Reagan, Roosevelt und Nimitz vor Nord-Korea

Der folgende Artikel von Kommersant wurde am 13.November auf Sputnik publiziert:

Kommersant

Die Kriegsflotten der USA und Südkoreas haben am Samstag die größten Marineübungen im Pazifischen Ozean im letzten Jahrzehnt begonnen, schreibt die Zeitung „Kommersant“.

Zum ersten Mal seit zehn Jahren nehmen an den Übungen vor der Koreanischen Halbinsel gleich drei US-Flugzeugträger teil – Ronald Reagan, Theodore Roosevelt und Nimitz. Sie bilden drei Angriffsgruppen mit elf weiteren amerikanischen Kriegsschiffen, die mit dem Raketenabwehrsystem Aegis ausgestattet sind, sowie südkoreanischen Schiffen. Seoul schickt sieben Schiffe zu den Manövern – drei Zerstörer und vier Konvoi-Schiffe. Darüber hinaus werden US-Kampfjets F-35 und F-18 an den Übungen teilnehmen. Bei dem Manöver werden Handlungen der bordgestützten Fliegerkräfte, Maßnahmen zur Flugabwehr, die Beobachtung der Situation auf dem Meer und defensiver Luftkampf geübt.

„Nicht oft bekommt man die Möglichkeit, Übungen mit zwei Flugzeugträgern gleichzeitig abzuhalten – mit drei noch seltener“, sagte der Kommandeur der Pazifikflotte, Admiral Scott Swift. Er hob hervor, dass Operationen mit Teilnahme von mehreren Flugzeugträgern sehr schwierig seien und die Übungen eine ernsthafte Prüfung der Fähigkeit der US-Flotte sein würden, „eine feste Bereitschaft zur Gewährleistung der Sicherheit und Stabilität in der Region zu zeigen“.

US-Präsident Donald Trump sagte bereits am Mittwoch, dass sich vor der Koreanischen Halbinsel drei der weltweit größten Flugzeugträger mit neuen Kampfjets F-35 und F-18 befinden würden, die bereit seien, den Verbündeten im Falle einer Aggression seitens Nordkoreas zu schützen. Trump bezeichnete dabei Kim Jong-un als „psychisch instabilen Tyrann“, der sein Land in eine „Hölle verwandelte, die niemand verdient“.

Die gemeinsamen Übungen seien nicht einfach eine Demonstration der Stärke als Antwort auf andauernde Raketenstarts Pjöngjangs, sondern auch der Versuch, sie zu stoppen, meint Professor Koh Yu-hwan von der Universität Dongguk in Seoul. „Für Nordkorea wird es schwierig sein, seine Waffen zu testen, wenn strategische Kräfte der USA sich in der Nähe befinden und jeder Start von den USA als eine Attacke wahrgenommen werden kann“, sagte der Professor der Agentur Bloomberg.

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