Saudi-Coup-Was geschieht mit dem beschlagnahmten Vermögen der Saudi-Prinzen und Geschäftsmänner?

Die vermögenden am Wochenende im Ritz Carlton wegen Korruptionsverdacht unter Hausarrest gestellten Saudi-Prinzen und Geschäftsmänner, darunter Al-Waleed Bin Talal (Citi-Group, Twitter, Newscorp) und Bakr Bin Laden (Bin Ladin-Constructions), sehen für ihre Verhältnisse, magere Zeiten auf sich zukommen.

Laut Medienberichten sind indes über 1200 Konten von Saudi-Arabiens Banken eingefroren worden und der berühmte Prinz Al-Waleed-Bin-Talal, soll in den ersten 48 Stunden nach dem Bekanntwerden seiner Verhaftung, bereits 1,3 Mrd $ Dollar von seinen 19,1 Mrd $ eingebüßt haben.

Derweil sagte der Leiter des Zentrums für wirtschaftliche Beratungen und der Ex-Berater des saudischen Industrieministers, Muhammed Shams, das der Generalstaatsanwalt über das Vermögen und das Schicksal der, wegen Korruptionsvorwürfen verhafteten, Prinzen und Geschäftsmänner entscheiden wird. Die folgenden Auszüge stammen von Sputnik Berichten zu dem Thema, siehe unten.

Verf. R.R. Quelle Sputnik  Sputnik

 

Der saudische Prinz Al-Walid bin Talal, einer der reichsten Menschen in der Region, hat nach Angaben der Agentur Bloomberg innerhalb von 48 Stunden nach seiner Festnahme mehr als eine Milliarde Dollar verloren.

Das Vermögen von Prinz Walid (62), einem Enkel des saudischen Staatsgründers Ibn Saudi, verringerte sich demzufolge um 1,3 Milliarden auf 17,8 Milliarden Dollar.Am Sonntag hatte die vom saudischen König Salman ibn Abd al-Aziz Al Saudeingerichtete Anti-Korruptions-Kommission die Festnahme von zahlreichen Prinzen und Ministern angeordnet, darunter auch von Al-Walid. Die Kommission wird vom 32-jährigen Kronprinzen Mohammed bin Salman geleitet.

Prinz Walid machte sein Geld mit einem Immobilienimperium. Über seine Kingdom Holding gehören ihm nach Angaben vom US-Sender CNBC unter anderem zahlreiche Luxushotels wie das George V in Paris oder das Savoy in London. Auch am Kurznachrichtendienst Twitter ist er beteiligt.

 

Über das Schicksal Dutzender saudischer Geschäftsmänner, die wegen Korruptionsvorwürfen festgenommen wurden, deren Firmen und Vermögen soll der Generalstaatsanwalt entscheiden, sagt der Leiter des Zentrums für wirtschaftliche Beratungen und der Ex-Berater des saudischen Industrieministers, Muhammed Shams.

„Wenn sich herausstellt, dass das Land oder das Vermögen dem Staat gestohlen worden sind, gehen sie wieder in den staatlichen Besitz über. Das Besitzrecht muss außerdem dokumentiert werden. Dabei haben die Beschuldigten das Recht, einen Anwalt zu einzuschalten und alle gesetzlichen Schutzmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen“, sagte der Experte in einem Gespräch mit Sputnik.

Die vollzogenen Verhaftungen seien demzufolge nicht zufällig gewesen. Ihnen seien Ermittlungen und Vernehmungen vorangegangen, und der König von Saudi-Arabien, Salman ibn Abd al-Aziz, habe die Sache nur richtiggestellt.

„Laut der Äußerung des Generalstaatsanwalts hat die Anti-Korruptions-Ermittlung vor einem Monat angefangen. Die Verdächtigen sind mehrmals vernommen worden, bis sich ein endgültiges Bild ergeben hat: Die Tatsache der Korruption, der Bestechung und der Geldwäsche ist festgestellt worden“.

Shams wies darauf hin, dass der Kronprinz Mohammed bin Salman die durchgeführte Ermittlung in den Medien mehrmals erwähnt und versprochen habe, die Korruption auf allen Ebenen zu bekämpfen, ohne Rücksicht auf die soziale Position und die Abstammung der Verbrecher.

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