Terror-Report Idlib- 6.6.2018 -HTS in Bedrängnis

Im Jihadi-Paradise Idlib ging es in den vergangenen Tagen wie gehabt heiß her. Die fortlaufende Anschlagswelle auf militante Kommandeure reißt nicht ab. Laut Al-Masdar-News (AMN) sei in dieser Woche auf einen saudischen Kommandeur der Hayat Tahrir al-Sham (HTS, Al-Nusra, ) im ruralen Idlib ein Mordanschlag verübt worden. Abu Mohammad ‘Abdallah sei im östlichen Teil der Ortschaft Ma’arat Al-Nu’man unterwegs gewesen, als unbekannte Angreifer das Feuer auf sein Fahrzeug eröffnet haben sollen. Der HTS Kommandeur sei auf der Stelle tot gewesen, hieß es. Indes meldete die iranische Nachrichtenagentur FARS-News das der Mufti der HTS Abu Mazen al-Homsi auch in Ma’arat Al-Nu’man ermordet worden sei.

Am 5.Juni hätten HTS-Sicherheitskräfte ein ISIS-Militärcamp in dem Dorf  Kefir Hind an der türkisch/syrischen Grenze attackiert, hieß es in einem Bericht von dem Nachrichtenportal Southfront der sich auf die HTS-Nachrichtenagentur Ibaa berief. Nach 12 stündigen Gefechten soll das Militärcamp von der HTS übernommen worden sein. 22 ISIS-Kämpfer seien dabei getötet worden , so das Portal.

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Die ISIS war nicht die einzige rivalisierende Terroristen-Fraktion mit der die Hayat Tahrir al-Sham aneinander geriet. Nach dem Nachrichtenportal Al-Masdar-News (AMN)  habe die militante Gruppierung Jaysh Al-Ahrar in der Stadt Zardana versucht, zwei Checkpoints zu errichten. Woraufhin die HTS einen Angriff durchgeführt habe, um das Vorhaben zu unterbinden. Infolgedessen soll es zu heftigen Zusammenstößen zwischen den Parteien gekommen sein. Die Jaysh Al-Ahrar soll dennoch den kürzeren gezogen haben, und aus Zardana verdrängt worden sein, hieß es.

Ferner habe ein weiterer konkurierender abtrünniger Klon der HTS, dem dominierenden Al-Qaida Ableger in Idlib schwere Stunden bereitet, wie das russische Nachrichtenportal Rusvesna unter Berufung auf eigene Quellen berichtete. Demnach sollen Mitglieder der Ahrar al-Sham der russischen Luftwaffe Koordinaten eines in Idlib ansässigen HTS-Waffendepots übergeben haben. Laut dem russischen Portal hätten die russischen Kampfflugzeuge eine Fabrik zur Herstellung von Mörser- und Artillerieraketen vernichtet, sowie Depots in denen Sprengstoff und Granaten gelagert gewesen sein sollen. Rusvesna veröffentlichte ein Video das den Luftangriff auf das HTS-Waffendepot veranschaulicht.

Wie aus den diversen Berichten oben hervorgeht, ist die Hölle im Jihadisten-Paradies Idlib los. Verrat, Intrigen und Mordanschläge sind zum Alltag geworden. Dieser Tage lebt es sich schwer als Terrorist im Norden von Syrien. Jeder Tag könnte der letzte sein. Die Gefahr scheint hinter jeder Ecke zu lauern. Aus Sicht der syrischen Regierung erfüllt sich das beabsichtigte Szenario. Terroristen dezimieren sich bevor der letzte Showdown in Idlib stattfinden wird.

Verf.R.R.

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