Die erschreckende Bilanz der ISIS in Afghanistan, ein Ergebnis der US-Außenpolitik

In den vergangenen Monaten wiesen russische und iranische Amtsträger mehrfach darauf hin, das ein Großteil der ISIS-Kämpfer aus dem Irak und Syrien unbehelligt nach Afghanistan umgesiedelt sind. Laut dem russischen Nachrichtendienst FSB seien alleine 8000 aus Syrien geflohene militante IS-Jihadisten, in Afghanistan eingetroffen.

Ayatollah Khamenei das staatliche und religiöse Oberhaupt des Irans merkte diesbezüglich an, das die Vereinigten Staaten durch die Präsenz der ISIS am Hindu-Kusch, ihre eigene versuchen zu rechtfertigen. Demnach heißen die USA die Ankunft Tausender Militante im Friedhof der Imperien willkommen, und begrüßen die permanent eskalierende Lage im Land, um der amerikanischen Masse die angeblich unabdingbare Aufstockung von US-Truppen zu verkaufen.

Die aus der Feder der Neocons und Democons stammende Afghanistan Strategie die der US-Präsident im vergangenen Jahr der Weltöffentlichkeit präsentierte, färbte sich nicht im geringsten von der Agenda ab, die die Vorgänger Donald Trumps von der grauen Eminenz in die Wiege gelegt bekommen haben.

Von dem jüngst verabschiedeten US-Haushalt gehen fast $800 Milliarden an die Kriegsmaschinerie der Vereinigten Staaten. Rüstungskonzerne und ihre Anteilseigner aus diplomatischen Kreisen, verdienen sich durch die endlosen Kriege eine goldene Nase ,und sind von inszenierten Konflikten abhängig, die anhand von False Flag Attacken und importierten Revolutionen Regime nach Belieben auswechseln, und nicht konforme Staaten stürzen.

Der “Krieg gegen den Terror” dient seit 17 Jahren den Amerikanern als Vorwand um in Afghanistan die Besatzung beizubehalten, und weitere Truppenkontingente und Kriegsausrüstung nachzuschieben. Wie die geopolitische Geschichte der USA darlegt, sind sie Meister darin sich Feindbilder anzuzüchten, die sie zu angemessener Zeit wie ein Kaninchen aus dem Hut zaubern.

Im Falle der ISIS ist es nicht anders wie aus einem Dokument des US-Verteidigungsnachrichtendienstes (DIA) von 2012 hervorgeht, laut dem die von den USA unterstütze Opposition in Syrien und gewisse Golf und NATO-Staaten ein salafistisches Fürstentum (Islamischer Staat) befürworten, um der säkularen syrischen Regierung Einhalt zu gebieten.

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Mehdi Hassan von Al-Jazeera fragte den ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater Donald Trumps, General Michael Flynn, wie es trotz dem offensichtlichen Vorwissen der US-Regierung um die Strukturierung der Jihadisten-Verbände, die finanzielle und waffentechnische Unterstützung von Terroristen-Gruppierungen mit salafistischen Wurzeln erfolgte. Michael Flynn antwortete darauf das es eine mutwillige Entscheidung der Obama-Administration war, dies zu tun.

Das oben beschriebene salafistische Fürstentum der Islamische Staat hat sich nun im Krisenherd Afghanistan ansässig gemacht. Das NATO/anglo-amerikanisch/israelische-Projekt machte seit seiner Ankunft, in dem Land was Alexander der Große nicht einmal vermochte einzunehmen, seinem Namen alle Ehre.

Die Anschläge und Übergriffe der ISIS haben sich in den zurückliegenden Monaten stetig summiert. Laut einer von der ISIS-Zeitung al-Naba erstellten Infografik, sollen Zellen des IS im vergangenen halben Jahr mindestens 17 Operationen in der afghanischen Hauptstadt Kabul durchgeführt haben, darüber berichtete Southfront.

13 Selbstmordattentate, 3 Angriffe mit unkonventionellen Sprengvorrichtungen (IED) und einen Angriff mit einer Autobombe. Der Infografik von al-Naba zufolge seien bei diesen Angriffen auf militärische und zivile Ziele 1220 Menschen getötet worden. 539 schiitische Zivilisten, 360 Beamte der afghanischen Nachrichtendienst und Sicherheitskräfte, und 129 Soldaten der afghanischen Armee. Die Zahlen sprechen für sich.

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Die erschreckende Bilanz des Islamischen Staats in Afghanistan, hängt mit dem im Sommer letzten Jahres festgelegten antiken Kurs der US-Regierung zusammen. Nachdem Trump der ISIS grünes Licht gab indem er ankündigte weitere 15 000 Soldaten zu entsenden, zog der Feind planmäßig direkt nach. Ein Krieg gegen die ISIS in Afghanistan lässt sich der Öffentlichkeit besser verkaufen, als eine aussichstlose Schlacht gegen die Taliban.

Verf.R.R.

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