Trumps Syrien-Agenda- Von „Hybriden Plänen“, Privatarmeen und der Stationierung saudischer Truppen

Der US-Präsident, Donald Trump, soll sich im Vorfeld der fehlgeschlagenen Militäraktion der NATO-Troika dazu entschieden haben, in Syrien stationierte russische und iranische Kräfte mit in die Liste für Ziele einzufügen, darüber berichtete Southfront unter Verweis auf das Wall Street Journal (WSJ)

Dem WSJ-Bericht zufolge habe das Pentagon dem Präsidenten 3 Optionen für den Angriff vorgeschlagen.

  1. Ein gewaltiger Raketenangriff auf vermutliche Chemiewaffen-Einrichtungen der syrischen Regierung.
  2. Militärschläge auf ein breiteres Spektrum von Angriffszielen inklusive verdächtigte Chemiewaffen-Einrichtungen und Kommandozentralen des syrischen Militärs.
  3. „Der umfangreichste Vorschlag, der möglicherweise Militärschläge auf russische Luftabwehrsysteme beinhaltet, ist konzipiert worden um die militärischen Fähigkeiten des Regimes lahmzulegen ohne die politische Maschinerie von Herrn Assad zu berühren.“

Das WSJ berichtete unter Berufung auf Quellen, das Trump und sein Team in Betracht gezogen hätten das dritte Szenario zu übernehmen, doch der Verteidigungsminister James Mattis eingelenkt habe. Der „Hybride Handlungsplan „sei daraufhin genehmigt worden und wurde am 14.April umgesetzt, so Souhfront.

Laut den US-Mainstream Medien bereite der US-Oberbefehlshaber weitere „großartige Ideen“ für den Konflikt in Syrien vor. Das WSJ schrieb unter Berufung auf eigene Quellen aus Kreisen von US-Amtsträgern, das die Trump Administration anstrebe eine arabische Kraft zu gründen, um die US-Truppen in Syrien zu ersetzen. Nach dem Bericht des Wall Street Journals habe der nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten, John Bolton, angeblich ein Telefongespräch mit dem Geheimdienstchef Ägyptens, Abbas Kamel, geführt, um festzustellen ob Kairo gewillt sei an dem Plan mitzuwirken.

Die Vereinigten Staaten hätten angeblich Saudi-Arabien, Qatar und die Vereinigten Arabischen Emirate darum gebeten, Milliarden von Dollar für die Restaurierung des nordöstlichen Teil Syriens bereitzustellen, und Truppen in die Region zu entsenden. Hinter dem Plan stecke die Absicht einem möglichen durch den Abzug der US-Truppen entstehenden Sicherheits-Vakkum vorzubeugen. Hingegen sei der US-Rückzug eher fragwürdig, da das US-Militär neue Stützpunkte in dem Land errichte, so Southfront.

Ferner berichtete das Wall Street Journal das Erik Prince der berüchtigte Gründer des privaten Sicherheitsunternehmens Blackwater- jetzt bekannt unter dem Namen Academi- geäußert habe das einige Amtsträger aus Golf-Staaten ihn kontaktiert hätten, um mit ihm die Aussichten auf eine Zusammenstellung einer Kraft in Syrien zu besprechen.

Offenbar ist der unterbreitete Vorschlag Donald-Trumps bezüglich der Einbeziehung der Golf-Monarchien in den Konflikt in Syrien wohlwollend von Saudi-Arabien aufgenommen worden. Southfront berichtete unter Verweis auf saudische staatseigene Medien, das das Königreich offen dafür sei unter der US-geführten Koalition Truppen nach Syrien zu entsenden, sollte solch eine Entscheidung getroffen werden, sagte der saudische Außenminister, Adel al-Jubeir, laut den Staatsmedien.

„Wir führen seit dem Beginn der syrischen Krise mit den USA Gespräche, über eine Entsendung von Truppen nach Syrien,“ so Jubeir während einer Pressekonferenz mit dem UNO-Generalsekretär  Antonio Guterres in Riyadh.

Eine Stationierung von saudischen Truppen in Syrien ist höchst unwahrscheinlich, da sich das Königreich inmitten eines militärischen Dilemmas im Jemen befindet. Trotz der Annihilation der gesamten zivilen Infrastruktur des Landes, und einer verheerenden Luft Land und Seeblockade, ist es der saudi-geführten Koalition nicht gelungen die Hochburgen von den Houthi-Rebellen einzunehmen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Der vom Westen unterstützte saudische Genozid am Golf von Aden, brachte ausschließlich skandalöse untermenschliche Gegebenheiten mit sich, und keine militärischen Erfolge hervor. Demnach wären die saudischen Truppen den Anforderungen eines komplexen Kriegsgebiets wie Syrien längst nicht gewachsen. Im Jahr 2016 ist die wahnhafte Idee bereits medial thematisiert worden. Der syrische Außenminister, Walid al-Muallem, fand damals die passende Antwort auf die Andeutungen Saudi-Arabiens auf den Befehl der USA in Syrien einzufallen. „Jeglicher Invasor in Syrien wird in Holzsärgen zurück nach Hause kehren.“ 

 

Verf.R.R.

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