MIT Professor- OPCW / UNO-Report “falsch” und “voreingenommen”.

Der in der vergangenen Woche veröffentlichte Bericht, des kooperierenden Mechanismus der OPCW und UNO, zur Untersuchung von angeblichen Giftgasattacken in Syrien, ist voreingenommen und fehlerhaft. Dieser Ansicht ist ein Professor der MIT in Massachusets, wie aus einem Bericht von Sputnik hervorgeht der am Dienstag publiziert wurde.

Der an der renommierten Technischen Hochschule MIT im US-Bundesstaat Massachusets emeritierte Professor, Theodore Postol, kritisiert in seinem Gespräch mit Sputnik den jüngst veröffentlichten Bericht der UNO/OPCW scharf und deutet auf die bewusste ?Unfähigkeit der Organisationen hin. Es folgen Auszüge aus dem Bericht von Sputnik siehe unten.

Verlässliche Beweise fehlen, verwendete Daten sind gefälscht oder falsch ausgewertet – so lautet das Urteil des Professors über den Bericht der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW), der am vergangenen Donnerstag im UN-Sicherheitsrat vorgestellt wurde.

In dem Bericht geht es um den Einsatz von Sarin im syrischen Chan Schaichun in der Provinz Idlib am 4. April 2017 und um den Einsatz von Senfgas in der syrischen Siedlung Umm Hawsh in der Provinz Aleppo am 15. und 16. September 2016.

Die Berichtsautoren hätten „kein einziges Mal“ versucht, die Echtheit der angeblichen Beweise zu prüfen, bemängelt Professor Postol. Er hat die Beweislage des Berichts selbstständig unter die Lupe genommen. Sein Ergebnis: Das, was die Organisation für das Verbot chemischer Waffen im UN-Sicherheitsrat als Bericht vorgelegt hat, sei nicht objektiv und enthalte Fehler.

Zunächst untersucht der Professor ein Video des TV-Senders „Orient News“, auf dem eine tote Ziege zu sehen ist. Das Tier sei während des Angriffs am Giftgas erstickt, erklärte der Sender. „Die Prüfung der vier Aufnahmen und der Markierungen darauf zeigt eindeutig, dass die tote Ziege, die in dem Video in Erscheinung tritt, vorher an den Ort gebracht worden war, an dem sie laut den Journalisten gestorben sein soll“, sagt der US-Physiker.

Das möglicherweise Unwahrscheinlichste an dem Bericht sei der Zusatz, der das Vorliegen von Sarin anhand einer Analyse des Ziegenfells enthalte.

„Es gibt in dem Bericht an keiner einzigen Stelle Hinweise darauf, dass die Ziege an einem anderen Ort gestorben sein könnte – durch Sarin-Vergiftung in einem Pferch etwa – und dann an die besagte Stelle als Beweisstück gebracht worden sein könnte.“

Auch die Version der OPCW, wonach in Chan Schaichun im April 2017 eine Bombe sowjetischer Bauart eingesetzt worden sei, erklärt der Physiker für unglaubwürdig. Seinen Berechnungen zufolge sei der dortige Explosionskater von einem Standrad-Geschoss mit einem Kaliber von 122-Millimetern verursacht worden – solche Munition sei bei Waffenhändlern in aller Welt erhältlich.

Der Professor bemerkt zudem: Die Rakete, mit der der Sprengkopf ins Ziel geflogen wurde, und deren Treibstoff unter provisorischen Bedingungen in der Region selbstgebastelt worden. Diese Art von Treibstoff finde breite Verwendung bei „selbstgebauten Raketenmotoren“ und werde „aus Zucker und Salpeter“ hergestellt, so Postol.

Seine Befunde, sagt der US-Professor, „enthalten überzeugende und unmissverständliche Beweise dessen, dass die Untersuchung der OPCW und der UNO in dieser Angelegenheit zutiefst fehlerhaft und voreingenommen war.“ Dass die Organisation keine Ermittler vor Ort gehabt habe, die ihrer direkten Kontrolle unterstanden hätten, rechtfertige ihre „offensichtlich erlogenen Erklärungen“ nicht, so der Wissenschaftler.

Die OPCW und die UNO haben bei ihren Ermittlungen laut dem Professor allgemein zugängliches Videomaterial berücksichtigt, das „die Manipulationsversuche lokaler Organisationen“ klar vor Augen geführt hat. Dabei war zuvor schon eine ganze Reihe von Dokumenten zu dieser Angelegenheit veröffentlicht worden, „doch hat die westliche Presse sie ignoriert“.

Angesichts dieser Unfähigkeit der Organisationen, angemessene Ermittlungen vorzunehmen, hätten „allerlei Gruppen mit ihren militärischen und politischen Plänen die Möglichkeit, Chemiewaffen einzusetzen und dann ihre Gegner des Einsatzes zu beschuldigen“, resümiert der Professor.

Russlands Vorbehalte und Kritik des Berichts hält der Wissenschaftler indes für berechtigt. Er rät Moskau, eine Überprüfung der Berichtsergebnisse einzufordern.

(Auszug Ende)

 

In den vergangenen Monaten nach dem angeblichen Vorfall in Chan Scheichun ,zweifelten mehrere Chemiewaffen-Experten an der Echtheit des Bildmaterials ,welches von der bewaffneten Opposition unmittelbar nach dem inszenierten “Giftgasangriff”veröffentlicht wurde.

Dem Narrator in dem um die Welt gegangenen Video ” Dr. Shajul Islam” werden Verbindungen zu Terror-Gruppierungen nachgesagt, was die OPCW nicht davon abhielt, die von ihm übergebenen Beweise, als verifiziert zu klassifizieren.

Obwohl die OPCW und die UNO es nicht bewerkstelligten aus Gründen der Sicherheitslage vor Ort, in Chan Scheichun Proben zu sammeln, behaupten die Organisationen das Sarin aus Syrischen Militärbeständen zum Einsatz kam.

Der investigative Journalist Seymour Hersh publizierte im vergangenen Juni einen Artikel, der den frisch ins Amt berufenen Donald Trump vorwarf, das der US-Präsident mit dem Wissen das die Syrische Regierung nicht verantwortlich für den Giftgas-Vorfall war, Syrien bombardierte, was der ehemalige republikanische Präsidentschaftskandidat  Ron Paul  als Schande bezeichnete.

 

Verf. R.R. Quelle: Sputnik

 

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