Präsident Assad im Interview mit RT

Der syrische Präsident Bashar al-Assad äußerte während seines Interviews mit dem russischen Nachrichtensender RT das Washington und seine “Marionetten” mit ihrem Versuch Syrien zu zerstören gescheitert seien und das die Vereinigten Staaten letztlich forciert würden aus dem Land abzuziehen. Desweiteren erörterte Assad diverse Themen im Gespräch mit dem RT-Journalisten Murad Gazdiev.

Assad merkte zu Beginn des Interviews an, das sich der Konflikt mit jedem Stück befreitem Territorium langsam dem Ende zuneige. Ohne externe Interferenzen würde der Zeitraum zur Beendigung des Krieges, nicht länger als ein Jahr betragen, so Assad. Nichtsdestotrotz bedeute die Annäherung an den Frieden auch simultan eine gezielte Eskalation seitens der im Westen ansässigen US-geführten Marionetten, und regionalen “Feinde” und “Opponenten” Syriens, die mittels ihrer “Söldner” den Krieg verlängern wollen. Entweder durch die Unterstützung und den Import weiterer Terroristen, oder der Verhinderung des politischen Prozesses, so Assad.

Ferner erläuterte das syrische Staatsoberhaupt in Bezug auf die allumfassende  territoriale Rückeroberung der besetzten Gebiete im Land, das der Krieg die schlechteste Option sei . Hingegen habe man keine andere Wahl außer mit Gewalt gegen Gruppierungen wie die Al-Qaida, ISIS, Al-Nusra und ideologische gleichgeschaltete Ableger vorzugehen, da es unmöglich sei mit ihnen in einen Dialog zu treten. Dennoch deutete der syrische Präsident an das der Versöhnungsprozess, die Lage im allgemeinen zum Besseren gewendet habe.

Bezüglich des überwiegenden Transfers von Terroristen-Gruppierungen nach Idlib äußerte Assad, das die meisten Jihadisten-Fraktionen diese Destination gewählt hätten, was davon zeuge das sie ideologisch mit der Al-Nusra (HTS, Al-Qaida) verwandt seien. Diverse Gruppierungen sollen Idlib bevorzugt haben, da sie denselben “Brutkasten” und dieselbe gewohnte “Atmosphäre” dort vorgefunden hätten.

Assad ging diesbezüglich auch auf den militärischen Aspekt der Ballung von Terroristen im Norden Syriens ein, und erläuterte den ursprünglichen Plan der Jihadisten und ihrer Händler, der darauf hinausgelaufen sei die syrische Armee zu zersplitten um sie an etlichen Fronten im ganzen Land zu beschäftigen. Was laut Assad ein Albtraum für jede Streitkraft sei. Somit sei die Strategie der syrischen Armee gewesen, die beschriebenen Ballungszentren zu schaffen. Schließlich sei es besser an einer handvoll Fronten zu kämpfen, als an Dutzenden oder über Hundert.

Die im Westen propagierte konfessionelle Variable des Syrien-Konfliktes sei nach Auffassung des syrischen Präsidenten ein Plan des Westens gewesen, um ein Zerwürfnis in der Gesellschaft zu schaffen, das einen Bürgerkrieg entfachen sollte. Was die Sache deutlich vereinfacht hätte. Assad zufolge sei diese Agenda fehlgeschlagen. Und der beste Beweis dafür sei die Diversität an Religionen und Ethnien, die in von der Regierung kontrollierten Städten und Regionen vorherrschen. Entsprächen die Vorwürfe und Behauptungen hinsichtlich der Unterdrückung von Sunniten und des Bürgerkrieges der Wahrheit, dann wäre Syrien heute konfessionell zergliedert, so Assad.

Überdies hob Assad hervor das in Bezug auf die Versöhnungen man zwischen diversen Individuen differenzieren müsse, da die Feindseligkeiten gegenüber der syrischen Regierung verschiedene Hintergründe haben würden. Im Endeffekt sei der überwiegende Teil der gegnerischen Elemente in seinem Herzen für die Regierung, da sie den Unterschied zwischen der Verwaltung einer Regierung und dem Chaos kennengelernt haben.

Angesichts der völkerrechtswidrigen Präsenz der USA in Syrien und der Besatzung durch die kurdischen Syrisch Demokratischen Kräfte (SDF) ließ Assad folgendes verlauten:

“Die USA haben alle ihre Karten ausgespielt. Die Hauptkarte war die Al-Nusra die als “moderat” eingestuft worden ist. Jedoch als Skandale durchsickerten das diese nicht moderat ist, und das sie die Al-Qaida ist, die mutmaßlich von den USA bekämpft werden sollte, schauten sie sich nach einer anderen Karte um. Diese Karte ist nun die SDF. Denn wie es scheint schreiten wir in verschiedenen Gebieten voran um die Terroristen zu besiegen, und das einzige verbliebene Problem sind die SDF. Wir werden zwei Methoden anwenden um mit den SDF umzugehen. Zunächst haben wir die Türen für Verhandlungen geöffnet, da die Mehrheit von ihnen Syrer sind. Und vermutlich mögen sie ihr Land, und wollen keine Marionetten für irgendwelche Außenstehende sein, dies ist was wir vermuten. Wir haben dieselbe Basis. Wir alle vertrauen denn Amerikanern seit Dekaden nicht mehr. Nicht aufgrund des Krieges. Sondern weil sie das eine sagen und das Gegenteil tun. Sie geben täglich Lügen von sich. Also haben wir eine Option die uns für immer als Syrer zusammenleben lässt. Dies ist die erste Option. Wenn nicht, werden wir darauf zurückgreifen diese Gebiete mit Gewalt zu befreien. Wir haben keine anderen Optionen. Mit den Amerikanern oder ohne die Amerikaner. Wir haben keine andere Option! Dies ist unser Land, unser Recht und unsere Pflicht es zu befreien. Und die Amerikaner sollten abziehen. Irgendwie werden sie schon zum Abzug bewegt. Sie sind in den Irak ohne Rechtsgrundlage eingefallen, und schauen sie sich an was ihnen geschehen ist. Sie müssen eine Lektion erteilt bekommen. Irak und Syrien sind keine Ausnahme. Die Völker werden in dieser Region keine Außenstehenden mehr akzeptieren.” 

