Die USA und das UN-Debakel

ORBISnjus sagt:

Die Androhungen der USA im Vorfeld der am Donnerstag abgehaltenen Abstimmung der Generalversammlung, bezüglich der unilateralen Entscheidung der Trump Administration, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, sind bei dem größten Teil der Mitgliedstaaten auf taube Ohren gestoßen.

Die US-Botschafterin der Vereinten Nationen Nikki Haley hatte in einem an diverse UN-Mitgliedstaaten gerichteten Brief, Androhungen angeführt die die Empfänger dazu bewegen sollten am Donnerstag für die USA zu stimmen.

Der Präsident werde die Abstimmung genauestens beobachten und sich die Namen derjenigen Staaten merken die sich es wagen einer anderen Ansicht als die Amerikaner zu sein, hieß es in dem Schreiben. Donald Trump äußerte sich zu der anberaumten Sitzung der Vereinten Nationen, in der Manier eines Schutzgelderpressers und drohte mit der Einstellung des unterstützenden Geldflusses für die Länder, die sich gegen die USA stellen. Saudi-Arabien hat gegen die Jerusalem Entscheidung Trumps gestimmt. Stellt er jetzt die Waffenlieferungen an das Königreich ein ? Man wagt es zu bezweifeln.

Die verabschiedete Jerusalem Resolution der UN-Generalversammlung mit der Intention den US-Präsidenten dazu zu bewegen die Verlegung der US-Botschaft in Israel nach Jerusalem zu revidieren, fand überwältigende Zustimmung der internationalen Gemeinschaft. 128 Staaten stimmten für die Resolution, 9 dagegen und 33 enthielten sich. Unter den neun Staaten die dagegen stimmten, befanden sich wie zu erwarten die USA und natürlich Israel. Die restlichen üblichen Verdächtigen die bis zum Armageddon dem Nummer Eins Kriegstreiber die Stange halten sind, Mikronesien, Honduras, Guatemala, die Marschall Inseln, Nauru, Palau und Togo. Diese Staaten meint Nikki Haley immer wenn sie von der internationalen Gemeinschaft spricht, die auf der Seite der USA steht.

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Das Ergebnis spricht für sich selbst. Den USA sind zum dritten mal in kürzester Zeit signalisiert worden, das ihr engstirniges Vorgehen hinsichtlich der Sensibilität von Jerusalem Al-Quds, und der Bedeutung für Anhänger des christlichen,islamischen und jüdischen Glaubens, keinen Anklang findet. Donald Trump gibt sich stetig als gläubiger Christ aus, dabei hat seine kontroverse Entscheidung einschließlich alle Christen weltweit beleidigt, was besonders in der Mittelost Region heftige Kritik der christlichen Gemeinde angesichts seiner Ignoranz, entbrennen ließ.

Vor der Abstimmung der Generalversammlung der Vereinten Nationen am Donnerstag, kamen diverse Staatsvertreter zu Wort. Nikki Haley hielt ihre Ansprache die einen ähnlichen Tonfall hatte wie ihr zuvor aufgesetzter Drohbrief.

Zu ihrem Nachteil musste sie einige kritische Reden auf dem Podium von den Amtsträgern über sich ergehen lassen, und zog umgehend nach dem Appell des Israelischen UN-Botschafters, Danny Dannon, samt ihrer Delegation ab.

Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, hat jüngst auf Staatsvisite in Frankreich, während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Französischen Präsidenten, Emanuel Macron, nochmals bekräftigt, das die USA ihre Rolle als neutraler Mediator für den Friedensprozess verwirkt haben und nicht mehr in zukünftigen Verhandlungen erwünscht sind. Die Vereinigten Staaten müssen sich endlich mit einer multipolaren Welt abfinden und sich nicht unilateral durch die Geschichte bomben, es wird Zeit!

Verf.R.R.

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