US-Truppen in Syrien- Gekommen um zu bleiben

Vor ungefähr zwei Wochen  äußerte der US-Präsident, Donald Trump, noch während einer Ansprache das die in Syrien stationierten US-Truppen zeitnah ihren Weg nach Hause antreten würden. Sein vorwiegend aus neokonservativen Organen bestehendes Kriegskabinett ließ sich von den Anmerkungen seines Präsidenten nicht beirren, und beschwichtigte den Commander in Chief während einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats, den angekündigten Truppenabzug vorerst hinauszuschieben. Trump soll während der Zusammenkunft mit seinen Beratern und Generälen, von den anwesenden Amtsträgern einen Zeitraum gefordert haben, der vonnöten sei die ISIS letztlich zu schlagen, von der er zu etlichen Anlässen wahnhaft vor der Öffentlichkeit behauptete, sie wäre bereits so gut wie ausgerottet.

Inmitten der kurz aufflammenden Hysterie über einen voreiligen Abzug der imperialistischen Amerikaner aus Syrien, signalisierte das Pentagon seinem Oberbefehlshaber das es sich auf einen langfristigen Aufenthalt einrichtet, und begann den Bau neuer Militärbasen in der Erdöl reichen Region im Osten des Landes.

Die Aktionen des Kriegskabinetts wollten sich nicht so ganz mit den Aussagen des US-Präsidenten decken. Nichtsdestotrotz ist nicht davon auszugehen das die Errichtung von Militärbasen in Syrien, ohne das Wissen von Trump geschieht. Dies mutet an das eine langfristige US-Präsenz in dem vom Kriege gebeutelten Land, vor der verbalen Entgleisung des Präsidenten, ohnehin schon beschlossene Sache war.

Das propagierte Wunschdenken Donald Trumps, US-Soldaten aus dem Mittleren Osten abzuziehen verträgt sich nicht mit der neokonservativen außenpolitischen Doktrin des militärisch industriellen Komplexes. Demnach wies man den US-Oberbefehlshaber in seine Schranken, und riet ihm ab von Fristen in Bezug auf Truppenstationierungen abzusehen. Schnell wurde klar das der kurzweilige Silberstreif am Horizont, von schwarzen Wolken überzogen wurde.

Indes veröffentlichte das US-Verteidigungsministerium einen Bericht der die Präsenz von privaten Militärunternehmen in Syrien bestätigt. In dem Report wird hervorgehoben das sich derweil 11 000 private Söldner im Irak und in Syrien befinden sollen. Wie RT berichtete sei dies als erstes unter der Trump Administration vollzogen worden. Dies ist ein weiterer Indikator für einen langfristigen Aufenthalt der Vereinigten Staaten in der Region.

Am 7 April inszenierten die White Helmets und die saudi- gestützte Terroristen-Fraktion Jaish al-Islam eine False-Flag Attacke in der syrischen Ortschaft Douma, auf die im Vorfeld von Moskau hingewiesen worden ist. Die laienhafte fadenscheinige Operation sollte den Anschein erwecken, die Assad Regierung habe toxische Substanzen gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt. Bevor OPCW-Inspekteure in Douma ihre Investigation beginnen konnten, bombardierte die NATO-Troika (USA, Frankreich, Groß-Brittanien) Ziele in Syrien, die angeblich in dem nicht existenten Chemiewaffen-Programm involviert seien. Donald Trump lehnte sich zuvor via Twitter bezüglich einer Militärintervention in Syrien weit aus dem Fenster, und klang wie ausgewechselt. Keine Spur mehr vom öffentlich deklarierten Abzug aus Syrien. Im Gegenteil die UNO-Botschafterin der USA, Nikki Haley, enthüllte während eines Gesprächs mit dem US-Nachrichtensender FOX-News das die Vereinigten Staaten solange Syrien besetzen wollen bis gewisse unilaterale Ziele erreicht seien.

ParsToday berichtete:

In ihrem gestrigen Gespräch mit dem Nachrichtensender Fox-News sagte Haley: Eines der US-Ziele sei es, den Verzicht auf Chemiewaffen sicherzustellen, welche die amerikanischen Interessen gefährden. Außerdem wolle Washington sich von der Niederlage des IS überzeugen und zudem eine geeignete Basis in dem Land errichten, um die Aktivitäten Irans zu überwachen. 

“Natürlich wolle Washington seine Truppen in die Heimat zurückbeordern”, sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen weiter. Sie ergänzte: Solange die USA die genannten Ziele nicht erreicht haben, werden sie auch ihre Truppen nicht aus Syrien abziehen.

Überdies behauptete der Rotschild Bankier und französische Präsident, Emanuel Macron das er Donald Trump davon überzeugt habe das ein langfristiger Aufenthalt der US-Truppen in Syrien notwendig sei.

RT dazu:

Im Interview mit dem Fernsehsender BFMTV hielt sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zugute, US-Präsident Donald Trump von der Notwendigkeit eines Verbleibs in Syrien überzeugt zu haben. Kurz darauf erklärte Trumps Sprecherin Sarah Sanders, Trump halte an seinem geplanten Truppenabzug fest.

Der US-Präsident wurde nach seinem kurzen Tanz aus der Reihe rasant wieder auf die Spur gebracht. Egal wie oft wir noch von dem außenpolitisch unbewanderten und uninteressierten Commander in Chief  schizophrene kontradiktive Anmerkungen bezüglich Truppenabzüge vernehmen werden. Einst ist gewiss und darf getrost prognostiziert werden. In der Amtszeit Donald Trumps wird nicht ein US-Soldat aus Syrien abgezogen werden.

Verf.R.R.

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