Der Genozid an den Rohingyas, eine alte Geschichte

( Foto Reuters )

In der westlichen Hemisphäre hat der seit mehreren Jahren andauernde Genozid an der muslimischen Minderheit der Rohingyas in Birma letztendlich Einzug in die Medien gewonnen, da die überwältigenden Beweise nicht mehr unter den Teppich zu kehren sind und das angeblich heroische Abbild von Aung San Suu Kyi am bröckeln ist.

Die heutige Außenministerin, Regierungschefin, Staatsberaterin und Ministerin des Büros des Präsidenten von der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) in Myanmar (Birma) wurde im Jahr 2010 von der Militärregierung, aus ihrem 15 Jahre andauernden Hausarrest entlassen und erhielt zuvor im Jahr 1991 den Friedensnobelpreis, für den Einsatz zur gewaltlosen Demokratisierung ihres Landes.

Aung San Suu Kyi wird von westlichen Staatsoberhäuptern in einem Atemzug mit wahren Initiatoren für Frieden und Gerechtigkeit genannt, wie Mahatma Ghandi, Martin Luther King und Nelson Mandela.

Die Vertreibung der Rohingyas aus Myanmar ist kein Novum und der Iranische Nachrichtensender Press TV berichtete bereits vor 5 Jahren über den Genozid an der muslimischen Minderheit in Myanmar, der damals so gut wie keine Beachtung von den Staaten im Westen fand, aber auch nicht von muslimisch geprägten Ländern die heutzutage wie letztendlich die UN auf den Trichter gekommen sind, dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzuprangern.

Aung San Suu Kyi hat wiederholt geäußert sie gehe in ihrem Land gegen Terroristen vor, indem sie ganze Dörfer niederbrennt und unschuldige Menschen aufgrund ihrer konfessionellen Andersartigkeit von Regierungskräften ermorden und vertreiben lässt.

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht von Amnesty International, bezeichnet das Vorgehen gegen die Rohingyas als ethnische Säuberung und besagt das inzwischen 370 000 Rohingyas nach Bangladesch geflohen sind.

Wie schon erwähnt der Genozid an der muslimischen Minderheit in Myanmar ist seit Jahren schon im Gange und die Ausblendung im Westen zum Schutz von Aung San Suu Kyi, vollzog sich bis dato um das projizierte Bild der Freiheitskämpferin solange aufrecht zu erhalten wie nur möglich.

Suu Kyi wurde seit ihrer Entlassung aus dem Hausarrest als Galionsfigur für Demokratie und Friedensstiftung in ihrem Land der Öffentlichkeit im Westen präsentiert. Die Wahrheit sieht anders aus und die Erkenntnis über ihre brutale Staatsführung kommt viel zu spät.

Wo ist Bono von U2 um sich für die Rohingyas einzusetzen, wie er es schon für Aung San Suu Kyi getan hat, um sie aus der Ungerechtigkeit zu befreien.

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( Aung San Suu Kyi gemeinsam mit Bono von U2 bei der Überreichung des Botschafter für das Bewusstsein Award von Amnesty International)

 

Die führende Amtsträgerin hat ihre Teilnahme an der diesjährigen UN-Generalversammlung abgesagt, um der wachsenden Kritik an ihrer blutigen Politik aus dem Weg zu gehen.

Wo sind die USA wenn wahre Verbrechen gegen die Menschlichkeit statt finden und Minderheiten ausgerottet werden. Man wird in der nächsten Zeit beobachten, wie sich gewisse Staaten die sich für Suu Kyi einsetzen in den kommenden Monaten verhalten werden.

 

Autor R.R.

 

 

 

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