USA und Türkei treffen Vereinbarung bezüglich Manbij- YPG verkündet Abzug

Umgehend nach dem das US-Außenministerium am 4.Juni in einer Stellungnahme bestätigte das die NATO-Alliierten Türkei und USA ein Abkommen bezüglich der Präsenz kurdischer Milizen im syrischen Manbij getroffen haben, verkündeten die Volksverteidigungseinheiten (YPG) das sie die Stadt in Nord-Syrien verlassen würden.

Genaugenommen ließ die YPG verlauten das sie ihre Militärberater abziehen würde, da wie sie behauptete sich ihre Einheiten bereits im November zurückgezogen hätten, wie Southfront mitteilte. Die Militärberater seien bis jetzt präsent gewesen, da sie dem Manbij Militärrat assistiert haben sollen, hieß es. Der türkische Außenminister, Mevlut Cavusoglu, ließ am 5.Juni diesbezüglich verlauten das sich die YPG aus Manbij zurückziehen würde und zuvor ihre Waffen übergeben müsste. Daraufhin soll sie in die Region östlich des Euphrats transferiert werden. Dennoch äußerte Cavusoglu das die Türkei den Aufenthalt der kurdischen Miliz auch in dieser Region nicht für gutheißen würde. Der türkische Außenminister behauptete das dieser Fahrplan auch östlich des Euphrats umgesetzt werden müsse. Demnach soll Manbij von allen Elementen der YPG gesäubert und von einer neuen lokalen Administration verwaltet werden. Ferner sollen türkische und US-Truppen die Patrouille in der Stadt übernehmen, hieß es. Cavusoglu zufolge werde der gemeinsame Plan in 6 Monaten komplett umgesetzt.

Dies hieße das eine ähnliche Terroristen-Rochade stattfinden würde wie in Afrin. Dort trug sich in sieben Jahren ein zweifacher demographischer Wandel zu. Inmitten des Syrien-Konfliktes nutzten kurdische Terroristen den Vorteil und besetzten Afrin, woraufhin diese zu Beginn des Jahres von türkisch gestützten Al-Qaida Ablegern ersetzt wurden. Offenbar ist für Manbij Ähnliches vorgesehen.

Für die USA ist es im Grunde genommen irrelevant welche Besatzungskraft Manbij übernimmt, solange sie Washingtons geopolitische Interessen in dem Land erfüllt. Ob die Al-Qaida oder die YPG spielt keine Rolle. Beide Parteien sind der syrischen Regierung feindlich gesinnt. Und solange sich die Türkei fleißig daran beteiligt das Land zu zergliedern, soll den Amerikanern dies recht sein. Schwer zu glauben das dies nicht schon lange zuvor von Washington einkalkuliert wurde. Die Türkei tanzt genau den Tango zu dem die USA die Musik spielen. Russland und Iran müsste es inzwischen ebenfalls dämmern das mit der Türkei ein Frieden in Syrien, ein unmögliches Unterfangen ist. Wie lange der Spagat zwischen NATO-Allianzen und Russland und Iran noch gut geht wird die Zeit zeigen.

Verf.R.R.

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