Erdogan ist besorgt um die Jihadisten im Norden Syriens

Der rapide Untergang von Terroristen in Süd-Syrien signalisiert der Türkei das die derweil von Ankara bevorzugte Lage im Norden des Landes sich ihrem Ende zuneigt. Diese Botschaft scheint nun auch bei dem türkischen Präsidenten, Recep Tayyip Erdogan, angekommen zu sein, der laut einer Quelle in einem Telefongespräch mit seinem russischen Amtskollegen, Vladimir Putin, seine Besorgnis hinsichtlich einer imminenten Militäroperation in Idlib bekundete, wie das Nachrichtenportal Southfront unter Verweis auf Reuters mitteilte.

“Präsident Erdogan hob hervor das die Angriffe auf Zivilisten besorgniserregend seien und äußerte das wenn das Damaskus-Regime auf dieselbe Weise Idlib unter Beschuss genommen hätte,  der Kern des Astana-Abkommens völlig dahin sein könnte, “ so die Quelle laut Reuters.

Das Portal merkte diesbezüglich an das Ankara trotz der “Beteiligung” an dem Astana-Abkommen, und der darauf basierenden Bekämpfung radikaler Terroristen-Gruppierungen, keine wirklichen Anstalten mache um in der von der Türkei kontrollierten Deeskalationszone in Idlib Jihadisten auszumerzen oder zu expellieren.

Ankara untermauert abermals das es den Status-Quo im Norden Syriens bevorzugt, und das es befürchtet das Jihadisten in Syrien bald der Vergangenheit angehören. Die vermeintliche Aussage Erdogans bezüglich der Situation in Daraa, sagt sehr viel über die türkische Agenda aus. Erneut bezeichnet Erdogan die Hayat Tahrir al-Sham, FSA, und ISIS-Terroristen als Zivilisten, gegen die die syrische Regierung gezielte Angriffe durchführe.

Die gegenwärtige Großoffensive im Süden ist gegen alle dortig ansässigen Terror-Verbände gerichtet, und nicht gegen die Zivilbevölkerung. Ohnehin kommt bei dem türkischen Präsidenten das Wort Terrorist nur in Verbindung mit kurdischen Milizen über die Lippen. Ansonsten spricht Erdogan von der “Opposition” und “Rebellen” aka. Al-Qaida und Islamischer Staat.

Ankara wird derweil aufgezeigt das sich seine gestützten Jihadisten im Norden nicht mehr sicher fühlen können. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der gesamte Süden wieder unter der Kontrolle von Damaskus steht. Die Türkei hat lange genug Zeit gehabt eine Entscheidung hinsichtlich ihrer terroristischen Stellvertreter zu treffen, und hat es versäumt auch nur eine Auflage des Astana-Abkommens umzusetzen.

Anstatt sich auf waghalsige Abenteuer mit den Amerikanern einzulassen, hätte man gemeinsam mit Russland schon vor geraumer Zeit den Frieden in Syrien einkehren lassen können. Die türkische Besatzung mittels Dutzenden militanten Fraktionen im Norden, ist neben der Präsenz der USA östlich des Euphrats das größte Hindernis für den Frieden.

Moskau hat zu etlichen Anlässen betont das die Hayat Tahrir al-Sham ( Al-Nusra, Al-Qaida) die ISIS und alle angehörigen Gruppierungen von jeglichen Beilegungs-Gesprächen und Waffenstillständen ausgenommen sind, und in allen Landesteilen zu bekämpfen sind. Dies war eine Klausel der Astana-Vereinbarung die die Türkei mit unterzeichnete. Also worüber beschwert sich Erdogan. Er hat eingewilligt die besagten Terror-Verbände in allen Landesteilen Syriens zu bekämpfen! Wo bleibt dieser Beitrag seitens Ankara?

Zu den “moderaten Kräften ” sei gesagt, das diese eigentlich ein Mythos sind. Alle in Syrien operierenden NATO/Golf/US-Terroristen, gehören der selben Anti-Assad-Liga an und machen bis dato gemeinsame Sache gegen Damaskus. Wenn sie sich nicht gerade gegenseitig dezimieren, wie derzeitig in Idlib.

Aufgrund der Mutter aller Schlachten in Idlib auf die Gefährdung des Astana-Abkommens hinzuweisen ist überflüssig, da sich Ankara offenbar nicht in der Lage sehen will die HTS und die ISIS aus Idlib zu expellieren oder diese zu extrahieren, und Moskau und Teheran den Job übernehmen müssen. Es ist erheblichst kontradiktiv auf  etwas hinzudeuten, wofür man selbst die Verantwortung trägt.

Gewissenhaft kann man sagen das Moskau, Teheran und Damaskus den Terror-Herd in Idlib in dieser Form nicht bestehen lassen werden, und die Türkei sich allmählich damit abfinden muss, das die von ihr mit unterhaltene und gestützte “Opposition” den Krieg in Syrien verloren hat.

Kaum zu glauben das die syrische Armee nach abgeschlossener Mission im Süden sich nicht in den Norden begeben wird. Von einem militärischen Standpunkt aus schreit Idlib danach befreit zu werden. Der vom Westen ausgeblendete und als “Rebellen-Hochburg” euphemistisch beschriebene Wahabiten-Moloch, ist ein Stein im Schuh für jeden dienenden syrischen Soldaten. Das anstehende alles entscheidende Gefecht werden die syrischen Streitkräfte und die russische Luftwaffe bestimmt nicht länger vertagen. Das Problem in Idlib hat die Türkei lange genug ausgesessen. Jetzt ist es an der Zeit dem Treiben ein Ende zu setzen.

Verf.R.R.

 

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