirklich austragen müsste – ihm geht es nur um den Schatten, den sie auf ihn werfen können. Da ist sie wieder, die Hexenjagd.

Und die Bild im gewohnten Hinterhof-Jargon:

Eine heftige Watsche: McCain ist der Ansicht, Trump sei weder in der Lage gewesen, Putin die Stirn zu bieten, noch habe er das offensichtlich überhaupt jemals gewollt. Zu lasch, zu weich, zu unterwürfig!

Und mit dieser Meinung ist McCain nicht allein. Dass die oppositionellen Demokraten Trump in die Mangel nahmen und ihm „Gedankenlosigkeit und Schwäche“ sowie ein Handeln am „Rande des Hochverrats“ vorwarfen – kein Wunder. Auch CNN-Moderator Anderson Cooper – schon immer ein Trump-Gegner – fand ähnlich drastische Worte wie McCain.

Bemerkenswert aber: Die eigenen Leute gingen ebenso gegen Trump in die Vollen. Der Trump nahe stehende Sender „Fox News“ fasste die Kritik so zusammen: „beschämend, schändlich, verräterisch“.

Die Falken und Kriegstreiber in Washington waren natürlich bestürzt über das diplomatische Auftreten ihres Präsidenten, was diesen inzwischen dazu bewegte von seiner ursprünglichen Ansicht hinsichtlich “russischer Interferenzen” abzuweichen, und einzuräumen das Russland wahrscheinlich doch Dreck am Stecken habe.

Nichtsdestotrotz ist von “Hochverrat” die Rede gewesen. Selbst vom Totenbett aus schalteten sich US-Abgeordnete ein, um ihren Senf dazuzugeben. Im vergangenen Jahr waren die westlichen Medien noch so schockiert über Trumps Kanonenbootpolitik vis a vis Nord-Korea, das er mit “Feuer und Wut” entgegnen wollte. Heute rühren dieselben Kritiker die Kriegstrommel, und kritisieren diplomatische Vorstöße des US-Präsidenten. Kognitive Dissonanz wie sie im Lehrbuch steht.

Eine Schande für die amerikanische “vierte Gewalt” nach solch einem historischen Treffen in solch turbulenten Zeiten, nur auf einer angeblichen und bisher nicht bewiesenen “Wahlbeeinflussung” und “Kollusion” zu beharren, und keine brennenden Themen anzuschneiden.

Apropos Interferenzen! Die USA sind der führende Initiator von Regime-Changes und Umstürzen weltweit. Demnach ist die überspitzte und hysterische Theatralik der Amerikaner einfach nur lächerlich.

Libyen, Irak, Iran,  Syrien Afghanistan, Venezuela, Panama, Nicaragua, Vietnam, Japan, Kuba, Ukraine, Jemen etc. Alles Staaten die unter die Räder der alles zermahlenden “humanitären Demokratie-Maschine der USA gerieten, und mittels Kriegen, Umstürzen und importierten Revolutionen ins Chaos gestürzt wurden. Mit so einem Portfolio sollte man mit Kritik vorsichtig umgehen. Aber Hey das sind die Vereinigten Staaten die mittels Lügen in endlose Kriege ziehen, und den Westen mit Amnesie anstecken. Nach dem Motto Heute gebombt, morgen vergessen.

Daher sind die “moralischen” Aufschreie der westlichen Führungspersönlichkeiten in Bezug auf die russische Einflussnahme pure Diskrepanz. Unabhängig davon werfen die Reaktionen der Kritiker des Gipfels Fragen auf, wie diese Elemente gedenken die Beziehungen mit Moskau weiterzuführen? Außer Konfrontation und Eskalation ist scheinbar nichts vorgesehen. Was eindeutig darlegt das es schon lange nicht mehr um Diplomatie geht.

Die US-Mainstream Medien würden die Kuh am liebsten bis zum Tage des jüngsten Gerichts melken. Schließlich steigern die russophoben Schlagzeilen wenigstens ein bisschen die Einschaltquoten. Und nun hat der Trump-Putin-Gipfel den Presstituierten  genug Munition gegeben, um für mindestens einen Monat über nichts anderes mehr zu berichten.

Verf.R.R.

 

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