Die Skripals haben als Propagandawerkzeuge ausgedient

Inmitten geopolitischer globaler Turbulenzen ist eine der medial ausgeschlachteten Propaganda-Stories in weite Ferne gerückt. Die Skripals sind von den Titelblättern und aus den Prime-Time-Sendungen der korporativen Medien verschwunden. Die inzwischen beide genesenen und aus dem Krankenhaus entlassenen Hauptfiguren des inszenierten “Novichok-Thrillers, haben allem Anschein nach als Propagandawerkzeuge ausgedient. Sergei Skripals wundersame Entlassung aus dem Krankenhaus in Salisbury vermerkte man nur noch als Randnotiz. Der ehemalige Doppelagent im Dienste der Majestät ist trotz der Kontaminierung durch einen alles niederstreckenden Nervenkampfstoff, aus dem Reich der Toten zurückgekehrt. Die Zeit berichtete.

Nach der Tochter nun auch der Vater: Der ehemalige Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes und Doppelagent Sergej Skripal hat das Krankenhaus in der südenglischen Kleinstadt Salisbury verlassen. “Es ist fantastisch, dass Sergej Skripal fit genug ist, um das Salisbury District Hospital zu verlassen”, sagte die Geschäftsführerin der Klinik, Cara Charles-Barks.

Die bisher ungeklärten Umstände des wahren Gesundheitszustands der Skripals und der wirklichen Ursache ihrer “Intoxikation”, werden höchstwahrscheinlich nie ans Tageslicht kommen. Die britischen Behörden haben bewusst voreilige Schlüsse gezogen um dem Ergebnis einer unabhängigen Investigation zuvorzukommen. Den unumkehrbaren diplomatischen Schaden richtete man bereits im Vorfeld der Porton-Down und OPCW- Untersuchungen an, da von vornherein klar war das die Beweislage kontra Russland eher auf wackeligen Beinen stehen würde, bzw auf amputierten.
Kontradiktive Zwischenberichte der OPCW legten Beobachtern nahe, das die Organisation nicht so recht verstand mit welchem vermeintlichen “Nervenmittel” sie es eigentlich zu tun hatte, das laut dem Vereinigten Königreich “höchstwahrscheinlich” von einem russischen “Killerkommando” eingesetzt worden sei um die Skripals aus bisher unerklärlichen Gründen ins Jenseits zu befördern. Bemerkenswert ist die schlampige Vorgehensweise der angeblichen entsendeten Kreml-Killer, die mit einer 9mm Handfeuerwaffe mehr Schaden angerichtet hätten, als mit einem “militärischen Nervenkampfstoff” dessen Produktion Millionen an Gelder verschluckte. Überdies ist die angeblich virulente Eigenschaft “Novichoks” ein Punkt der in den korporativen Medien widersprüchlich thematisiert wird. Während die fantastische Genesung der Skripals fraglos wiedergegeben wird, wird die Masse stetig daran erinnert wie “verheerend” und “gefährlich” Novichok sei. Die Kombination ist kaum miteinander zu vereinbaren. Nichtsdestotrotz wird diese Version der Ereignisse medial angeführt. Wie die FAZ berichtete:

OPCW-Direktor Amet Üzümcü hatte die Menge des Nervenkampfstoffs Nowitschok, mit dem Anfang März Skripal und seine Tochter vergiftet wurden, auf 50 bis 100 Gramm geschätzt. Diese Information, über die auch FAZ.NET in einer früheren Version dieses Artikels berichtet hatte, ist nach neuerer Ansicht der OPCW offenkundig falsch.

Üzümcü sagte auch, der Kampfstoff sei in flüssiger Form eingesetzt worden. Er könne aber auch als Spray verwendet werden. Auffallend sei, so Üzümcü, dass der Kampfstoff extrem widerstandsfähig sei. So sei er kaum durch das Wetter beeinflusst worden. Das sei auch der Grund, warum es nach einiger Zeit immer noch möglich gewesen sei, ihn zu identifizieren. Das mache es aber auch notwendig, große Teile von Salisbury zu dekontaminieren. Ian Boyd, wissenschaftlicher Berater der britischen Regierung, sagte in einem Treffen dahingehend, man müsse davon ausgehen, dass der Kampfstoff immer noch gefährlich sei.

