Israel befürchtet den Untergang der Al-Qaida, an seiner proklamierten Grenze im Süden Syriens

Der Premierminister Israels, Benjamin Netanyahu, untermauerte erneut das der Sieg über Terroristen im Süden Syriens nicht im Ermessen des israelischen Regimes liegt. Netanyahu forderte wie gehabt das der Iran seine Truppen aus Syrien abzieht:

“Unsere Position in Bezug auf Syrien ist klar. Wir glauben das es für jegliche iranische Militärpräsenz nirgendwo in Syrien Platz gibt.” so der Premierminister gegenüber seiner Parlamentsfraktion am 28.Mai, wie das Nachrichtenportal Southfront berichtete.

Dem Portal zufolge rühren die erhöhten Spannungen zwischen Israel und dem Iran, von der imminenten Militäroperation zur Ausrottung von Al-Qaida-Fraktionen her, die derweil im Süden des Landes von der syrischen Armee (SAA) präpariert wird.

Der Untergang von Terroristen-Gruppierungen in der Stadt Daraa, bereitet der israelischen Führung Kopfzerbrechen. Daraa grenzt an die von Tel-Aviv besetzten syrischen Golan-Höhen. Das im 6 Tage Krieg von Israel einverleibte Gebiet ist seit geraumer Zeit, ein sicherer Hafen für israelisch-gestützte Militante. Israel präferiert und unterstützt Al-Qaida-Ableger an seiner selbst proklamierten Grenze, seit dem Ausbruch der importierten Revolution in Syrien.

Wie es der Zufall so will ist das besagte Daraa auch der Ort, von dem 2011 die gewalttätigen Unruhen ausgingen, die in eine terroristische Unterwanderung mündeten. Das Israel wegen dem zukünftigen Status der völkerrechtswidrig besetzten syrischen Golan-Höhen besorgt ist, legte erst kürzlich ein Vorschlag nahe der von Tel-Aviv der Trump-Administration unterbreitet worden ist. Neben Jerusalem solle nun auch die Souveränität über die Golan-Höhen, von den USA anerkannt werden. Umgehend nach Bekanntwerden des israelischen Vorschlags, stieß der republikanische Gesetzgeber, Ron DeSantis , in Florida mit einem identischen Plan vor, der zunächst von dem US-Repräsentantenhaus abgewiesen worden ist. Was von Neuem untermauert wie weit der israelische Einfluss auf die US-Außenpolitik reicht.

Das Teheran verlautbaren ließ das seine Kräfte sich nicht an der anstehenden SAA-Militäroperation in Daraa beteiligen würden, ignorierte Israel schlichtweg. Dies signalisiert eindeutig das der Untergang von Jihadisten im Süden Syriens ein unwillkommenes Szenario für Tel-Aviv ist. In Daraa schalten und walten militante Fraktionen wie die Hayat Tahrir al-Sham (HTS, Al-Nusra, Al-Qaida) und die US-gestützte Freie Syrische Armee (FSA). Die HTS wird von den Vereinigten Staaten vorgeblich als Terroristen-Vereinigung eingestuft. Der Sondergesandte der Anti-ISIS-Koalition, Bret McGurk, bezeichnete Idlib als größten sicheren Hafen für die Al-Qaida, seit dem elften September.

Die Al-Qaida auf die sich McGurk bezog, ist die in Idlib dominierende HTS. Die wiederum in Daraa für israelische geopolitische Belange einspringt, und demnach unterstützt und finanziert wird. Diese offensichtliche Diskrepanz ist nicht von der Hand zu weisen.

Verf.R.R.

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