Von wegen Frieden! USA provozieren weiterhin mit Militärübungen und ihrer Haltung vis a vis Nord-Korea, und reagieren mit amnesischen Unverständnis

Inmitten der positiven Schwingungen die von der koreanischen Halbinsel emittierten signalisierten die kriegerischen Strippenzieher in Washington D.C. das eine Annäherung zwischen Nord-Korea und den USA und eine Entspannung der Lage nur nach amerikanischen Bedingungen vonstatten gehen könne.

Die Gesten des guten Willens die nach der Visite des US-Außenministers, Mike Pompeo, ausschließlich unipolar von Pjöngjang ausgingen, muteten an das den Nord-Koreanern hinter verschlossenen Türen von amerikanischer Seite gewisse Zugeständnisse gemacht wurden, die natürlich nicht medial präsentiert worden sind. Vor der Öffentlichkeit zeigten sich die Vereinigten Staaten als taktgebender Mediator für den Frieden zwischen Nord und Süd, und ließen durchsickern das man den ursprünglichen Kurs beibehalten wolle, und es nicht zur Debatte stehen würde Militärübungen, die stets eine militärische Übernahme Nord-Koreas simulieren, auf der koreanischen Halbinsel einzustellen. Ferner erwägen es die USA nicht im geringsten das stationierte Truppenkontingent abzuziehen oder zu verringern und Nord-Korea würde keine Einwände haben, hieß es in den Medien. Die Frankfurter Allgemeine schrieb am  19.04.2018:

Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hatte im Frühjahr schon einmal Flexibilität bewiesen, als er gegen amerikanisch-südkoreanische Militärmanöver keine Einwände erhob. Sollte er nun, wie Moon es sagt, tatsächlich auf die Forderung nach einem amerikanischen Truppenabzug verzichten, könnte er damit an eine Idee seines Vaters anknüpfen. Von Kim Jong-il ist bekannt, dass er gegenüber Südkorea schon einmal erklärt hatte, eine amerikanische Truppenpräsenz akzeptieren zu können. Als Bedingung hatte er seinerzeit gemacht, dass sie der Friedenssicherung dienen müssten.

Dies scheint wohl nicht der Wahrheit entsprochen zu haben. Pjöngjang fasste es jüngst als Affront auf das die USA und Süd-Korea den Frieden als Einbahnstraße betrachten würden, auf der lediglich der Norden Abstriche und Zugeständnisse zu treffen habe ohne entgegenkommende Handlungen zu vollziehen die der DPRK ihr weiteres Bestehen garantieren, und keinen verborgenen Regime-Change beinhalten. Ferner wertete die Nord-koreanische Führung die kürzlich gestarteten Militärübungen von Washington und Seoul als Provokation und ließ den anstehenden Gipfel mit dem Nachbarn platzen. RT dazu:

Nordkorea hat die Fortsetzung der Gespräche mit Südkorea am kommenden Mittwoch abgesagt und damit gedroht, das anberaumte Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Kim Jong-un in Singapur ebenfalls platzen zu lassen.

Als Grund vermeldete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA fortlaufende US-amerikanische Militärübungen mit Südkorea.

Die Übungen stellten angesichts der sich verbessernden innerkoreanischen Beziehungen eine “Provokation” dar und seien nicht wie vorgesehen eingestellt worden. Die Militärübung verletze die gemeinsamen Vereinbarungen von Süd- und Nordkorea nach dem Gipfeltreffens vom 27. April.

Aus Sicht Nordkoreas simulierten die südkoreanische und die US-Luftwaffe mit den sogenannten “Max Thunder”-Manövern Angriffe auf den Norden.

Demzufolge ziehe Pjöngjang nun auch in Erwägung, den mit Spannung erwarteten Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un am 12. Juni abzusagen. Nordkorea hatte vor dem historischen Gipfeltreffen und dem jüngsten Rückschlag mit dem versprochenen Abbau seines Atomtestgeländes begonnen.

 

Desweiteren ließ das Staatsoberhaupt Nord-Koreas, Kim Jong-Un verlauten das sein Land nicht an Verhandlungen interessiert sei, die lediglich die unilaterale Denuklearisierung ohne Garantien ins Auge fassen, wie Southfront berichtete.