Die OPCW räumte erst kürzlich ein das Novichok bisher von jedem Staat produziert und gelagert werden könne ohne dies melden zu müssen. Die FAZ dazu:

Der Stoff steht nicht auf der Liste der verbotenen Substanzen, die Ende der achtziger Jahre zusammengestellt worden ist. Üzümcü sagte jedoch in dem Interview, seine Organisation arbeite daran, dies zu ändern. Es wäre die erste Erweiterung seit der Unterzeichnung der Chemiewaffenkonvention im Jahr 1993. Bislang kann damit Nowitschok hergestellt und gelagert werden, ohne dass es gemeldet werden müsste, was sich änderte, würde die Liste erweitert.

 

Fall geschlossen. Laut Feststellung der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW), könne das “Novichok” in jedem x-beliebigen Staat auf dieser Erde produziert und gelagert werden, ohne dies melden zu müssen. Ein Fakt der eigentlich für die Evidenz einer Unschuld russischer Seite spricht. Was hingegen nicht im geringsten Beachtung findet. Stattdessen reitet man wenn der Skripal-Fall angeschnitten wird, weiter mit einer Art auf einer bisher nicht bewiesenen Täterschaft Moskaus herum, die den Kalten Krieg alt aussehen lässt.

Derweil befinden sich der Ex-Doppelagent und seine Tochter auf Geheiß des britischen Geheimdienstes MI5 an einem unbekannten Ort. Die Zeit:

Julija Skripal war bereits vor einer Woche aus dem Krankenhaus entlassen worden. Angaben der britischen Behörden zufolge hält sie sich an einem sicheren Ort auf. Auch ihr Vater soll aus Sicherheitsgründen an einen unbekannten Ort gebracht werden, wie die Bezirksklinik mitteilte.

Die Skepsis die sich hinsichtlich der Zutaten des Skripal-Falls ergab, führte zu willkürlichen kompromittierenden Aktionen der britischen Regierung, die mehr Fragen aufwarfen als aufzuklären. Das Vernichten von Beweisen und Festhalten von Zeugen durch britische Behörden, trug lediglich dazu bei das sich die Verdachtsmomente hinsichtlich einer Vertuschung erhärteten. Überraschenderweise trat Julia Skripal erst kürzlich vor die Presse und drehte in Kooperation mit der Nachrichtenagentur Reuters eine Video-Botschaft, derer Inhalt offenbar aus der Feder ihrer nachrichtendienstlichen Händler stammte. RT Dazu:

Die russische Botschaft hat die britische Regierung aufgefordert, direkten Zugang zu Julia Skripal zu gewähren. Es gibt Indizien, dass sie gegen ihren Willen festgehalten oder zu Erklärungen gezwungen wurde.

“Wir sind froh, Julia Skripal lebendig zu sehen und dass es ihr gut geht”, sagte die russische Botschaft zu London in einer Erklärung.

Das gezeigte Video verstärkt jedoch nur unsere Besorgnis über die Bedingungen, unter denen sie festgehalten wird.”

“Während die Veröffentlichung von Julias Interview sehr zu begrüßen ist, entbindet es die britischen Behörden nicht von ihren Verpflichtungen im Rahmen der Konsularabkommen”, erinnerte die russische Botschaft.

Das Vereinigte Königreich ist verpflichtet, uns die Möglichkeit zu geben, direkt mit Julia zu sprechen, um sicherzustellen, dass sie nicht gegen ihren eigenen Willen festgehalten wird und nicht unter Zwang spricht. Bisher haben wir allen Grund, das Gegenteil zu vermuten”, heißt es in der Erklärung.

Julias Rede während des Interviews und die schriftlichen Erklärungen auf Russisch und Englisch, die sie unterzeichnet hat, werfen unter russischen Diplomaten zahlreiche Fragen auf.

“Nach einigen Punkten zu urteilen, war der Text eine Übersetzung aus dem Englischen und wurde ursprünglich von einem englischen Muttersprachler verfasst”, sagte die Botschaft.

Die handschriftlichen Briefe von Julia auf Russisch und Englisch bestätigen diesen Eindruck.”

Das desaströse Verhalten des Westens bezüglich der Schuldsprechung Russlands im Falle der Skripals, mutete an das Russland nicht für die angebliche Vergiftung eines unnützlichen Doppelagenten zahlen sollte, sondern für seine geopolitische den Westen konterkarierende Agenda. Die Interessen der Russen überschneiden sich vermehrt mit den der Imperialisten, was dazu führt das Washington & Co. alle Hebel in Bewegung setzen um den aktuellen Konfrontationskurs eskalieren zu lassen.

Verf.R.R.

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