Novitschok 2.0!

Novitschok ist zurück! Man mag es kaum glauben, doch es gibt laut britischen Behörden erneut zwei Opfer die angeblich mit dem Nervenkampfstoff in Berührung gekommen seien.  Die Zeit dazu:

Am vergangenen Samstag waren ein Mann und eine Frau bewusstlos in einem Haus in Amesbury gefunden worden, das etwa zwölf Kilometer von Salisbury entfernt liegt. Wie die Polizei mitteilte, werden die beiden etwa 40-Jährigen nun wegen “mutmaßlichen Kontakts mit einer unbekannten Substanz” im Krankenhaus in Salisbury behandelt.  

Im März waren Teile der Innenstadt von Salisbury abgeriegelt worden, nachdem der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julija dort mit dem Kampfstoff Nowitschok vergiftet worden waren. Der Fall machte weltweit Schlagzeilen und löste eine diplomatische Krise zwischen Großbritannien und Russland aus. 

Als die Nachricht von dem Vorfall in den Medien durchbrach hatte man auf Anhieb ein ungutes Gefühl und erahnte schon wo die Geschichte hinführen wird. Der Verdacht wurde umgehend bestätigt und wir befinden uns erneut in der Novichok-Saga. Die Reaktionen der britischen Leitmedien und der Regierung, fielen erwartungsgemäß aus. Russland solle bezüglich des bisher noch ungeklärten Falls Stellung beziehen, hieß es. Der britische Innenminister Sajid Javid argumentierte während einer Sitzung im britischen Unterhaus das Moskau dafür zuständig sei den Vorfall in Amesbury zu klären RT dazu:

Indes gaben die britischen Behörden bekannt das sie nicht davon ausgehen würden, das auf die beiden Opfer ein direkter Anschlag verübt worden sei, sondern sie mit einem bisherig unbekannten kontaminierten Gegenstand in Berührung gekommen seien. Das eines der Opfer als Heroinsüchtiger registriert ist, sollte anmuten das dieses mit einem kontaminierten Ampullen oder Spritzen-ähnlichen Gegenstand in Kontakt gekommen sei. Möglicherweise sei dies der angeblich von Ermittlern nicht aufgefundene Giftbehälter gewesen, der das Novitschok beinhaltete das den Skripals in Salisbury verabreicht worden sei hieß es.

RT dazu:

Das drogensüchtige Paar hatte nach derzeitiger Informationslage am vergangenen Freitag die „Königin Elizabeth Gärten“ besucht, dort waren am 4. März auch die Skripals zusammengebrochen. Allerdings soll nach britischen Medienberichten genau dieser sensible Ermittlungsbereich um die Parkbank herum von Sicherheitskräften nach dem Skripal-Vorfall weder durchsucht, noch abgesperrt noch gesäubert worden sein

 

Die Parallelen die unmittelbar nach Bekanntwerden des Zustands der beiden Opfer mit dem ursprünglichen Novitschok-Fall gezogen wurden, zielten darauf ab den inzwischen aus den Medien verdrängten Mythos um ein Nervenmittel neu entflammen zu lassen. Das britische Außenministerium sprach sogar von einem “Terrorakt” und “Kriegsverbrechen”, da der Kreml dafür verantwortlich sei einen kontaminierten Gegenstand nach dem verübten Mordanschlag an dem Doppelagenten Sergei Skripal und seiner Tochter Julia, wissentlich zurückgelassen zu haben.Was wiederum zur Lebensgefährdung der aktuellen Novitschok Opfer geführt habe. Das die in Verruf geratene Forschungseinrichtung Porton Down bestätigte das es sich angeblich um den Nervenkampfstoff handele, macht die ganze Geschichte nicht glaubwürdiger. Schließlich konnte Porton Down schon im Skripal-Fall kein Licht ins Dunkle bringen und keinen Beweis für eine Täterschaft Russlands vorlegen.

Das Timing des höchst mysteriösen Vorfalls in Amesbury lässt mutmaßen, das nachrichtendienstliche Elemente aktiviert worden sind um eine neue medial getragene Kampagne entbrennen zu lassen, die darauf abzielt den Kreml zu dämonisieren. Inmitten der in Russland ausgetragenen Fußballweltmeisterschaft und im Vorfeld des Putin-Trump-Gipfels tauchen aus heiterem Himmel zwei Opfer auf, die der britischen Regierung die Möglichkeit bieten die ganze Novitschok-Legende neu aufzurollen, um die Öffentlichkeit an die “malignen Aktivitäten” Moskaus zu erinnern.

Dazu kommt das rein zufällig jedesmal wenn Moskau und Damaskus einen weiteren von Groß-Brittanien mitgeförderten und kultivierten Terror-Herd in Syrien ausmerzen, der Westen Szenarien aufbietet um der Russischen Föderation diplomatisch Steine in den Weg zu legen. Vor vier Monaten inmitten der Befreiung des syrischen Doumas, kamen die Skripals als Propagandawerkzeug ins Spiel, was darin resultierte das solidarisch mehrere NATO-Staaten russische Diplomaten auswiesen und die britische Regierung Sanktionen über Moskau verhängte.

Derweil zerlegen russische und syrische Militärkräfte die Al-Qaida und ISIS im Süden des Landes. Das von Terroristen besetzte Gouvernement Daraa steht kurz vor der Rückeroberung durch die Syrische Armee (SAA), und erneut gibt es zwei “Novitschok-Opfer”. Und täglich grüßt das Murmeltier. Ferner soll die von den korporativen Leitmedien verbreitete Novitschok-Legende den anstehenden Putin-Trump-Gipfel überschatten. Die beiden Staatsoberhäupter werden aller Voraussicht nach am 16.Juli in Helsinki zusammentreffen. Das die britische Regierung wieder Maßnahmen ergreifen wird, um von Moskau vehement zurückgewiesene medial transportierte und  unbewiesene Vorwürfe und Behauptungen zu vergelten, liegt auf der Hand. Bereits jetzt ist abzusehen das der Kurs Londons auf Konfrontation gestellt ist. Bleibt abzuwarten welche Ausmaße der neu aufgelegte Novitschok-Thriller annehmen wird.

Verf.R.R.

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