Die permanenten öffentlich deklarierten Todesdrohungen Israels nahm Assad gelassen auf, und führte diesbezüglich an das Syrer aus seiner Generation, und die meisten Generationen in Syrien, unter der Bedrohung einer israelischen Aggression leben würden. Dies sei etwas was in dem Unterbewusstsein der Syrer verankert sei. Zu sagen man befürchte etwas, womit man seit Dekaden leben müsse, sei Nonsens, so Assad. Israel habe in der Region seit 7 Dekaden gemordet, getötet und Besatzung betrieben. Jedoch ohne Drohungen auszustoßen. Wie der syrische Präsident mitteilte würden diese israelischen Drohgebärden von einer Hysterie geleiteten Panik herrühren, die damit zusammenhänge das Israel seine “Liebsten” verlieren würde. Sprich die Al-Nusra und die ISIS. Dem fügte Assad hinzu das man verstehe weshalb Israel derweil so von Panik ergriffen sei.

Desweiteren erörterte der syrische Präsident das die jihadistischen Stellvertreter Israels seit dem Ausbruch der Krise alles daran setzten, die syrische Luftabwehr zu dezimieren. Darin seien sie zunächst erfolgreich gewesen, bis die russischen Streitkräfte 2015 der syrischen Armee mit neueren Systemen aushalfen. Dies habe zur Folge gehabt das die syrische Luftabwehr gegenwärtig so stark wie nie zuvor sei, so Assad. Angesichts israelischer Luftschläge sei nach dem syrischen Staatsführer eine starke Luftabwehr,  das bewährteste Mittel um dem zu entgegnen. Die Behauptungen Israels es greife Basen und Stellungen iranischer Kräfte in Syrien an, wies Assad schlichtweg als Lüge zurück. Es würden keine iranischen Truppen auf syrischem Boden operieren, sondern lediglich Offiziere die dem syrischen Militär assistieren.

Wie in jedem Interview mit Bashar al-Assad kam natürlich das Thema “C-Waffen-Attacken gegen Zivilisten”  zur Sprache. Diesbezüglich deutete Assad erneut auf den Fakt hin, das sich der angebliche “C-Waffen Angriff in Douma zu einem Zeitpunkt zugetragen haben soll, als die SAA bereits die Kontrolle über die Ortschaft hergestellt habe. Demnach wäre der Einsatz dieser Art von Waffe total sinnlos, so der Präsident.

Ferner betonte er das der syrischen Regierung mit einem C-Waffen Angriff gegen Zivilisten nicht gedient sei, da die Schlacht um Syrien darum ginge die Herzen der Menschen zu gewinnen. Diese Schlacht sei von der Regierung gewonnen worden. Ergo setze man keine chemischen Waffen gegen Zivilsten ein, von denen man erwarte das sie einen unterstützen.

Wann sei der Einsatz von C-Waffen angebracht? Am Anfang einer Schlacht? Mittendrin oder doch am Ende, fragte Assad rhetorisch, um anschließend zu schildern das das Gebiet in dem sich der vermeintliche chemische Vorfall abgespielt habe dicht besiedelt gewesen sei. Von Einheiten der syrischen Armee, Terroristen-Fraktionen und Zivilisten. Folglich würde ein Einsatz von C-Waffen alle präsenten Kräfte schädigen, dies sei nicht geschehen, so Assad. Westliche Journalisten haben sich nach Douma in Ost-Ghouta begeben und alle Zivilisten die sie interviewten wussten nichts von einem chemischen Angriff. Laut Assad sei der ganze Vorfall lediglich ein Vorwand gewesen um Syrien anzugreifen. Woraufhin er betonte das es keine Garantie dafür gäbe das solche inszenierten Vorfälle, in Zukunft nicht erneut als Vorwand vom Westen genommen werden könnten, um in Syrien völkerrechtswidrig militärisch zu intervenieren.

Das der US-Präsident ihn als “Tier” beschimpfte habe den syrischen Präsidenten nicht affektiert, und er habe auch keine ähnlichen Bezeichnungen für Trump parat, da dies nicht seine Art zu sprechen sei. Diese Form von Kommunikation repräsentiere den US-Präsidenten, nicht ihn . “Es gibt ein allgemein bekanntes Prinzip das besagt “Was du sagst, das bist du!”, demnach wollte er repräsentieren was er ist, “so Assad.

Verf.R.R.

 

 

 

 

 

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