ÖL als geopolitische Waffe- USA wollen iranische Exporte nullifizieren.

Seit dem Austritt der Vereinigten Staaten aus dem multilateralen Atomabkommen mit dem Iran, verübt die Trump-Administration immensen Druck auf die alliierte Staatengemeinschaft um eine ökonomische Isolation Teherans zu erwirken. Den übrigen Mitgliedsstaaten des JCPOA-Abkommens wurde von den USA nahegelegt bestehende Geschäftsbeziehungen mit dem Iran zu canceln und zukünftige nicht einzugehen, da sie sonst in Gefahr geraten würden sanktioniert zu werden. Die Vasalen der USA die an dem Vertrag mit dem Iran festhalten wollen, werden sich nicht in der Lage sehen den anwachsenden ökonomischen Schaden für Teheran zu kompensieren. Amerikanische und europäische Großkonzerne die nach dem 2016 stattfindenden Vertragsabschluss erneute Kooperation mit Teheran anstrebten, haben bereits angekündigt aus den gemeinsamen Projekten aussteigen zu wollen. Überdies haben die USA den iranischen Tourismus anvisiert. Diverse Fluglinien sind aufgrund der Androhung Washingtons auf den Zug aufgesprungen, und kündigten an zukünftig keine iranischen Städte mehr anzufliegen.

Doch insbesondere haben es die Amerikaner auf die Erdöleinnahmen Irans abgesehen. Nach dem US-Außenministerium beabsichtige Washington die Einkünfte Teherans aus diesem Sektor zu nullifizieren.

Diesbezüglich ergreift der US-Präsident fragwürdige Maßnahmen, und forderte kürzlich von der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) die “Manipulation der Ölmärkte” einzustellen und übte Druck auf Saudi-Arabien aus die Produktion anzukurbeln, um die niedrigeren Exporte des Irans zu kompensieren. Donald Trump bestand während eines Gesprächs mit seinem Sprachrohr FOX-News darauf, das das wahabitische Königreich mehr Erdöl zu fördern habe, da der Iran der offensichtliche Erzfeind Saudi-Arabiens sei. Washington umsorgt das der aufgrund der verhängten US-Sanktionen entstehende Mangel an iranischem Erdöl den Preis in die Höhe schießen lässt, da die hohe Nachfrage bereits jetzt kaum zu decken ist. Die Trump-Administration hat bisher keinen Plan vorgelegt wie sie alle iranischen Ölexporte stoppen will. Wahrscheinlich erwägt man dies ebenfalls mittels Sanktionen, die über Käufer iranischen Öls verhängt werden sollen. Der iranische Präsident Hassan Rouhani zweifelte das US-Vorhaben jüngst an RT dazu:

Rohani teilte dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) Yukiya Amano während eines Treffens mit, dass Teheran sich das Recht vorbehalte, “neue Entscheidungen” zu treffen, die darauf basieren, ob der Iran nach dem einseitigen Rückzug der Vereinigten Staaten aus dem Abkommen vom Mai 2015 noch von dem Atomabkommen profitieren kann.

Teheran kündigte am Mittwoch an, dass es nur Waren von Nationen kaufen werde, die auch iranisches Öl kaufen. Die Politik wird wahrscheinlich dazu beitragen, die Länder davon abzuhalten, sich an den ehrgeizigen Plan der USA zu halten, alle iranischen Ölexporte zu stoppen. Rohani nannte das Vorhaben der Trump-Regierung eine “Fantasie”.

“Das sind übertriebene Aussagen, die niemals umgesetzt werden können”, sagte Rohani am Dienstag nach Gesprächen mit Schweizer Regierungsvertretern in Bern.

Ein solches Szenario würde bedeuten, dass die USA ihre imperialistische Politik unter flagranter Verletzung des Völkerrechts durchsetzen.”

Indes schalteten sich die Iranischen Revolutionsgarden ein und warnten die Strasse von Hormus zu blockieren, um alle Öllieferungen aus dem Persischen-Golf einzudämmen, sollte die Attitüde vis a vis Iran beibehalten werden. Woraufhin Washington stolz beschwörte dies mit allen Mitteln zu unterbinden, um “die Seelinien offen zu halten”.

Das die USA den Iran als ihr nächstes Ziel für einen Regime-Wechsel ausgemacht haben, dürfte spätestens seit dem Amtsantritt Donald Trumps allseits bekannt sein. Eine US-Militärintervention wird von vielen Experten und Beobachtern nicht mehr ausgeschlossen. Derweil versucht man den Iran in die Knie zu zwingen, wie man den Irak unter Saddam Hussein mittels Sanktionen zum einknicken bringen wollte. Der Irak beugte sich damals dem monetären Druck nicht, und musste dafür einen hohen Preis zahlen. Eine halbe Million Minderjährige ließen damals ihr Leben. Die damalige US-Außenministerin, Madeleine Albright, äußerte das es das wert war.

Die Sanktionen hatten trotz alledem nicht den erwünschten Effekt für die USA und Saddam wurde 2003 aus dem Weg geräumt. Im Iran sollen dieselben Vorkriegszustände wie im Irak initiiert werden um einen Brutkasten für eine terroristische Unterwanderung zu kultivieren. Die zwei wahrscheinlichsten Szenarien die die USA in Aussicht haben um einen Regime-Wechsel im Iran durchzuführen sind eine terroristische Unterwanderung unter dem Deckmantel einer Revolution oder ein direkter militärischer Angriff. Die Testphase der ersten Version ist bereits von den USA in die Wege geleitet worden. In diesem Jahr brachen gewaltsame Proteste im Iran aus die nach Ermessen der USA in einen bewaffneten Konflikt münden sollen der einen Widerstand hervorbringt der mittels importierten Terrorismus die iranische Regierung stürzen soll. Die humanitäre Demokratie-Maschine ist ein nicht zu bändigendes Biest, das von den USA entfesselt wird sobald sich Staaten nicht devot der Doktrin Washingtons fügen. Alle Register werden gezogen um die US-Hegemonie weltweit aufrechtzuerhalten. Der Iran ist der größte Dorn im Auge der Vereinigten Staaten, und soll allem Anschein nach alsbald entfernt werden.

Verf.R.R.

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