Exklusiv: Email von Hillary Clinton zeigt auf, das die USA den Syrien-Krieg für Israel entfachten

Wiki-Leaks hat eine email von der damaligen US-Außenministerin, Hillary Clinton veröffentlicht, die die eigentlichen Gründe der Obama-Administration für den Import des Krieges nach Syrien erläutert. Humanitäre Gründe wurden nicht angeführt.

Quelle: Wiki-Leaks

UNCLASSIFIED U.S. Department of State Case No. F-2014-20439 Doc No. C05794498 Date: 11/30/2015

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Der beste Weg um Israel zu helfen mit Irans wachsenden nuklearen Fähigkeiten umzugehen, ist die Bevölkerung Syriens dabei zu unterstützen das Regime von Baschar al Assad zum Fall zu bringen.

Verhandlungen zur Limitierung von Irans Nuklearprogramm, werden Israels Sicherheits-Dilemma nicht lösen. Noch werden sie denn Iran daran hindern den entscheidenden Teil jedes Nuklearprogramms zu verbessern, die Fähigkeit Uran anzureichern. Bestenfalls werden die Gespräche, die im April in Istanbul begonnen haben und im Mai in Bagdad fortgesetzt werden, Israel in die Lage versetzen eine Entscheidung für einige Monate zu verschieben, ob es einen Angriff auf Iran durchführen wird der einen weiträumigen Krieg im Mittleren Osten entfachen könnte.

Irans Nuklearprogramm und der Bürgerkrieg in Syrien scheinen nicht miteinander verzahnt zu sein, doch sie sind es. Für israelische Führungskräfte ist die wahre Bedrohung eines nuklear bewaffneten Irans, nicht die Aussicht auf einen wahnsinnigen iranischen Führer der einen grundlosen iranischen Nuklearangriff initiiert, der zur Annihilation beider Länder führen würde. Worüber die israelische Militärführung wirklich besorgt ist,- jedoch nicht darüber sprechen darf- ist der Verlust ihres nuklearen Monopols. Eine iranische Nuklearwaffenfähigkeit würde nicht nur das nukleare Monopol beenden, sondern könnte auch andere Rivalen wie Saudi-Arabien und Ägypten dazu ermuntern Atomwaffen zu entwickeln. Das Resultat wäre eine heikle nukleare Ausgeglichenheit, in der Israel Provokationen nicht mit konventionellen Militärschlägen auf Syrien oder Libanon entgegnen könnte, wie es heute dazu in der Lage ist. Sollte der Iran die Schwelle eines Nuklearwaffen-Staats erreichen, würde es Teheran leichter fallen seine Alliierten in Syrien und Hisbollah aufzurufen Israel unter Beschuss zu nehmen, wissend das seine Nuklearwaffen als Abschreckung gegen Israel dienen, die verhindern dem Iran selbst zu entgegnen.

Zurück zu Syrien. Es ist die strategische Partnerschaft zwischen dem Iran und dem Regime von Bashar al-Assad in Syrien, die es dem Iran ermöglicht Israels Sicherheit zu untergraben- nicht durch einen direkten Angriff der sich in der dreißigjährigen Feindseligkeit zwischen Iran und Israel niemals zugetragen hat- sondern mittels seiner Stellvertreter im Libanon, wie die Hisbollah die via Syrien von dem Iran versorgt, bewaffnet und trainiert wird. Das Ende des Assad-Regimes würde diese gefährliche Allianz beenden. Die Führung Israels versteht sehr wohl das Assad zu besiegen, nun in ihrem Interesse liegt. Im Gespräch mit CNNs Christian Amanpour vergangene Woche, argumentierte der Verteidigungsminister Ehud Barak wie folgt:” Der Umsturz von Assad wäre ein riesen Schlag gegen die radikale Achse, ein riesen Schlag gegen Iran…es ist der einzigartige Außenposten iranischen Einflusses in der arabischen Welt…und es würde dramatisch beide Schwächen, die Hisbollah im Libanon und Islamic Jihad in Gaza.

Assad zu stürzen würde nicht nur eine massive Gefälligkeit für Israels Sicherheit darstellen, es würde auch Israels verständliche Angst sein nukleares Monopol einzubüßen, abklingen lassen. Dann wären Israel und die USA möglicherweise in der Lage einen gemeinsamen Lageplan zu entwerfen, der sich darauf fokussiert wann der Zeitpunkt gegeben ist und das iranische Programm eine Gefährlichkeit erreicht hat, das militärische Handlungen gewährleistet sein könnten. In Moment ist es eine Kombination aus Irans strategischer Allianz mit Syrien, und dem beständigen Fortschritt in Irans Programm zur Urananreicherung, die israelische Führungskräfte dazu brachten einen Überraschungsangriff zu erwägen, wenn notwendig trotz der Einwände von Washington. Sollte Assad nicht mehr an der Macht sein, und der Iran wäre nicht mehr in der Lage, Israel mittels seiner Stellvertreter zu bedrohen, besteht die Möglichkeit das die Vereinigten Staaten und Israel sich auf rote Linien einigen können, wann Irans Programm eine inakzeptable Schwelle überschritten hat. Kurzum, das Weiße Haus kann die Spannungen lockern die es mit Israel wegen dem Iran entwickelte, indem es das Richtige in Syrien tut.

