Trump will wahabitische oder salafistische Besatzungstruppen in Syrien, was das Zerwürfnis zwischen Saudi-Arabien und Katar erneut anheizt

Der US-Präsident, Donald Trump ließ in Washington inmitten der franko-amerikanischen Gipfel-Gala eine Bombe platzen, die seismische Wellen durch die Monarchien am Persischen-Golf zog. Während der gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem konditionierten devoten Amtskollegen, Emanuel Macron, ließ Trump verlauten das er hinsichtlich der US-Stationierung in Syrien große Pläne habe, die beinhalteten das er das Kontingent an amerikanischen Besatzungstruppen mit Soldaten aus ” immens wohlhabenden Ländern in der Region” zu ersetzen erwägt.

Ferner sollen die überreichen Staaten die auf eine US-Präsenz in Syrien bestehen, die Kosten für das Abenteuer tragen, so Trump im Kontext. Auf welche immens wohlhabenden Länder in der Mittel-Ost Region der US-Präsident anspielte, war nicht notwendig erklärt zu werden. Das wahabitische Königreich Saudi-Arabien begrüßte Trumps Intention -der bereits im Vorfeld der US-Staatsvisite Macrons das Thema bezüglich Besatzungstruppen aus der Region anschnitt- doch signalisierte seinem Alliierten das sie mit der Idee doch nicht so konform gingen. Umgehend nach dem unterbreiteten Appell des Commander in Chiefs, drohte Saudi-Arabien seinem kleinen Nachbarn Qatar an, diesen zu stürzen, sollte er nicht für die Kosten der Besatzung in Syrien aufkommen und sich weigern Truppen zu entsenden. RT dazu:

“Der saudische Außenminister Adel al-Dschubeir warnte die Regierung von Katar vor ihrem Untergang, sollte diese nicht bereit sein, die Präsenz von US-Truppen in Syrien mitzufinanzieren oder eigene Truppen in das Land zu schicken.

Im Zusammenhang mit dem jüngsten Appell von US-Präsident Donald Trump an die wohlhabenden Staaten der Region, sich mit eigenen Truppen im Syrien-Konflikt zu beteiligen, hat der saudische Außenminister Adel al-Dschubeir die Regierung Katars gewarnt, dass diese nicht eine Woche ohne militärische Unterstützung durch die USA überleben würde.

Katar müsse “seine Streitkräfte nach Syrien schicken, bevor der US-Präsident den US-Schutz von Katar aufhebt, der in der Präsenz einer US-Militärbasis auf seinem Territorium besteht”, sagte Dschubeir am Mittwoch dem Medienzentrum seines Ministeriums zufolge.

Sollten die USA ihre etwa 10.000 Soldaten abziehen, die derzeit auf dem Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid in der Nähe von Doha stationiert sind, würde die Regierung des Emirats “in weniger als einer Woche fallen”, erklärte Dschubeir weiter.”

 

Die Anmerkung des  saudischen “Außenministers” Adel al-Dschubeir bezüglich eines möglichen US-Abzugs aus Katar, deckte sich mit Trumps kürzlich getroffener Aussage die lautete:

“Sie würden keine Woche durchhalten. Wir schützen sie.” Er forderte diejenigen Länder, die Amerikas Wohlwollen genießen, dazu auf, “für das zu bezahlen, was geschieht”. (RT-Auszug)

Offenbar soll der schwarze Peter dem Emirat Katar zugeschoben werden, das von dem Plan der Entsendung “arabischer” Besatzungstruppen nach Syrien überhaupt nicht angetan war. Der katarische Außenminister gab während eines Interviews mit dem französischen Nachrichtensender France24 folgendes bekannt:

“Laut der Genfer Resolution sollte jede Handlung oder Schritt im Rahmen eines kompletten politischen Übergangs stattfinden und eine Garantie für die Rechte der syrischen Bevölkerung ergeben. Arabische Truppen nach Syrien zu entsenden wird die Lage verkomplizieren.”

Eine klare Absage? Bleibt abzuwarten inwiefern die USA und Riyadh Druck auf das winzige Emirat ausüben werden. Das im vergangenen Jahr von Saudi-Arabien inszenierte Zerwürfnis mit Katar kam nicht von ungefähr wie jüngst bekannt wurde. Bell Pottinger dieselbe skandalöse in Groß-Brittanien ansässige PR-Firma, die im Auftrag des US-Pentagons im Wert von $500 Millionen fingierte “Al-Qaida”-Videos produzierte, ist im Vorfeld der saudi initiierten Anti-Katar Kampagne von den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) angeheuert worden, um einen Propaganda-Streifen zu erstellen der die Konnektivität Katars mit Terrorismus belegen will. Der Film mit dem aufrührerischen Titel ” Katar eine gefährliche Allianz”, soll sogar zur Konditionierung von hochrangigen US-Generälen und Amtsträgern geführt haben, darunter der ehemalige nationale Sicherheitsberater Donald Trumps, Steve Bannon. Die psychologische Kriegsführung verfehlte nicht ihre Wirkung.

RT berichtete:

Das sich ausgerechnet das Jihadisten-Zugpferd Saudi-Arabien als moralische Instanz aufschwang um einem weiteren Unterstützer von Terrorismus, Katar, zu rügen verdutzte diverse Beobachter und Mittel-Ost Experten, und ließ schnell erahnen das das ganze Fiasko von Katars Kooperation mit dem Iran herrührte. Die beiden Nachbarn betreiben gemeinsam das größte Erdgasfeld der Welt und koordinieren sich in gewissen Bereichen. Dies schmeckt den Saudis überhaupt nicht, und den Vereinigten Staaten noch weniger.

Demnach setzte seit dem Amtsantritt Donald Trumps die systematische Dämonisierung des Emirats ein, die nichts mit dem gemeinsamen Walzer mit Terroristen zu tun hat, sondern mit der Nähe zu Teheran. Die Theatralik erinnert an einen Streit unter Dieben, die sich um die Beute reißen. Saudi-Arabien, Katar und die USA sind das Rückrat der diversen Jihadisten-Gruppierungen und terroristischen Elemente in Syrien. Die Amerikaner steigen halt nur mit Salafisten und Wahabiten im Mittleren Osten ins Bett. Moderate Adern in der Region werden mit Terroristen überflutet, und zu Postapokalypsen transformiert. Folglich ist die omnipräsente Heuchelei der USA & Co. allgegenwärtig und kaum zu überbieten.

Verf.R.R.

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