Kim Jong Un habe den sogenannten Libyen-Modus des nuklearen Abbruchs kritisiert, da dieser Schritt kein Ausdruck einer Intention gewesen sei, die mittels eines Dialogs thematisiert worden wäre, so Southfront unter Verweis auf KCNA.

“Es ist eine essentielle Manifestation eines schrecklich unheilvollen Schritts unserem würdevollen Staat das Schicksal von Libyen oder Irak aufzubürden, diese kollabierten aufgrund der Übergabe der Ganzheit ihrer Länder an große Mächte,” so die Stellungnahme Kim Jong Uns.

Dem habe Kim hinzugefügt:” Es ist absolut absurd zu wagen die DPRK, einen Staat der über Nuklearwaffen verfügt, mit Libyen zu vergleichen das auf einer initialen Stufe zur Nuklearentwicklung stand.”

Laut Southfront forderte Kim Jong Un von Donald Trump seine Politik vis a vis Nord-Korea zu überdenken.

“Sollte sich die Trump-Administration dem Gipfel zwischen der DPRK und den USA, für verbesserte Beziehungen, mit Aufrichtigkeit annähern, werden sie von uns eine entsprechende Antwort erhalten.”

Das nord-koreanische Staatsoberhaupt bezog die Anführung Libyens auf die Verlautbarungen von Trumps nationalen Sicherheitsberater, John Bolton, der während eines Gesprächs mit dem Mainstream-Nachrichtensender CBS äußerte, das die USA die Denuklearisierung Nord-Koreas nach dem “libyschen Modell” bevorzugen würden. Das Schicksal Libyens ist auch auf der koreanischen Insel vernommen worden.

Nach der Berufung John Boltons konnte man bereits erahnen das der Regime Change Zar irgendetwas aus dem Hut zaubern würde, das eine kompromissbereite Entspannung auf der koreanischen Halbinsel torpedieren würde. Wahrscheinlich habe man der DPRK hinter den Kulissen zugestanden die Militärübungen als Entgegenkommen vorerst einzustellen, um im nachhinein provokativ die Vernichtung Nord-Koreas zu simulieren. Die widersprüchlichen Versionen der Ereignisse beider Parteien zeugen von gravierenden willfährigen vorgespielten Missverständnissen der USA, die allem Anschein nach der Auffassung gewesen seien, das Nord-Korea alleinig die Hosen runter lassen müsse. Man legt beabsichtigt ein konfrontierendes Verhalten an den Tag um eine beabsichtigte Reaktion Pjöngjangs hervorzurufen, und die Fronten kontinuierlich zu verhärten. Das US-Außenministerium wollte nichts von einer Provokation mittels Militärübungen wissen. RT darüber:

Derweil reagierte das US-Außenministerium mit Unverständnis auf die Ankündigung aus Nordkorea:

Wir machen weiter und treiben die Planungen für das Treffen von Präsident Trump und Kim Jong Un voran”, sagte die Sprecherin des US-Außenministeriums Heather Nauert, während einer eilig anberaumten Pressekonferenz.

Es handele sich auch nicht um “Provokationen”:

Sie [die Übungen] sind sicherlich nicht provokativ. Das sind Dinge die wir überall auf der Welt mit vielen unserer Partner und Alliierten machen”, so Nauert weiter.

Zudem habe Kim Jong-un zuvor Verständnis für die gemeinsamen Übungen mit Südkorea gezeigt.

Die Falken in Washington und der militärische industrielle Komplex sind sicherlich erfreut über die jüngsten Entwicklungen. Schließlich ließ ein lediglicher Hauch von Frieden in Korea die größten US-Rüstungskonzerne erhebliche Verluste verschreiben. Die Hegemonial- und Wirtschaftsmacht der Vereinigten Staaten hängen explizit von endlosen Kriegen und Krisen ab. Der kriegstreibende CNN-Reporter, Wolf Blitzer, brachte es diesbezüglich während eines Dialogs mit dem US-Senator, Rand Paul,  auf den Punkt. Als Paul erläuterte weshalb es ein Fehler sei das wahabitische Königreich Saudi-Arabien weiterhin mit Waffen zu überschütten und Assistenz beim Genozid im Jemen zu leisten, entgegnete Blitzer Paul das von den Waffenverkäufen an die Saudis Jobs in den USA abhängen würden. Punkt!

Demnach ist nicht viel zu erwarten von der amerikanischen Heuchelei vom Weltfrieden!

Verf.R.R.

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