Die Rebellion in Syrien hat seit einem Jahr angehalten. Die Opposition wird nicht verschwinden, noch wird das Regime eine diplomatische Lösung von Außen akzeptieren. Mit seinem und dem Leben seiner Familie auf dem Spiel , wird nur die Androhung oder die Gewaltausübung den syrischen Diktator Bashar Assad umstimmen.

UNCLASSIFIED U.S. Department of State Case No. F-2014-20439 Doc No. C05794498 Date: 11/30/2015

Es gab drei Hauptgründe weshalb die Obama-Administration verständlicherweise umsichtig war, bezüglich der Beteiligung an einer Luftoperation in Syrien wie sie in Libyen durchgeführt worden ist. Anders als die libyschen oppositionellen Kräfte, sind die syrischen Rebellen nicht vereinigt und halten kein Territorium. Die Arabische Liga hat keine Militärintervention von außen gefordert, wie sie es in Libyen tat. Und die Russen sind feindlich gesinnt.

Libyen war ein simplerer Fall. Jedoch außer den lobenswerten Zweck libysche Zivilisten vor möglichen Angriffen des Gaddafi-Regimes zu bewahren, hatte die libysche Operation keine langanhaltenden Konsequenzen für die Region. Syrien ist schwieriger. Hingegen wäre ein Erfolg in Syrien ein transformierendes Ereignis für den Mittleren Osten. Es würde nicht nur ein weiterer Diktator einer oppositionellen Masse auf den Strassen unterliegen, sondern die Region würde sich zum Besseren wenden, da der Iran nicht länger einen Fuß im Mittleren Osten hätte, von dem er aus Israel bedroht und die Stabilität in der Region untergräbt.

Anders als in Libyen, würde eine erfolgreiche Intervention in Syrien eine substantielle diplomatische und militärische Führung der Vereinigten Staaten erfordern. Washington sollte damit beginnen seinen Willen zur Zusammenarbeit mit regionalen Alliierten wie die Türkei, Saudi-Arabien und Katar auszudrücken, um syrische Rebellenkräfte  zu organisieren, zu trainieren und zu bewaffnen. Die Ankündigung einer solchen Entscheidung selbst, würde wahrscheinlich zu bedeutenden Überläufen von der syrischen Armee führen. Unter Nutzung von Territorium in der Türkei und möglicherweise Jordanien, können US-Diplomaten und Beamten des Pentagons starten die Opposition zu verstärken. Dies wird Zeit in Anspruch nehmen. Jedoch wird sich die Rebellion noch lange hinziehen, mit oder ohne US-Beteiligung.

Der zweite Schritt ist um internationale Unterstützung für eine Luftoperation der Koalition auf die Beine zu stellen. Russland würde solch eine Mission keineswegs unterstützen, also gibt es kein Argument dafür das mittels des UN-Sicherheitsrats operiert werden sollte. Einige Stimmen argumentieren das eine US-Beteiligung einen weitreichenden Krieg mit Russland riskieren könnte. Hingegen zeigt das Beispiel des Kosovos auf, das dem nicht so ist. In diesem Fall hatte Russland aufrichtige ethnische  und politische Verbindungen zu den Serben, die nicht zwischen Russland und Syrien bestehen. Und bereits damals tat Russland nicht weniger, als sich zu beschweren. Russische Amtsträger räumten b das sie nicht im Weg stehen würden, wenn es zu einer Intervention kommen sollte.

Die Bewaffnung syrischer Rebellen und der Einsatz von westlicher Luftmacht um syrische Helikopter und Kampfflugzeuge abzufangen, wäre eine wenig Einsatz-hohe Auszahlung Annäherung. Solange Washingtons politische Führung standhaft bleibt das keine Bodentruppen entsendet werden, wie sie es bereits in Kosovo und Libyen tat, würden die Kosten für die USA limitiert sein. Möglicherweise vermag man es nicht schnell oder einfach den Sieg zu erlangen, doch er wird kommen. Und die Auszahlung wird beträchtlich sein. Der Iran würde strategisch isoliert werden, unfähig dazu seinen Einfluss im Mittleren Osten auszuüben. Das nachfolgende Regime in Syrien würde die Vereinigten Staaten als Freund ansehen, nicht als Feind. Washington würde wesentliche Anerkennung zugewinnen, da es für die Bevölkerung in der arabischen Welt kämpft und nicht für die korrupten Regimes. Für Israel würde sich die Begründung für einen Blitz aus heiterem Himmel Angriff, auf Irans Nukleareinrichtungen vereinfachen. Und ein neues syrisches Regime wäre möglicherweise offen für einleitende Schritte, hinsichtlich der eingefrorenen Friedensgespräche mit Israel. Die Hisbollah im Libanon würde von seinem iranischen Sponsor abgeschnitten werden, da Syrien nicht länger als Transitpunkt für iranisches Training, Unterstützung und Raketen fungieren würde. All diese strategischen Vorteile und die Aussicht darauf tausende Zivilisten vor Mord durch die Hände des Assad-Regimes zu bewahren (10 000 sind bereits im ersten Jahr des Bürgerkriegs getötet worden.

Mit dem Schleier der Angst abgelegt scheint das Syrische Volk entschlossen zu sein, für seine Freiheit zu kämpfen. Amerika kann und sollte ihm helfen, und indem es dies tut Israel helfen und dabei helfen das Risiko eines weiträumigen Krieges zu reduzieren.

Verf.R.R.

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